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European Tour 2005
ILLDISPOSED + ANCIENT + FINAL BREATH + Local Support
24.02. Abfahrt
Heute ging es also los, unsere erste Tour. Dem entsprechend „motivert“
trafen wir uns um 6.00 am Proberaum, packten Merch und Equipment in die
Autos und fuhren gen Düderstett, wo wir in den Nightliner steigen
sollten. Unterwegs holten wir noch Singh in Gemünden am Bahnhof ab, der als
Merchandiser mitfuhr. Am
Nightliner angekommen machten wir uns mit der Tourleitung in Form von
Jörg, Soundtechniker Locke und Busfahrer Raik/Rajk/Rejk bekannt und los gings
Richtung Grossbritannien.
(Domi)
Spessart – kalt. Glatteis. Die Frisur hält. Zu einer für mich nahezu
unmenschlich frühen Uhrzeit machte ich mich auf den Weg nach Gemünden
zu unserem Proberaum. Wir waren um 6:00 Uhr verabredet und ich musste
extra noch einige Minuten früher los fahren, da die Straßen
stellenweise spiegelglatt waren. Mit leichter, witterungsbedingter
Verspätung kamen wir alle an um unser Equipment einzuladen. Ca. eine
halbe Stunde später holten wir dann noch Singh von der Bruchstein Crew
am gemündener Bahnhof ab. Er sollte die ersten 3 Tage das Merchandise
übernehmen und später das Tourmanagement unterstützen. Der Zug kam
pünktlich, wir konnten also gleich aufbrechen nach Nesselröden (bei
Duderstadt). Dort sollte unser mobiles Hotel für die kommenden 3 ½
Wochen auf uns warten – der Nightliner. Pünktlich am Ziel angekommen
stand der Bus bereit und wir lernten Tourmanager Jörg, Soundtechniker
Locke und unseren Fahrer Rajk kennen. Nach der üblichen
Begrüßungszeremonie wurden Bus und dazugehöriger Trailer beladen um nur
wenig später in Richtung Insel (GB) aufzubrechen.
Im Bus eröffnete Jörg dann seine durchaus unterhaltsame Ansprache über
den Verlauf und gewisse Randbedingungen der nun folgenden Europa Tour.
Schon jetzt zeichnete es sich deutlich ab, dass wir zumindest mit der
Tourleitung sehr gut auskommen würden…. Let’s go!
(Heiko)
25.02. Brighton (UK) – The Engine Room, ca. 45 Besucher
Nach ca. 6 DVDs und etwas Schlaf kamen wir vormittags am Londoner
Flughafen an und holten die Kollegen von Ancient und Illdisposed ab. Nach
kurzer Begrüssung gings dann nach Brighton und dort gabs auch gleich
die erste Überraschung: Eine Pussybar mit einer kleinen Bühne. Nunja,
Backline aufbauen, Soundcheck und um 19h betraten wir die Bühne.
Zumindest die andern, für mich war kein Platz mehr, haha. Wir zogen
unser Set souverän durch, ebenso Ancient, deren Black Metal zwar gut,
aber des öfteren etwas einseitig ist. Illdisposed hatten wohl etwas zu
viel getankt vor der Show und so trug es sich zu, das der gute Lasse
(g) ein paar Mal ungebremst samt Gitarre in die Backline fiel und
später der Bühne verwiesen wurden. Bo (v) hatte ähnliche Sorgen und es
sah richtig übel aus, als der mit der Fresse voran kurzfristig die
Bühne verlies, hehe. Nach der Show wurde sofort geputzt, alles Leute
rausgeschmissen und wir beim Einladen der Backline gestresst. Nach dem
Konzert sollte nämlich sofort eine Metaldisco stattfinden, die uns dann
auch als Aftershow Party diente.
(Domi)
Die erste Nacht im Bus verlief sehr ruhig, waren ja auch erst relativ
wenige Insassen anwesend (Final Breath + Bruchstein Crew). Am Londoner
Ryan Air Flughafen angekommen sollte sich die Situation aber schnell
ändern. Illdisposed und Ancient kamen wohlbehalten auf britischen Boden
und vervollständigten den Tourtross. Ab nach Brighton zur ersten Show…
Dort am Club angekommen wurde jede Hoffnung auf eine grandiose
Eröffnung im Ansatz vernichtet. The Engine Room war eine kleine
Bar, deren winzige Erhöhung in einer Ecke wohl kaum als Bühne gewertet
werden kann. Dahinter befand sich eine kleine, nochmals erhöhte Nische
vor einem Hinterzimmer. In akribischer Kleinarbeit quetschten wir also
das Drum Set dort rein. Glücklicherweise war ich zu der Zeit noch von
schlanker Figur und hatte nicht die zusätzlichen 5 Kilo die ich
zum Tourende zugelegt hatte ;-). Sonst wäre es kaum möglich gewesen
noch irgendwie hinter das Set zu kriechen. Im Nachhinein frage ich
mich, wie das Muskelbux von Illdisposed wohl geschafft hat… aber egal.
Neben der Backline hatten auf der „Bühne“ noch bestenfalls 2 Musiker
„Platz“, alle anderen Mussten sich den Boden mit den wenigen anwesenden
Fans teilen. Trotzdem spielten wir motiviert unsere erste Show und dies
wurde uns auch mit entsprechender Resonanz gedankt. Die Co-Headliner
Ancient hatten hingegen schon am ersten Abend einen schweren Stand beim
Publikum. Klassischer Black Metal der sich kaum aus der Masse
hervorheben kann mit einer etwas steifen Performance und einem
hervorragendem Drummer. Dieser geht aber mit samt seinen zahlreichen
technischen Spielereien im Gesamtsound völlig unter. Illdisposed waren
mir eigentlich als souveräner Liveact in Erinnerung. Nicht aber an
diesem Abend. Obwohl trinkfest hatten speziell Klampfer Lasse und
Subwoofer Bo etwas zu tief ins Glas geschaut. Während Lasse kaum noch
stehen konnte und bedrohlich um die Backline schwankte fiel Bo in fast
regelmäßigen Abständen kopfüber zusammen mit der Monitorbox von der
glücklicherweise sehr niedrigen „Bühne“. Für uns ein durchaus
erheiternder Anblick, jedoch weniger für die zahlenden Fans. Dies
zeichnete sich auch ganz deutlich in deren Reaktion und dem Merchandise
Absatz ab. Im Anschluss musste – wie in England wohl oft üblich – der
Club sehr schnell geräumt werden, um der folgenden Metal Disco
Platz zu machen. Schnell wuchteten wir Equipment und Backline in
den Bus, danach kümmerte ich mich liebevoll um meinen ersten britischen
Döner in einer nahegelegenen Kneipe. Den einen oder anderen
Schlummertrunk später trafen wir uns wieder alle im Bus um die Fahrt
zur nächsten Venue zu verschlafen.
(Heiko)
26.02. Nottingham (UK) – Rock City, ca 55 Besucher
Ich hasse Schnarcher, und ich hatte gleich 3 von ihnen um mich. Daher
war meine Nacht auch recht kurz, aber that´s the road. Das Rock City
stellte sich als geräumiger Laden mit 3 Etagen (klein, mittel, gross)
heraus. Und jetzt ratet wo wohl das Konzert stattfinden sollte, haha.
Nach dem Ausladen der Backline hatte ich die Ehre als erster die Dusche
zu testen. War eigentlich ok, jedoch is dieser kleine Elektrokasten IN
der Kabine, mit der sich Wasserstärke und Temperatur regeln liess doch
etwas seltsam. Unser Gig später war in Ordnung, jedoch konnte keine 3
Bands richtig etwas reissen. Naja, nach der Show war dann wieder Disco
angesagt und dann irgendwann pennen.
