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European Tour 2005
ILLDISPOSED + ANCIENT + FINAL BREATH + Local Support

24.02. Abfahrt

Heute ging es also los, unsere erste Tour. Dem entsprechend „motivert“ trafen wir uns um 6.00 am Proberaum, packten Merch und Equipment in die Autos und fuhren gen Düderstett,  wo wir in den Nightliner steigen sollten. Unterwegs holten wir noch Singh in Gemünden am Bahnhof ab, der als Merchandiser mitfuhr. Am Nightliner angekommen machten wir uns mit der Tourleitung in Form von Jörg, Soundtechniker Locke und Busfahrer Raik/Rajk/Rejk bekannt und los gings Richtung Grossbritannien.
(Domi)

Spessart – kalt. Glatteis. Die Frisur hält. Zu einer für mich nahezu unmenschlich frühen Uhrzeit machte ich mich auf den Weg nach Gemünden zu unserem Proberaum. Wir waren um 6:00 Uhr verabredet und ich musste extra noch einige Minuten früher los fahren, da die Straßen stellenweise spiegelglatt waren. Mit leichter, witterungsbedingter Verspätung kamen wir alle an um unser Equipment einzuladen. Ca. eine halbe Stunde später holten wir dann noch Singh von der Bruchstein Crew am gemündener Bahnhof ab. Er sollte die ersten 3 Tage das Merchandise übernehmen und später das Tourmanagement unterstützen. Der Zug kam pünktlich, wir konnten also gleich aufbrechen nach Nesselröden (bei Duderstadt). Dort sollte unser mobiles Hotel für die kommenden 3 ½ Wochen auf uns warten – der Nightliner. Pünktlich am Ziel angekommen stand der Bus bereit und wir lernten Tourmanager Jörg, Soundtechniker Locke und unseren Fahrer Rajk kennen. Nach der üblichen Begrüßungszeremonie wurden Bus und dazugehöriger Trailer beladen um nur wenig später in Richtung Insel (GB) aufzubrechen.
Im Bus eröffnete Jörg dann seine durchaus unterhaltsame Ansprache über den Verlauf und gewisse Randbedingungen der nun folgenden Europa Tour. Schon jetzt zeichnete es sich deutlich ab, dass wir zumindest mit der Tourleitung sehr gut auskommen würden…. Let’s go!
(Heiko)

25.02. Brighton (UK) – The Engine Room, ca. 45 Besucher

Nach ca. 6 DVDs und etwas Schlaf kamen wir vormittags am Londoner Flughafen an und holten die Kollegen von Ancient und Illdisposed ab. Nach kurzer Begrüssung gings dann nach Brighton und dort gabs auch gleich die erste Überraschung: Eine Pussybar mit einer kleinen Bühne. Nunja, Backline aufbauen, Soundcheck und um 19h betraten wir die Bühne. Zumindest die andern, für mich war kein Platz mehr, haha. Wir zogen unser Set souverän durch, ebenso Ancient, deren Black Metal zwar gut, aber des öfteren etwas einseitig ist. Illdisposed hatten wohl etwas zu viel getankt vor der Show und so trug es sich zu, das der gute Lasse (g) ein paar Mal ungebremst samt Gitarre in die Backline fiel und später der Bühne verwiesen wurden. Bo (v) hatte ähnliche Sorgen und es sah richtig übel aus, als der mit der Fresse voran kurzfristig die Bühne verlies, hehe. Nach der Show wurde sofort geputzt, alles Leute rausgeschmissen und wir beim Einladen der Backline gestresst. Nach dem Konzert sollte nämlich sofort eine Metaldisco stattfinden, die uns dann auch als Aftershow Party diente.
(Domi)

