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Mit zwanzigminütiger Verspätung setzte dann die süddeutsche Dampfwalze
FINAL BREATH zu ihrem „Death-Thrash Chaos-Siegeszug“ an. Und obwohl die
Mannen um Mastermind und Drummer Heiko bereits seit mehr als zehn
Jahren in der Szene aktiv sind, hatte ich hier in Oeventrop erst zum
zweiten Mal Gelegenheit, die Jungs livehaftig in Augenschein zu nehmen.
Dass Frontmann Jürgen wie ein wildgewordener Derwisch über die Bühne
fegte, war mir noch vom letzten Auftritt gut in Erinnerung geblieben.
Aber was der, inzwischen kurzhaarige, Sänger hier abzog war schon
äußerst agil, unterhaltsam und abwechslungsreich. Wie eine angestochene
Wildsau beackerte er die komplette Bühne und stachelte seine Kollegen
zu Höchstleistungen an. Spätestens bei der Frage, ob irgendjemand alte
Songs der Band kennen würde und beim hierauf folgenden „Exposed To
Hatred“ wippten auch die nicht so eingefleischten Zuschauer mit.
Anschließend traf die Band eine äußerst gute Entscheidung und spielte
reichlich Material des neuen Albums, zunächst das etwas an ältere
SEPULTURA erinnernde „Greed For Revenge“ und anschließend den Titelsong
„Let Me Be Your Tank“. Während Frontsau Jürgen eine Grimasse nach der
anderen schnitt, tauchte plötzlich Gitarrist Werner ab und ein um
einige Jährchen jüngerer Gitarrist auf, für viele unbemerkt, quasi als
sei nichts gewesen. Kurze Zeit später lüftete Jürgen das Geheimnis und
stellte dem Publikum den neuen Seitenhexer Dennis mit den Worten:
„Durch den neuen Mann wird unser Altersdurchschnitt extrem gesenkt“
vor, welches einen ordentlichen Applaus zur Folge hatte. Eine perfekte
Eingliederung würde ich mal sagen. Das ganze erinnerte mich irgendwie
an die Siegener ACCU§ER, welche Anfang der Neunziger ebenfalls einen
wesentlich jüngeren Gitarristen namens Milan Peschel in die Band
aufnahmen und sich hierdurch selbst eine ordentliche Frischzellenkur
verpassten. Man merkte Dennis zwar beim Stageacting der folgenden
Tracks noch ein bisschen die fehlende Integration an, aber spielerisch
lieferte er schon jetzt das volle Brett. Nachdem „Empty Eyes“,
ebenfalls vom neuen Silberling „Let Me Be Your Tank“ stammend, beendet
worden war, trug Jürgen den Hinweis des Veranstalters vor, dass alle
Minderjährigen nun den Saal verlassen müssten, die Uhr hatte nämlich
inzwischen Mitternacht geschlagen. Ob dem Wunsch letztlich Folge
geleistet wurde, war allen Anwesenden letztlich egal, nicht egal war
jedoch die Tatsache, dass die Band, nach einem erneuten Applaus für
Dennis, noch eine Zugabe spielen konnte. Mit diesem Auftritt machten es
Final Breath den Headlinern des Freitagabend, Agathodaimon, nicht
gerade einfach, da noch eine Schippe draufzulegen.
(jS)
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Punkt 23 Uhr, die Bands waren immer noch voll im vorgegebenen
Zeitrahmen, rollte der unterfränkische Panzer Final Breath mit dem
neuen Mann an der zweiten Gitarre, Dennis Schneider, ein und thrashte
munter drauf los. Besonders Shouter "Eumel" Aumann hatte ordentlichen
Spaß und grinste wie ein Honigkuchenpferd, wenn er nicht gerade Gift
und Galle ins Mikro spucken durfte. Geiler Auftritt mit gediegenem
Moshpit. Mit den total unterbewerteten Final Breath durfte sich auch
der metallische Nachwuchs verabschieden – Sperrstunde für die U 18.
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5.04.2005 |
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