(Domi)
Das Rock City erwartete uns mit 3 Ebenen in verschiedenen Größen. Auch
wenn wir im kleinsten Raum unseren Krempel aufbauten, war dieser doch
mit einer ordentlichen Bühne und vernünftig Platz ausgestattet. Zudem
gab es mehrere Backstageräume mit Dusche und WC. Auch unsere Show
konnten wir wieder als Erfolg verzeichnen, während Ancient erneut mit den
bereits genannten Problemen kämpften. Illdisposed hingegen
hatten ihre Lektion gelernt und legten einen hervorragenden Gig hin.
Die wenigen Anwesenden feierten Dänemarks Vorzeige Bad Boys auch entsprechend ab. Wieder
folgte eine Metaldisco mit verschiedenen Schattierungen aus Rock und
Metal auf den 3 Ebenen – eine schöne Aftershow Party.
(Heiko)
27.02 London (UK) – The Garage, ca. 70 Besucher
Sonntag Nachmittag irgendwo in London, naja was soll man erwarten. Der
Laden war ok, ebenso Sound, Bühne etc. Alle Bands waren irgendwie in
Sonntagslaune (ihr wisst schon, Couch und TV und so) und so gibt’s hier
nichts grossartiges zu berichten. Vielleicht das in England die
McDonalds Restaurants eine andere Produktpalette als in Deutschland
anbieten.
(Domi)
In London erwartete uns die bisher größte Location. Große Bühne, fetter
Sound. Von Roadrunner Records wurden zwei Tussis zur Show beordert. War
aber wohl eher ein Pflichtbesuch, denn von intensivem oder wenigstesn mäßigem Wissen über ihre
Schützlinge und deren musikalisches Schaffen konnte nicht die Rede
sein. Keine Ahnung was die hier zu suchen hatten. Alle Bands spielten
eine solide Show und auch Ancient konnten hier den wohl besten Zuspruch
der gesamten Tour für sich verbuchen.
Insgesamt waren die Shows in England trotz Wochenendes nicht besonders
gut besucht, dafür aber in allen 3 Venues – von der „Bühne“ in
Brighton abgesehen – vorbildlich organisiert und mit amtlicher Technik
ausgestattet. Die warme Mahlzeit wurde uns bar ausgezahlt, vermutlich
wegen des "guten" Rufs der englischen Küche in der restlichen Welt ;-).
In den allseits bekannten Fastfood Ketten konnte jedenfalls auch hier kaum was
schief gehen…
(Heiko)
28.02. Travelling Day
Ein Reisetag, saufen, Rastättenfrass, Dusche, DVD, labern. Desweitern
stieg Mister Master Paul Speckmann als 2ter Merchandiser zu.
(Domi)
Während unserer etwas längeren Reise nach Österreich stieg der
eigentliche Merchandiser der Tour zu – kein Geringerer als Paul
Speckmann. Wegen der unglaublichen Masse an CD’s, Vinyl, Shirts,
Nieten, Feuerzeugen und was Ancient sonst noch so im Angebot hatten,
sollte aber auch Singh weiterhin deren Merch übernehmen, während sich
Paul um Illdisposed und uns kümmerte. Thanks Brother, you’re the man!
Ansonsten nutzen wir den freien Tag zum Ausspannen. Ergo: DVD, Musik
und jede Menge Gerstensaft – dann ab in die Koje.
(Heiko)
01.03. Wien (A) – Monastery, ca 130 Besucher
Nach ein paar Stunden Fahrt waren wir also in Wien und dort auch gleich
der erste grosse Schreck des Tages: Treppen, abwärts, und gleich im 60%
Winkel. Die Backline da rein wuchten war heute also richtig Arbeit.
Neben dem Event am Abend gab es auch die erste Begegnung im
Tischkicker-Worldcup zwischen Deutschland und Italien. Folgende
Aufstellung: Heiko + Domi vs. Danilo (b) + Diego (d). Die ersten paar
Spielminuten waren auch guter Zauberfussball, jedoch verliess uns
später das Glück und wir unterlagen recht deutlich. Rache, ja die ham
wir uns geschworn, mehr dazu später.
Unser Gig war heute recht gut, die Leute hatte ihren Spass. Ein paar
von ihnen kannten uns wohl noch von Planet Wien, in dem wir letztes
Jahr gespielt hatten. Bei Ancient wurde es etwas leerer, und bei
Illdisposed dafür umso voller. Alles in allem bis jetzt der beste Abend
der Tour.
(Domi)
Die Warnungen von Tourmanager Jörg bezüglich des Monastery ließen das
Wort „Untertreibung“ in ganz neuem Glanz erstrahlen. Das wurde klar als
wir erstmals die klippenartigen und schier endlosen Stufen in den
Club runtersteigen mussten. Trotz der widrigen Umstände kamen
Equipment, Backline und völlig erschöpfte Musiker heil unten an. Davon
abgesehen eine nette Location, welche mich stark an die Röhre in
Stuttgart erinnerte. Ein Kicker verkürzte die Zeit bis zum
Konzertbeginn. Deutschland (Domi & Heiko von FB) vs. Italien
(Danilo & Djego von A) stand auf dem Plan. Trotz anfänglicher
Vorteile mussten wir uns schweren Herzens am Ende geschlagen geben,
auch Tourmanager Jörg konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. Rache
war gewiss!
Auf der Bühne sah es allerdings ganz anders aus. Eröffnen durften die
lokal bekannten Seeds Of Sorrow und legten eine solide und kurzweilige
Death Metal Walze vor. Wir konnten bereits im Vorfeld einige bekannte
Gesichter verbuchen, die uns noch von unserem letzten Österreichbesuch
her kannten. Entsprechend euphorisch wurden wir empfangen, die bisher
beste Show für uns. Ancient hingegen mussten erneut mit schwindender
Besuchermenge kämpfen, bis schließlich Illdisposed wieder nahezu alle
Besucher vor der Bühne versammelten um einen würdigen Abschuss zu feiern.
(Heiko)
02.03. Graz (A) – Explosiv ca. 90 Besucher
Nach dem Ausladen der Backline gings erstmal in nen Musikladen um
Krempel zu kaufen, danach war bei mir und Dennis grosser Saitenwechsel
angesagt. Das beste Catering der bisherigen Tour gabs heute, Spaghetti,
aber richtig gute. Unser Gig war heute etwas wacklig, was wohl vor
allem daran lag, das wir uns die ersten paar Tage der Tour wohl ein
wenig überanstrengt hatten. Alles in allem war die Stimmung nicht ganz
so gut wie in Wien, aber ein paar Matten kreisten trotzdem.
(Domi)
Der heutige Tag verlief ähnlich, wenn auch nicht ganz so gut wie in
Wien. Leider wurde schon gleich am Anfang der vorhandene Kicker
abgedeckt und als Merchandise Tisch missbraucht. Unsere Rachegefühle
sollten also nicht befriedigt werden.
(Heiko)
03.03. Bamberg – Live Club, ca 180 Besucher
Endlich wieder Deutschland, und gleich fast daheim in Bamberg. Ein
kleiner Wermutstropfen war das wir mit dem Nightliner nicht vorm
Liveclub stehen konnten da Bamberg City eigentlich für Busse gesperrt
ist. Also mussten wir alles ausladen was wir benötigten. Heute gab es
auch 2 Supportbands, die da wären More Than Fear und Silent Overdrive,
letzter sind auch bei den nächsten Gigs als Support von der Partie.
Veranstalter Ingo hatte alles bestens im Griff, und so nach und nach
trudelten auch die ersten Bekannten ein. Unser Gig kam sehr gut an,
aber wir hatten ein paar technische Probleme in Form eine vibrierenden
Drumrisers, weswegen desöfteren der Beckenständen umfiel. Während
Ancient hatte ich mich festgequatsch, und Illdisposed lieferten mal
wieder das gewohnte Brett.