Die erste Nacht im Bus verlief sehr ruhig, waren ja auch erst relativ wenige Insassen anwesend (Final Breath + Bruchstein Crew). Am Londoner Ryan Air Flughafen angekommen sollte sich die Situation aber schnell ändern. Illdisposed und Ancient kamen wohlbehalten auf britischen Boden und vervollständigten den Tourtross. Ab nach Brighton zur ersten Show…
Dort am Club angekommen wurde jede Hoffnung auf eine grandiose Eröffnung im Ansatz vernichtet. The Engine Room war eine kleine Bar, deren winzige Erhöhung in einer Ecke wohl kaum als Bühne gewertet werden kann. Dahinter befand sich eine kleine, nochmals erhöhte Nische vor einem Hinterzimmer. In akribischer Kleinarbeit quetschten wir also das Drum Set dort rein. Glücklicherweise war ich zu der Zeit noch von schlanker Figur und hatte nicht die zusätzlichen 5 Kilo die ich zum Tourende zugelegt hatte ;-). Sonst wäre es kaum möglich gewesen noch irgendwie hinter das Set zu kriechen. Im Nachhinein frage ich mich, wie das Muskelbux von Illdisposed wohl geschafft hat… aber egal. Neben der Backline hatten auf der „Bühne“ noch bestenfalls 2 Musiker „Platz“, alle anderen Mussten sich den Boden mit den wenigen anwesenden Fans teilen. Trotzdem spielten wir motiviert unsere erste Show und dies wurde uns auch mit entsprechender Resonanz gedankt. Die Co-Headliner Ancient hatten hingegen schon am ersten Abend einen schweren Stand beim Publikum. Klassischer Black Metal der sich kaum aus der Masse hervorheben kann mit einer etwas steifen Performance und einem hervorragendem Drummer. Dieser geht aber mit samt seinen zahlreichen technischen Spielereien im Gesamtsound völlig unter. Illdisposed waren mir eigentlich als souveräner Liveact in Erinnerung. Nicht aber an diesem Abend. Obwohl trinkfest hatten speziell Klampfer Lasse und Subwoofer Bo etwas zu tief ins Glas geschaut. Während Lasse kaum noch stehen konnte und bedrohlich um die Backline schwankte fiel Bo in fast regelmäßigen Abständen kopfüber zusammen mit der Monitorbox von der glücklicherweise sehr niedrigen „Bühne“. Für uns ein durchaus erheiternder Anblick, jedoch weniger für die zahlenden Fans. Dies zeichnete sich auch ganz deutlich in deren Reaktion und dem Merchandise Absatz ab. Im Anschluss musste – wie in England wohl oft üblich – der Club sehr schnell geräumt werden, um der folgenden Metal Disco Platz zu machen. Schnell wuchteten wir Equipment und Backline in den Bus, danach kümmerte ich mich liebevoll um meinen ersten britischen Döner in einer nahegelegenen Kneipe. Den einen oder anderen Schlummertrunk später trafen wir uns wieder alle im Bus um die Fahrt zur nächsten Venue zu verschlafen.
(Heiko)

26.02. Nottingham (UK) – Rock City, ca 55 Besucher

Ich hasse Schnarcher, und ich hatte gleich 3 von ihnen um mich. Daher war meine Nacht auch recht kurz, aber that´s the road. Das Rock City stellte sich als geräumiger Laden mit 3 Etagen (klein, mittel, gross) heraus. Und jetzt ratet wo wohl das Konzert stattfinden sollte, haha. Nach dem Ausladen der Backline hatte ich die Ehre als erster die Dusche zu testen. War eigentlich ok, jedoch is dieser kleine Elektrokasten IN der Kabine, mit der sich Wasserstärke und Temperatur regeln liess doch etwas seltsam. Unser Gig später war in Ordnung, jedoch konnte keine 3 Bands richtig etwas reissen. Naja, nach der Show war dann wieder Disco angesagt und dann irgendwann pennen.
(Domi)

Das Rock City erwartete uns mit 3 Ebenen in verschiedenen Größen. Auch wenn wir im kleinsten Raum unseren Krempel aufbauten, war dieser doch mit einer ordentlichen Bühne und vernünftig Platz ausgestattet. Zudem gab es mehrere Backstageräume mit Dusche und WC. Auch unsere Show konnten wir wieder als Erfolg verzeichnen, während Ancient erneut  mit den bereits genannten Problemen kämpften. Illdisposed hingegen hatten ihre Lektion gelernt und legten einen hervorragenden Gig hin. Die wenigen Anwesenden feierten Dänemarks Vorzeige Bad Boys auch entsprechend ab. Wieder folgte eine Metaldisco mit verschiedenen Schattierungen aus Rock und Metal auf den 3 Ebenen – eine schöne Aftershow Party.
(Heiko)

27.02 London (UK) – The Garage, ca. 70 Besucher

Sonntag Nachmittag irgendwo in London, naja was soll man erwarten. Der Laden war ok, ebenso Sound, Bühne etc. Alle Bands waren irgendwie in Sonntagslaune (ihr wisst schon, Couch und TV und so) und so gibt’s hier nichts grossartiges zu berichten. Vielleicht das in England die McDonalds Restaurants eine andere Produktpalette als in Deutschland anbieten.
(Domi)