(Domi)
Auf die Show in Bamberg habe ich mich schon gefreut. Zum einen macht
der lokale Veranstalter Ingo immer einen mehr als guten Job was Werbung
und Catering betrifft, zudem konnten wir die Gelegenheit nutzen unsere
Partner und Freunde zu treffen. Ich für meinen Teil habe meine fest
verknotete Tüte mit gebrauchten Socken, außerdem weitere getragene
Stücke unter strengen
Sicherheitsmaßnahmen gegen frisch
duftende und fein säuberlich zusammengelegte Wäsche getauscht. Zwei
Support Bands sollten den Tourtross heute verstärken, wobei ich die
erste Band More Then Fear zugunsten eines Besuchs in einer nahe
gelegenen Pizzeria mit meiner Freundin verpasst habe. Silent Overdrive
spielten heute ihre erste von drei weiteren Shows im Vorprogramm
der Tour. Die Band war trotz etwas verhaltener
Reaktionen im Publikum bis in die Haarspitzen motiviert und lieferte
eine runde und professionelle Show – Metalcore mit sehr thrashigem
Einschlag. Unser Gig hingegen war von meiner Seite aus eine einzige
Panne. Das
Schlagzeug stand auf einem viel zu wackligen Podest. Demzufolge
„hüpfte“ ich beim spielen immer cm für cm weg vom Set (Anm. v. Domi:
Nein, völlig unmöglich!). Dazu kam
noch, dass ständig Beckenständer samt Becken umkippten, die Tom Mikros
fielen ständig runter... Alles Schrott! Ich war also ständig damit
beschäftigt meinen
Hocker wieder in Position zu bringen (Anm. v. Domi: Der sich auch nach
jedem Gig auf den Feierabend freute), Dinge zu verschrauben oder neu
aufzustellen… Schwamm drüber, der Heimvorteil sorgte wieder für
Ausgleich und so konnten wir auch diesen Abend als Erfolg für
uns verzeichnen. Von Ancient hab ich nicht viel mitbekommen.
Illdisposed zeigten sich ein weiteres mal als würdiger Headliner und
die Fans feierten die Band bis zur letzten Minute. Aber auch Thomas
hatte mit den Drums zu kämpfen, sogar sein Laptop (diente als In-Ear
Monitor und zum Abspielen der Samples) polterte samt Ständer vom
Drumriser. Glücklicherweise ging während des Abends nichts zu Bruch.
Wir warteten also alle zufrieden auf den Bus um einzuladen. Während
dessen konnte Aleister (A) sogar noch ein paar übrig gebliebene Stücke
Pizza am Stand vor der Tür abstauben. Well done!
(Heiko)
04.03. München – Titanic City, ca. 120 Besucher
Nach dem Heraustorkeln aus dem Bus machten sich Tourleiter Jörg und
Busfahrer Raik erst einmal fachmännisch ans Werk und zerlegten ein
Stück Bauzaun, damit wir mit dem Nightliner vor den Club parken
konnten. Das Titanic City entpuppte sich als kleiner, gemütlicher Club
mit kuscheliger Bühne, kulinarischem Luxus und freundlichem Personal.
Backline ausladen, Soundcheck machen, gammeln. Um 20:30 gings dann für
uns los und wir hatten die Leute recht schnell im Griff, die uns
hinterher gut abfeierten. Ebenso bei Ancient, deren Titeltrack des
neuen Albums „Night Visit“ sich langsam als Ohrwurm bei mir einschlich.
Bei Illdisposed kam dann was kommen musste, Hell on Earth. Die Meute
bangte, hüpfte, tobte und Illdisposed spielten 2 Zugaben. Zu guterletzt
wurde noch eine „Freundin“ von Ancient (nur wollte keiner der Herren
sich richtig mit ihr abgeben) von Jörg unter grossem Gelächter des
Busses verwiesen.
(Domi)
Zum Glück war Freitag. Sonst hätten wir die Baustelle direkt vor dem
Titanic City vermutlich nicht als Busstellplatz zweckentfremden können.
So parkten wir aber direkt vorm Eingang, nur eine hässliche Treppe
trennte uns noch vom eigentlichen Club. Also, Backline runtergeochst,
aufgebaut, Soundcheck und warten auf Doors open. Jörg, Eumel und meine
Wenigkeit verkürzten die Wartezeit, indem wir uns einen längst
überfälligen Besuch beim Asiaten gönnten, es machten sich bereits
Entzugserscheinungen bemerkbar – bei mir in Form einer angehenden
Grippe. Musikalisch zeichnete sich erneut das Bild der vergangenen Tage
ab. Silent Overdrive eröffneten wieder motiviert und liesen sich nicht
vom scheuen Publikum aus der Ruhe bringen. Dann die gewohnte
Reihenfolge. Eine Bekannte, Freundin oder was auch immer von Ancient
zwängte sich den ganzen Abend über in den sowieso schon zu kleinen
Backstageraum. Die Gelegenheit nutze Frontrecke Bo (I) um eine neue
Anmach-Technik zu probieren: Er erklärte der Dame in seinem charmanten
Deutsch wie schwul doch die Männer aus dem Norden seien, im speziellen
er. Stockschwul, ja nahezu unglaublich schwul. Seine Taktik war also
folgende: Frauen mögen schwule Männer, weil man sich mit denen gut
unterhalten kann. Frauenversteher eben. Nachdem er sie dann also quasi
um den Finger gewickelt hätte, hätte er sich als hetero geoutet und
wäre dann zu ggf. zum Zug gekommen. Aber oh Wunder – sein Plan ging
nicht auf. Trotzdem wollte die gute Frau mit im Bus bis Innsbruck
reisen, Busfahrer Rajk hätte ihr das zugesagt. Tourmanager Jörg brachte
jedoch seine enormen Massen in Wallung, änderte seine Gesichtsfarbe in
ein zornig-überlegenes Rot und zerstörte ihre Illusionen
glücklicherweise binnen weniger Sekunden.
(Heiko)
05.03. Bad Cannstadt – JH Anna, ca. 200 Besucher
Das Anna war ein riesen Jugendzentrum mit eine ganzen Etage als
Backstageraum, grosser Dusche und relatv grosser Bühne. Nur leider
wurde wohl am Essen gespart, es gab eine erbärmliche Tomatensosse mit
Kaugummispaghettis dazu. Nunja. Unser Gig wurde zum Saunagang, man
hätte eine Sau auf der Bühne braten können so heiss wars. Heute
war meine Freundin anwesend, freufreu. Ancient und Illdisposed souverän
wie immer.
(Domi)
Mein Besuch beim Asiaten kam offensichtlich zu spät, so konnte ich mich
heute über eine ausgewachsene Grippe samt Fieber freuen. Da JZ Anna
verfügte über einen großen Saal mit ordentlicher Bühne, nur die PA war
dem nicht gewachsen. So eröffneten Silent Overdrive ihre dritte Show
mit etwas dürftigem Sound. Als zweite Support Band spielten dann die
lokal ansässigen Psychotron eine gute Show, obwohl auch deren Drummer
unter Antibiotika Einfluss mit hoch roter Nase trommelte. Der Saal
füllte sich, die Luft wurde dicker, auf der Bühne war es höllisch heiß.
Wir spielten unseren Gig, der von mir alles abverlangte. Innere Hitze
(Fieber) vs. Sauna (on Stage). Alle weiteren Erinnerungen an den Abend
wurden von meiner Grippe und dem grottenschlechten Catering getrübt.
Gute Nacht.
(Heiko)
06.03. Pratteln (CH) – Z7, ca, 40 Besucher
Tjoa, Pratteln. Eine Halle mit einer Kapazität von fast 2000 Leuten,
riesen Backstage, Internet, Waschmaschine, Trockner, und ein Catering
wie auf einer Hochzeit. Ohne Worte, besser geht’s nicht. Was sich wohl
auch das kurzfristig eintretende Blitzeis dachte…
Unser Gig war trotzdem gut und wir konnten uns auf einer riesen Bühne
ordentlich austoben. Ancient und Illdisposed guckten ähnlich ins Leere
wie wir, hehe.
(Domi)
Wenn einem die gesamte Fahrt über eine Venue schmackhaft gemacht wurde,
dann das Z7 in Pratteln. Dort angekommen fanden wir auch eine riesige
Halle vor mit entsprechend großer Bühne, eigenem Licht- und
Stagemischer usw. Backstage gab es von der Dusche bis hin zum Internet
PC auch alles, sogar Waschmaschine und Trockner. Das Catering
hervorragend, so war eine erneute Gewichtszunahme unumgänglich. Mein
Gesundheitszustand hatte sich erheblich gebessert, dafür aber der
Wetterzustand umso weniger. Glatteis, Schneeregen…. und in einer
Halle in der sich auch 200 Leute noch verlaufen würden tummelten sich
vielleicht 40 hartgesottene Fans. Diese konnten jedoch die Shows im
perfekten Licht- und Soundgewand zu Gemüte führen.
(Heiko)
07.03. Innsbruck (A) – Hafen, ca. 80 Besucher
Als ich aus dem Bus gekrochen bin erstmal der Hammer: wir sind an den
Alpen, cool. Hammer nummero 2: Jemand war wieder da (oben erwähnte
Dame). Hm, nunja, der Laden war sehr gut und das Catering auch ok,
Pepperonipizza, yeah. Folgende lustige Sache hat sich ereignet:
Thomas (d) von Illdisposed zog einen Schleimbatzen aus dem Hals und
brachte unsern Klampfer Jörg dazu, schöne Bröckchen zu lachen, und das
4 mal, hahaha. Gig war ok, eine Fotografin war wohl sehr von Eumel und
mir angetan, den auf ihrer Website gibt’s auch fast nur Bilder von uns.
Beim Backline einladen war auf einmal Thomas Beckencase verschwunden.
Also suchten wir und suchten, bis vom Parkplatz auf einmal Geschrei
ertönte und Thomas losrannte. Zwei Besoffene wollten wohl die Becken
klauen. Nachdem wir sie schnell aus ihren Verstecken holten und zu Rede
stellen (Becken ? Hö ? Ne ich versteck mich nicht, ich schlafe immer
hier unter der Brücke) beruhigte sich die Sache wieder und die Herren
kam mit einem blauen Auge davon. Später war dann noch Aftershowparty in
einem kleinen Metalschuppen, bei dem es zum Rückspiel Italien vs.
Germany kam. Nachdem wir die ersten Spiele sogar gewinnen konnten sah
es aber später dann doch wieder recht schlecht aus, verdammt. Jörg ist
entäuscht von uns.
(Domi)
Hier fühlte man sich wie in einem Urlaubsort. Um uns herum Berge mit
Schneebedeckten Gipfeln. Ich wollte gerade zum Trailer um meine Ski
auszupacken, fand aber dann doch nur einen grimmigen (hehehe ;-))
Tourmanager vor samt tonnenschwerer Backline. Also, Sachen
reingeschleppt und aufgebaut. Der Hafen verfügte über 2 Säle
unterschiedlicher Größe mit jeweils einer Bühne. Wir machten es uns
natürlich im kleineren Teil gemütlich. Die Stimmung im Publikum hielt
sich während aller Shows in Grenzen. Während wir später unser Equipment
wieder in den Bus brachten und ich gerade beim Merchandise verpacken
behilflich war, kamen 2 volltrunkene Fans angetorkelt, die eine der
prall gefüllten Kartons raustragen wollten. Ich lehnte dankend ab,
schließlich wollten wir das Merch verkaufen und nicht verschenken. Kurz
darauf brachte ich die Ware selbst raus. Hier war die gesamte
Mannschaft in Bewegung, offensichtlich klaute jemand die Becken von
Illdisposed Drummer Thomas. Ein paar Gestalten wurden etwas
entfernt an der Straße gesichtet, die Dänen folgten und wenig später
konnte zuerst der Koffer mit den Becken sicher gestellt werden, dann
auch die beiden Täter. Es handelte sich um die beiden Vögel, die auch schon das
Merch davon tragen wollten. Sie hatten mächtig die Hosen voll,
stritten alles ab und werden sich künftig sicher zwei mal überlegen
eine solche Aktion durchzuführen.
Später feierten wir noch bis tief in
die Nacht in einer nahe gelegenen Metal Kneipe. Über das Kicker
Rückspiel Deutschland vs. Italien möchte ich an dieser Stelle besser
den Mantel des Schweigens decken… wir, also erneut Domi und meine
Wenigkeit mussten so ziemlich jede Erniedrigung über uns ergehen
lassen. Keine Details.
(Heiko)
08.03. Münster-Breitefeld – Live Arena ca. 120 Besucher
Irgendwie waren es gestern doch ein paar Drinks zuviel was mich dazu
nötigte, den Tag laaangsam zu beginnen. Bisschen was essen, trinken und
die Aufweckdusche, dann gings aber wieder. Im Backstageraum fanden wir
dann einen Kicker, HAR. Aber das wir später doch Billiard spielten
stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus. Heute waren wieder
Silent Overdrive mit am Start und die Herren von Abandoned. Desweiteren
gab der Bassamp von Bruchstein durch fehlendes technischer Verständnis
gewisser Leute seinen Geist auf und wir spielten über meinen Preamp und
die Endstufe von Jonas. Unser Gig kam recht gut an, ebenso Illdisposed
und Ancient und wir machten ein zufriedenes Gesicht. Am Abend gab es
dann das grosse Billiardmatch nach Ami Regeln. (Aufstellung Heiko +
Domi vs. Danilo + Diego). Wir gewannen ohne Probleme, Jörg ist wieder
etwas besänftigt. Dennis machte sich dann noch beim Veranstalter
beliebt (also am geilsten wars bis jetzt in München) und dann gings
auch schon Richtung Belgien.
(Domi)
Die Live Arena in Münster ist uns allen wohl bekannt, liegt diese Venue
doch auch relativ nahe der eigenen Heimat und bietet regelmäßig Metal
Konzerte aller Schattierungen. Die Dame des Hauses lies uns lachend
wissen, daß beim der letzten Show mit Illdisposed hier im Haus die
lokalen Supportbands schon im Vorfeld erzitterten. Grund dafür waren
die hartnäckigen Gerüchte, die Dänen würden ihre Vorgruppen nach Strich
und Faden vermöbeln! Köstlich! Statt wilder Schlägereien im Backstage
Bereich gab es jedoch eher die üblichen musikalischen Fäuste fürs
Publikum durch aufspielenden Gruppen. Als Verstärkung agierten zum
letzten Mal für diese Tour Silent Overdrive und die lokal durchaus
bekannten Thrasher von Abandoned. Unsere kriegerischen Gedanken gegen
die Italiener verlagerten wir nach der Show auf den Billardtisch und
konnten prompt auf ganzer Linie überzeugen. Sieg! Rache kann so schön
sein!
(Heiko)
09.03. St-Niklass (B) – The Starz, ca. 60 Besucher
Heute wurde ich von einer lieblichen Stimmte sanft (Anm. v. Heiko: Was
soll ich sagen – ich hab mich selbst übertroffen ;-))aufgeweckt, die
mich zärtlich darauf hingewiesen hat das die Backline doch auszuladen
sei. Das Starz war ein kleiner kuschliger Laden mit einer etwas
seltsamen Bühne, da ein Flügel etwas abgewinkelt war. Den Lacher des
Tages hatte Heiko, der sich an einer Stange versuchte, an der
normalerweise leichtbekleidete Damen tanzen. Dann gings erstmal in die
Wohnung der Bardame, die direkt über dem Club lag um dort sämtlichen
Internetkrempel zu erledigen. Besagte Dame hatte einen Perserkater, der
mich fast bis Showbeginn beschäftigte, hehe.
Unser Gig war etwas seltsam, da kaum eine Reaktion des Publikums kam.
Wir machten also das Beste draus und prügelten uns durch unser
40minütiges Set. Ancient kam heute recht gut beim Publikum an und
dementsprechend wurde sie auch gewürdigt, wenn man es so nenne kann. Illdisposed hab ich heute nicht gesehn, da
Heiko und ich bei leckeren McDonald´s Burger im Bus Star Trek Classic
geguckt haben.
Später im Bus gabs dann noch ein paar Speckmann Spezial (hausgebrannter Slivovitz) und dann hab ich mich abgelegt.
(Domi)
Dieser Tag sollte aus dem Tourtagebuch gestrichen werden. Der Laden sah
aus wie ein Striplokal, die „PA“ zeigte schon nach den ersten paar
Tönen vom Soundcheck ihre hässliches Fratze und das Essen war
widerlich. Entsprechend dazu gab es dann noch ein überaus unmotiviertes Publikum als Nachschlag und begleitete die Bands des
heutigen Abends (einen lokalen Gast gab es auch nicht) bis zum bitteren Ende. Auf nach
Holland…
(Heiko)
10.03. Hengelo (NL) – Metropol, ca. 120 Besucher
Die Stimme war wieder da – seltsam. Der Laden war recht geräumig, also
wuchteten wir die Backline rein und machten Soundcheck. Das Catering
war heute echt das Allerletzte. Chinesisch – Pfui Spinne! Einmal beim
Essen aussetzen schadet meine Plautze nicht dachte ich, also drückte
ich mich ein bisschen heraum während die andere sich vergifteten. Zum
Gig gibt’s soviel zu sagen das unsere neue „Choreografie“ recht gut
funktionierte und die Leute auch recht dankbar unser Set aufnahmen.
Während Ancient habe ich in einer riesen Dusche ausgiebig geduscht und
war dann erst wieder zu Illdisposed da. Die kamen auch heute
richtig gut an und dementsprechend gut verkaufte sich auch ihr
Merchandise. Die Abfahrt war heute recht spät, also was tun ? Na klar,
Star Trek war angesagt. Zwischendurch wurde ich noch etwas unsanft des
Clubs verwiesen da die Belgeschaft wohl schon geputzt hatte als ich
zum Pinkeln reingeschlendert bin.
(Domi)
Der krasse Gegensatz zum Vorabend, zumindest was Location, Bühne, PA
und Catering angeht. Ein geräumiger Saal in metallischem siffig-schwarz
gehalten, eine fette Anlage, eine große Bühne und fürstliches Catering
- freudigerweise vom Chinesen. Zu allem Überfluss gab es auch noch
Duschen
und einen Internetzugang… ja, so lässt man sich das Tourleben gefallen.
Dieser Laden hat schon viele Metalkonzerte erlebt, das merkte man
allerdings auch
am etwas übersättigten Publikum. Zwar wurde unsere Show ganz gut
angenommen, auch Illdisposed waren in Höchstform. So richtig der Funke
wollte aber nur schwer überspringen. (Heiko)
11.03. Rotterdam (NL) – Baroeg, ca. 70 Besucher
Vorm Club angekommen mussten wir uns erstmal durch Wind und Wetter und
Äste schneidende Stadtarbeiter quälen. Der Laden war etwas versifft
heute, dafür war das Catering heute sehr gut. Man kann halt nicht alles
haben, hehe. Zur allgemeinen Belustigung trugen Lasse und ich heute
beide das legendäre Polk High 33 Shirt von Star Runningback Al Bundy,
mit dem er 4 Touchdowns in einem Spiel schaffte. Unser Gig war etwas
wackelig heute, Jörg riss ne Saite, der Monitorsound war nicht das
Gelbe vom Ei etc. Bei Ancient war ich heute als Fotograf tätig und
schaffte auch ein paar Schnappschüsse, allerdings nicht ohne 3mal an
der selben Stelle mit der Birne hängen zu bleiben. Bei Illdisposed war
auch nicht mehr los, die Leute waren alle etwas verhalten. Nach der
Show gabs noch Kicker Heiko vs. Domi, wo ich leider den Kürzeren zog.
Danach noch ein Match gegen Dänemark (Jonas + Thomas), welches aber
keine grosse Herausforderung für uns war, hehe.
(Domi)
Auch heute galt es wieder einen gut eingesessenen Metal Club zu
beackern. Die Rahmenbedingungen waren vorbildlich, nur war das Publikum
kaum aus der Reserve zu locken. Domi und ich lockten dafür später Jonas
und Thomas (I) aus eben dieser und zockten die dänischen Gegner am
Kickertisch in Grund und Boden.
(Heiko)
12.03. Paris (F) – La Locomotiv, ca. 120 Besucher
In Paris angekommen stellten wir fest das sich das La Loco gleich neben
dem legendären Moulin Rouge befand, mitten im Rotlichtbezirk. Das
sorgte dafür, dass bei einigen Leuten der Puls etwas höher zu schlagen
schien als sonst. Beim Backline ausladen sorgten mal wieder steile
Treppen dafür, das uns nicht langweilig wurde. Unser Gig war heute sehr
gut. Die Leute kannten die Songs und die Texte und gingen richtig gut
ab, es lagen Flyer mit Werbung für unsere neue CD „Let Me Be Your Tank“
herum etc. Der 9te Platz in der französischen Rock Hard war wohl nicht
ganz unschuldig daran. Nach dem Gig gaben wir zig Autogramme und
machten Fotos mit Fans. Hammer, damit hatten wir nun wirklich nicht
gerechnet. Auch Ancient und Illdisposed rockten heute ordentlich das
Haus. Hab ich schon erwähnt das ich Franzosen sehr gut leiden kann ?
Das Einladen der Backline war heute eine Tortur, da gleich nach unser
Gig die Shows des Moulin Rouge begannen und vor dem Club die Hölle los
war, alles voll Leute und Reisebussen. Noch ein kurzer Aufenthalt beim
Quick Burger, und dann gings weiter zum nächsten Gig.
(Domi)
Heute war der erste Tag, an dem ich etwas Zeit hatte Sightseeing zu
betreiben. Wenn ich schon mal in Paris war wollte ich auch mal den
Eifelturm aus nächster Nähe betrachten. Gesagt, getan – nur wenig später saß
ich zusammen mit unserem Neuzugang Dennis in der U-Bahn. Am Ziel
angekommen hinderte mich eine riesige Touristenmasse daran weiter bis zur
Turmspitze zu kommen. Wir fuhren also unverrichteter Dinge zurück zum
La Loco, welches sich übrigens direkt neben einer weiteren
Sehenswürdigkeit befand, dem Moulin Rouge.
Erneut grinste uns heimtückisch eine steile Treppe ins untere Stockwerk
entgegen, aber wir waren inzwischen hart im Nehmen. So stand das
Equipment nur wenige Liter Schweiß später auf einer ungewöhnlichen
Bühne. Schon der Einlass brachte erstaunlich motivierte Fans mit, die
wohl keiner von uns in der Form erwartet hätte. Wir wurden wie
waschechte Rock
Stars behandelt, signierten mitgebrachte (!) CD’s, machten Photos mit
Fans, gaben diverse Interviews… entsprechend verlief natürlich auch
unsere Show.
Die ersten 2-3 Reihen waren textsicher und euphorisch dabei. Wir
ernteten viel Beifall obwohl nach nunmehr 11 Shows ohne Pause doch
leichte Ermüdungserscheinungen auftraten. Ancient habe ich an diesem
Abend nicht gesehen. Ich
war mit Interviews beschäftigt. Später wollte ich duschen, wurde
aber schon gewarnt, daß die Duschen kaum noch warmes Wasser hergeben.
Diese vage Aussage stellte sich jedoch als gnadenlose Untertreibung
heraus. Es war sorgenerregend kalt. Würden bald Eiswürfel auf mich
herniederprasseln? Als mir zu Ohren kam, daß kurz zuvor
Tourmanager Jörg duschte war die Sache klar: Bis dieser Körper
vollkommen mit
Wasser benetzt war (klar Jörg, alles Muskeln… ;-)) wurden sämtliche
Boiler geplündert, und ich hatte das Nachsehen. Jörg behauptet
natürlich
auch weiterhin steif und fest, es wäre bereits bei ihm kalt gewesen…
Wie auch immer, als ich später wieder in den Konzertsaal zitterte, waren
Illdisposed bereits am Ende des Sets angekommen, spielten brav 2
Zugaben und wurden dafür von den Fans mächtig bejubelt. Dieser Tag wird
uns vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben!
(Heiko)
13.03. Luynes (F) – La Korigan, ca. 30 Besucher
Der Gig heute abend lief unter dem Motto „The Bleeding Festival“ und
laut Flyer mit 2 Vorbands, von denen aber nur eine spielte. Jörg und Bo
hatte die Grippe erwischt, scheisse. Wir luden die Backline ein und
setzen und dann bei schönen 23° Celsius auf der Strasse und schauten
der blonden Nachbarin bei ihren Aerobic Übungen zu. Das Catering war
heute nicht der Rede wert, aber viel Bier gabs. Um 20.00 spielte dann
die erste Band. Purer Hardcore mit zwei Sängern, eigentlich richtig
gut. Das Problem war nur das das kaum vorhandene Publikum wohl
ebenfalls aus der Hardcore Ecke kam. Wir erwarteten nichts und spielten
unser Set durch wie im Proberaum, verkauften aber dennoch 3 Cds.
Ancient kamen heute ohne Facepaint und spielten ein etwas „anderes“ Set
mit Songs wie „Didgeriedidgeriedoo – your wife has sucked my cock“ und
ähnlichen Krachern. Und dann kamen Illdisposed. Zumindest 4 von 5, denn
Bo war so gesehen im Arsch. Also schnappte man sich zu unserer
allgemeinen Belustigung Mr. Master Paul Speckmann, der die ersten 3
Songs „gesungen“ hat und Mr. Eumel Aumann die letzen 3. Sehr geil,
schade das es keine Videos davon gibt. Ich kann Franzosen doch nicht so richtig leiden...
(Domi)
Hatten sich die Franzosen durch den gestrigen Tag doch tatsächlich
einen guten Ruf bei uns erarbeitet, so wurde dieser heute jäh in tausend
Stücke zerbrochen. Die Venue lag irgendwo im Süden Frankreichs, mitten
im Nirgendwo. Nicht einmal an der noch verschlossenen Eingangstür war
ein Plakat von der Tour zu entdecken. Mit 2 oder 3 Stunden Verspätung kam
dann endlich der lokale Promoter und wie durch Zauberhand hing später auch ein
Plakat am Club. Der Laden an sich war eigentlich ganz OK,
aber vom fehlenden Toilettenpapier bis hin zum fürchterlichen Catering
passte alles perfekt zum ersten Eindruck.
Der heutige Abend lief unter dem Motto „The Bleeding Festival“, wobei 2
lokale Vorbands den Ausdruck „Festival“ rechtfertigen sollten.
Schnell dezimierten die Fakten auf nur einen Support. Dieser
stellte sich als punktig angehauchter – in meinen Ohren langweiliger
Hardcore meets Nu-Metal im Soundcheck vor.
Doors Open. Es trafen ein paar wenige Freunde und bekannte der Support
Band ein, natürlich entsprechend mit breiten Hosen, die weit unter der
hüfte wahrscheinlich gerade noch so von der mit Socken ausgestopften
Beule in den Shorts aufgefangen wurde. Das „Hey, Yo, Motherfucker“
stand fast jedem Einzelnen mitten ins Gesicht geschrieben. Darunter befanden sich
vielleicht maximal 4 oder 5 Metalheads. Auf eine perfekte Show legte
heute keine der Bands wert. Wir zockten unser Set runter, Ancient
verzichteten heute aufs Corpsepaint und Sänger Magnus konnte sich
sogar mal zu 2-3 netten Scherzen durchringen, welche er vorsichtig-böse in Mikro hauchte. Illdisposed Subwoofer Bo
hingegen traute sich heute überhaupt nicht aus dem Bus. Das war auch
gut so, hatte er doch schon seit 2 Tagen mit Fieber zu kämpfen. Sich
heute aus dem Bus zu quälen hätte bei den Rahmenbedingungen wohl
kaum gelohnt. Um wenigstens dem Rest der Mannschaft einen vergnüglichen
Abend zu bereiten, spielten Illdisposed trotzdem 6 Songs, wobei Mr.
Paul „the man“ Speckman die ersten 3 interpretierte ohne dabei wirklich
zu wissen was er da tut. Für die verbliebenen 3 Tracks holte man unseren
Schreihals Eumel auf die Bühne, der auch ohne die Texte zu
kennen einen mehr als passablen Job machte. Bei flüchtigem Hinhören war der Unterschied zum Original fast nicht zu erkennen.
Schnell rafften wir alle unser Hab und Gut zusammen um diesen Ort des
Verderbens dann schnellstmöglich zu verlassen.
(Heiko)
14.03. Komo (I) – Day Off
Uff, nach 13 Gigs endlich ein Day Off. Ein Teil des Tourtrosses war in
einem Thermalbad, zwei waren in ner Kneipe, Jörg und Bo in einem Motel
untergebracht, Rest im Bus und Ancient daheim. Ich habe gepennt wie ein
Weltmeister, danach gings erstmal an nen Rasthof zum Duschen und danach
ein Festmahl bei McDonalds. Danach lümmelten wir uns in den Bus um
Captain James T. Kirk bei seinen Abenteuern zu unterstützen.
(Domi)
Endlich ein verdienter Day Off. Wir standen mit dem Bus auf einem
Parkplatz in Korno in Südtirol, nahe der schweizer Grenze. Unser Jörg
war schon seit gestern von Bo angesteckt worden, also verkrümelten sich
die beiden in ein nahe gelegenes Motel um sich nach einem Arztbesuch
ordentlich auszukurieren. Ein anderer Teil zog aus in ein nahe
gelegenes und sündhaft teures Schwimmbad. Der Rest begnügte sich mit
einer günstigen Dusche am Truckerparkplatz 100 Meter weiter. Essen,
DVD, essen, DVD, essen, schafen…
(Heiko)
15.03. Komo (I) – Day Off
Ein Day Off is was feines, ein Zweiter schon etwas nervig. Aber
glücklicherweise wohnt Danilo ganz in der Nähe und so fuhren wir nach
Komo und gingen auf Sightseeing Tour. Eine schöne Stadt, nur
leider touristenbedingt etwas teuer. Mit vollen Mägen und bepackt mit
Essen kamen wieder zurück in den Bus und traten den Romulanern in den
Hintern, die den Vertrag über die neutrale Zone verletzten und einen
unserer Aussenposten zerstörten.
(Domi)
…essen, DVD, essen, DVD, essen, Internet Cafe, essen, DVD, schlafen…
(Heiko)
16.03. Brescia (Ita) @ La Sfinge – ca. 40 Besucher
Sehr gut, jetzt hat mich doch ein Schnupfen erwischt. Raus aus dem Bus,
und erstmal den Rachen entleert. Augenzeugenberichten zufolge soll es
sich ja doch nur um einen grünen, ausgelutschten Kaugummi gehandelt
haben, egal. Da die Zufahrtsstrasse zum Club doch recht klein war, war
schleppen angesagt. Der Club war klein aber sehr fein, nur etwas gab es
zu Bemängeln. In Italien sitzt wohl nur der König auf dem Thron, den
als ich meine Notdurft verrichten wollte gab es zu meinem Entsetzen
kein Klo sondern nur eine Art Loch im Boden. Nunja, ab aufs Behinderten
WC und gut.
Viel war nicht los und langsam sitzt uns die Tour doch in den Knochen.
Etwas wacklig war der Gig dann doch, aber Schwamm drüber. Ancient hatte
heute Heimvorteil – dachten wir. Aber ausser der Sprache hatten sie
wohl nicht so viel mit den Leuten gemeinsam. Blöd war ausserdem noch,
das in Italien das Rauchen in öffentlichen Gebäuden mittlerweile
gesetzlich verboten ist und man zum Rauchen immer vor die Tür musste.
(Domi)
The hometown of Ancient from the land of the damned. Zumindest wohnte
ein Teil der Musiker hier. Heimvorteil war aber Fehlanzeige, so kamen
nur ein paar wenig Leute und keiner Band gelang es wirklich für
Stimmung zu sorgen. Nicht ganz so schlimm wie Luynes, aber auch nicht
weiter der Rede wert.
(Heiko)
17.03. Travelling Day
Auf dem Weg nach Greifswald machte unser Fahrer seine 9 Stunden Pause
genau in Deutschlands besten Rasthof Berg in Franken, an dem es
zusätzlich noch ein Pornokino und ne Spielhalle gibt.
Gutgelaunt ging ich erst duschen, dann Wäsche waschen und dann ins
Restaurant, wo auch schon andere Fresser des Tourtrosses hockten. So
ein Jägerschnitzel zum Frühstück ist schon ne feine Sache. Später
schauten wir uns dann noch den Erotikshop an, in dem es auch einen
Billiardtisch gab, den wir gleich in Beschlag nahmen. Später kam Heiko
und mir dann noch ein kleines Schnitzelchen in die Quere, danach gabs
wieder gemischtes Doppel im Billiard zwischen Heiko+ Alleister (A) und
mir und Diego (A) und mir. Beide Teams gewannen je einmal, man könnte
also sagen Deutschland hatte die Nase vorn, hehe.
(Domi)
Diesmal folgte bereits nach einer Show ein Reisetag. Am so genannten
Porno-Rasthof in Franken machten wir eine längere Pause. Dort gab es
neben einer Spielhölle und einem vorzüglichen Restaurant (sehr sauber,
günstige Duschen, usw.) auch einen Erotik Shop samt Porno Kino und
diversen Kabinen. Naja, wer’s braucht….
Fast jeder verdrückte im Restaurant ein ordentliches Menü nach Wahl,
dann beschäftigte man sich nach Belieben. Tourmanager Jörg war im Lokal
irgendwie verwachsen und eine frisch gezapfte Halbe nach der anderen
fand den Weg seine Kehle runter.
Nachdem er nachmittags bereits zu
seinem enormen Schnitzel auch sämtliche Reste von uns vernichtet hatte,
erwischten wir ihn spät abends auch noch, als er zu seiner xten Halben
einen ordentlichen Brotzeitteller verdrückte. Domi und ich wollten
eigentlich nur noch was trinken.
Als wenig später Jörg bei uns am Tisch stand und wir ihn noch kurz
zuvor wegen
seiner Essgewohnheiten auslachten, konnten wir ihm fast glaubhaft
versichern, nur wegen einem Absacker hier zu sitzen – als doch just in
diesem Moment eine
vom Gewicht zweier riesiger Brotzeitteller fast am Boden kriechende
Kellnerin die beiden
Teller bei uns auf den Tisch wuchtete. Verdammt! Das Gelächter war groß
und wir mussten wieder ein Stück unserer Glaubwürdigkeit einbüßen.
(Heiko)
18.03. Greifswald – Mensa, ca. 280 Besucher
Ein grosser Club bzw. Raum mitten in der Uni von Greifswald. Sehr geil.
Grosse Bühne, guter Sound, riesen Backstageraum und Catering in einer
Wirtschaft. War zwar nicht wirklich viel, dafür sehr lecker.
Nach dem Essen hing ich im Backstageraum herum, da ich
krankheitsbedingt etwas langsamer machen wollte. Heute gab es wieder
eine Vorband, und an dem Instrument des Basser, ein Explorer Bass, habe
ich mich dann auch ergötzt bevor wir auf die Bühne gingen. Unser Gig
war heute bis auf ein Tempoproblem ok, jedoch machte sich die Erkältung
bei mir bemerkbar was dazu führte, das ich kaum am Stageacting
teilnehmen konnte. Danach hab ich erstmal eine Runde gepennt und dann
geduscht und war dann wieder einigermassen auf dem Dampfer. Lasse hat
heute ordentlich vor den Merchstand gekotzt und Eumel gleich hinterher.
Im Keller der Mensa gabs noch ne Gothic Aftershowparty, bei der aber
nicht wirklich viel los war. Noch 2 Episödchen Star Trek und dann gings
in die Heia.
(Domi)
Als wir in Greifswald ankamen wachte ich gerade auf und stand erst mal alleine da. Ein
Teil war bereits im Club, der Rest schlief noch tief und fest.
Ich folgte also dem Stromkabel für den Nightliner und bahnte mir den
Weg durch einen Keller bis ich mich verwundert in einer großen, lebendigen Uni
befand. Okay, der Name lies so etwas vielleicht schon vermuten, jedoch
hätte ich nicht mit einem Saal in einer noch funktionierenden Schule
gerechnet. Der Konzertraum selbst war nicht gerade klein, fast noch
größer war der Backstagebereich. Dazu eine vernünftige Bühne samt
passendem PA- und Monitorsystem. Was will man mehr? Genau! Publikum.
Und das kam dann auch nach Einlass zur Genüge, heute war wohl der am
besten besuchte Tag der gesamten Tour. Ein Vorband, an deren Namen ich
mich leider nicht mehr erinnern kann, begann pünktlich. Solider
Death Metal. Wie üblich eröffneten wir danach wieder das eigentliche
Tourpacket und konnten uns auch keinesfalls über mangelnden Zuspruch
beklagen. Anders als sonst jedoch räumten nach uns Illdisposed
ordentlich auf. Die Dänen hatten für den kommenden Tag eine lange Reise
nach Hamburg zu den Sure Shot Wochen vor sich und wollten deshalb nicht
so spät in die Pötte kommen. Ancient hatten es heute dementsprechend
als Quasi-Headliner besonders schwer das sich schnell dezimierende
Publikum bei der Stange zu halten. Tapfer zocken sie aber ihr übliches
Set, während draußen am Merchandise Stand noch der Bär tobte.
Illdisposed übten sich in Alkoholkonsum und plauderten mit den Fans,
während Lasse dicht gefolgt von Eumel mal ordentlich in die Uni lachte.
Das nennt man dann wohl „ausruhen“ für die lange Reise auf Dänisch…
(Heiko)
19.03. Berlin – K17, ca. 60 Besucher
Als ich heute aus dem Bett kam, war ich erstmal verwirrt. Lauter fremde
Leute im Bus. Es waren die Jungs von Forsaken, die heute als Support an
Bord waren, da Illdisposed heute in Hamburg spielten.
Das K17 ist vor 2 Jahren umgezogen, und so erwartete uns eine riesen
Bühne. Heute kamen auch noch zwei Leute vorbei die ich vom Chatten her
kannte und Jörg, unser Tourmanager, verabschiedete sich. Los gings dann
mit Pandemonium aus Schweden, deren Mix aus End Of Green und
Equilibrium nicht wirklich gut beim Publikum ankam. The Forsaken
prügelten sich recht lässig durch ihr Viking Metal mässiges Set und
hatten noch „Blackend“ als Cover mit im Gepäck, das wohl nicht alle aus
dem Publikum erkannten, hehe. Deren Sänger erinnerte ein bisschen an
Amon Amarth, ich frage mich was die in Schweden fressen das sie so
gross werden (Anm. v. Heiko: Asiatisch natürlich! ;-)). Abfahrt war
heute ziemlich früh, was uns aber nicht daran hinderte noch auf eine
Rock Hard Party im Haus nebenan zu gehen. Später waren wir dann noch im
Mäc, wo Magnus (A) ein paar Probleme mit der Kompetenz der Verkäuferin
hatten.
(Domi)
Den einzige Tag ohne Illdisposed wurde duch zwei schwedische Bands
verstärkt, namentlich The Forsaken und Pandemonium aus dem Land der
Elche. Unser walischer Bruder, also Tourmanager Jörg gab bereits heute
seinen Abschied um für die letzten 2 Dates das Feld für Singh zu
räumen. Es war ein herzergreifender Abschied….
Das (inzwischen nicht mehr so) neue K17 ist ein absolut genialer Club. Einzig die warme Mahlzeit konnte mich nicht begeistern.
Wir machten uns im großen Saal breit und warteten gespannt auf den
Einlass. Doch leider fanden nur wenig Leute den Weg ins K17. Die heutige
Running Order sah Pandemonium als Opener vor. Sehr nette Band, aber der
Sound war so was von grässlich, daß ich wirklich nichts über die
Qualität der Stücke sagen kann. Es war ein einziger Soundbrei vor
vielleicht max. 15 Leuten im hinteren Teil der Halle verteilt. The
Forsaken änderten das Bild dann positiv. Es fanden sich ein paar
mehr Besucher ein und verteilten sich im gesamten Raum.
Musikalisch erinnerten die Schweden an eine etwas thrashigere,
schnellere Version von Amon Amarth. Mir hats gut gefallen. Zeit für
unser Death-Thrash-Chaos und wir konnten tatsächlich auch ein paar
Leute zum moshen mobilisieren. Ancient hatten heute erneut die
undankbare Aufgabe den Abend zu beschließen.
(Heiko)
20.03. Herning (DK) – Impiriet, ca. 90 Besucher
Wie uns mitgeteilt wurde, war das Impiriet ein ziemlich neuer Laden,
der aber schon gut „eingelaufen“ aussah. Wir luden die Backline ein und
hatten heute den kürzesten Weg, da sich die Tür nach draussen gleich
neben der Bühne befand. Danach legte ich mich noch ein paar Stunden ab,
da ich ziemlich im Arsch war. Anschliessend gabs Essen und ein paar
Folgen Star Trek, und dann gings auf die Bühne. Unser Gig war cool,
Eumel halbnackt, Ancient hüften auf der Bühne rum, ich im Publikum
unterwegs und Illdisposed mit Final Breath Shirts. Danach ging ich
duschen um rechtzeitigt bei Ancient zu meinen Gastauftritt bei
Night Visit wieder auf der Bühne zu sein. So richtig Lust zu
spielen hatte wohl keiner mehr, und so war es mehr eine Prunksitzung
als ein Metalkonzert. Bei Illdisposed liefs ähnlich, und Bo teilte
unabsichtlich noch einen Kinnhackem aus Diego aus. Dann folgte die
grosse Verabschiedung, die sich durch die ganze Nacht ziehen sollte.
Jonas, Jacob und Thomas von Illdisposed schon im Club. Dann gings in
den Bus und Party On zu unserem „Eyes Of Horror“ und „Let Me Be Your
Tank“. Später stiegen dann Bo und Lasse an ihrem Proberaum aus, früh am
Morgen dann Ancient und mittags Paul Speckmann. Wir fuhren dann noch
bis Düdestett im Bus und fuhren von dort aus nach Hause.
Fazit: Ein voller Erfolg, wobei die Merchverkäufe etwas gering waren.
Aber die 3 Wochen zeigten uns, das wir auf dem richtigem Weg sind und
durchaus mit internationalen Acts mithalten können. (wie auch immer :-))
Gewähse, Uuuaoaoaoaoaaa, LET´S DO IT, I´m Rick James, Bitch ! SLAPPED !!, no Pizza, no Pasta
(Domi)
Tourabschluss im Hoheitsgebiet von Illdisposed. Ich hätte ehrlich
gesagt mir mehr Leuten gerechnet, zumal uns zu Ohren kam, die Show sei
bereits im Vorfeld mit 160 Nasen ausverkauft. Etwas mehr als die Hälfte
war aber besser als nix, und so starteten wir recht gelassen den
letzten Abend. Es passierten wunderliche Dinge. Der aktive Teil von
Ancient, also Djego und Danilo, tanzten wie die Bekloppten neben der Bühne im Backstageraum
umher und schnitten Grimassen, was mich offensichtlich davon abgelenkt
hatte, dass Eumel einen gemütlichen Strip hinlegte. Als ich wieder nach
vorne blickte, sah ich Eumel lediglich mit einer unglaublich
hässlichen, in dezentem braun gehaltenen Boxershort herumturnen.
Ancient wurden später während ihrer Show mit Unmengen von Nudeln
beworfen. Illdisposed bekamen dies mit gut geschütteltem Bier
heimgezahlt. ;-)
Alles in allem ein durchweg würdiger und lustiger Tourbeschluss. Die
Bands bedankten sich brav untereinander, bei der Crew und direkt
nach dem letzten Ton wurde in schnell der Trailer beladen um die finale
reise anzutreten. Der erste Teil von Illdisposed verabschiedete sich
gleich hier um direkt heim zu fahren. Lasse und Bo fuhren noch weiter
mit bis Aahus. Irgendwo zurück in Deutschland wurden Ancient
am Flughafen entlassen, in Hamburg dann auch Paul Speckmann.
Einige Stunden später packten wir in Nesselröden uns und unser Hab und
Gut in die Autos um die letzte Etappe erfolgreich zu meistern…..
Fazit: Die erste große Tour hat uns um einiges an Erfahrung reicher
gemacht und wir sind nicht nur einmal an unsere persönlichen Grenzen
gestoßen. Unterm Strich konnten wir uns jedoch gut im Billing behaupten
und auch wenn wir selbst nicht immer mit unserem gezeigten Niveau
zufrieden waren, so waren es jedoch offensichtlich das Publikum sowie
auch Veranstalter und Tourleitung.
Ein fettes Dankeschön geht an Illdisposed und Ancient, sowie die
lokalen Support Acts, aber ganz besonders an Bruchstein Tours und Otto
Reisen, die uns einen unvergesslichen „Urlaub“ beschert haben.
Grüße gehen an
Bruchstein Tours/Otto Reisen:
Falko - Booking
Jörg „The Whale“ – Tourmanager
Locke – FOH/Monitor Mix
Singh – Tour Assistant, Merchandise
Mr. Paul “The man” Speckmann – Merchandise
Rajk “Der Fuß” – Tourbusfahrer
Illdisposed:
Bo “Dr. Sommer” Summers, Thomas, Lasse, Jonas & Jacob
Ancient:
Magnus, Aleister, Danilo, Djego
Gewähse, Weacklich?, I’m Rick James, Bitch!, Do It, isse Piiiiizza,
Spageeeetti, Dr. Sommer, Hey Brother!, You’re the man!, Wir sind zwar
nicht aus Swäden aber trotzdem swul…
(Heiko)
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