In London erwartete uns die bisher größte Location. Große Bühne, fetter Sound. Von Roadrunner Records wurden zwei Tussis zur Show beordert. War aber wohl eher ein Pflichtbesuch, denn von intensivem oder wenigstesn mäßigem Wissen über ihre Schützlinge und deren musikalisches Schaffen konnte nicht die Rede sein. Keine Ahnung was die hier zu suchen hatten. Alle Bands spielten eine solide Show und auch Ancient konnten hier den wohl besten Zuspruch der gesamten Tour für sich verbuchen.
Insgesamt waren die Shows in England trotz Wochenendes nicht besonders gut besucht, dafür aber in allen 3 Venues – von der „Bühne“ in Brighton abgesehen – vorbildlich organisiert und mit amtlicher Technik ausgestattet. Die warme Mahlzeit wurde uns bar ausgezahlt, vermutlich wegen des "guten" Rufs der englischen Küche in der restlichen Welt ;-). In den allseits bekannten Fastfood Ketten konnte jedenfalls auch hier kaum was schief gehen…
(Heiko)

28.02. Travelling Day

Ein Reisetag, saufen, Rastättenfrass, Dusche, DVD, labern. Desweitern stieg Mister Master Paul Speckmann als 2ter Merchandiser zu.
(Domi)

Während unserer etwas längeren Reise nach Österreich stieg der eigentliche Merchandiser der Tour zu – kein Geringerer als Paul Speckmann. Wegen der unglaublichen Masse an CD’s, Vinyl, Shirts, Nieten, Feuerzeugen und was Ancient sonst noch so im Angebot hatten, sollte aber auch Singh weiterhin deren Merch übernehmen, während sich Paul um Illdisposed und uns kümmerte. Thanks Brother, you’re the man! Ansonsten nutzen wir den freien Tag zum Ausspannen. Ergo: DVD, Musik und jede Menge Gerstensaft – dann ab in die Koje.
(Heiko)

01.03. Wien (A) – Monastery, ca 130 Besucher

Nach ein paar Stunden Fahrt waren wir also in Wien und dort auch gleich der erste grosse Schreck des Tages: Treppen, abwärts, und gleich im 60% Winkel. Die Backline da rein wuchten war heute also richtig Arbeit. Neben dem Event am Abend gab es auch die erste Begegnung im Tischkicker-Worldcup zwischen Deutschland und Italien. Folgende Aufstellung: Heiko + Domi vs. Danilo (b) + Diego (d). Die ersten paar Spielminuten waren auch guter Zauberfussball, jedoch verliess uns später das Glück und wir unterlagen recht deutlich. Rache, ja die ham wir uns geschworn, mehr dazu später.
Unser Gig war heute recht gut, die Leute hatte ihren Spass. Ein paar von ihnen kannten uns wohl noch von Planet Wien, in dem wir letztes Jahr gespielt hatten. Bei Ancient wurde es etwas leerer, und bei Illdisposed dafür umso voller. Alles in allem bis jetzt der beste Abend der Tour.
(Domi)

Die Warnungen von Tourmanager Jörg bezüglich des Monastery ließen das Wort „Untertreibung“ in ganz neuem Glanz erstrahlen. Das wurde klar als wir erstmals die klippenartigen und schier endlosen  Stufen in den Club runtersteigen mussten. Trotz der widrigen Umstände kamen Equipment, Backline und völlig erschöpfte Musiker heil unten an. Davon abgesehen eine nette Location, welche mich stark an die Röhre in Stuttgart erinnerte. Ein Kicker verkürzte die Zeit bis zum Konzertbeginn. Deutschland (Domi & Heiko von FB) vs. Italien (Danilo & Djego von A) stand auf dem Plan. Trotz anfänglicher Vorteile mussten wir uns schweren Herzens am Ende geschlagen geben, auch Tourmanager Jörg konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. Rache war gewiss!
Auf der Bühne sah es allerdings ganz anders aus. Eröffnen durften die lokal bekannten Seeds Of Sorrow und legten eine solide und kurzweilige Death Metal Walze vor. Wir konnten bereits im Vorfeld einige bekannte Gesichter verbuchen, die uns noch von unserem letzten Österreichbesuch her kannten. Entsprechend euphorisch wurden wir empfangen, die bisher beste Show für uns. Ancient hingegen mussten erneut mit schwindender Besuchermenge kämpfen, bis schließlich Illdisposed wieder nahezu alle Besucher vor der Bühne versammelten um einen würdigen Abschuss zu feiern.
(Heiko)

02.03. Graz (A) – Explosiv ca. 90 Besucher

Nach dem Ausladen der Backline gings erstmal in nen Musikladen um Krempel zu kaufen, danach war bei mir und Dennis grosser Saitenwechsel angesagt. Das beste Catering der bisherigen Tour gabs heute, Spaghetti, aber richtig gute. Unser Gig war heute etwas wacklig, was wohl vor allem daran lag, das wir uns die ersten paar Tage der Tour wohl ein wenig überanstrengt hatten. Alles in allem war die Stimmung nicht ganz so gut wie in Wien, aber ein paar Matten kreisten trotzdem.
(Domi)


Der heutige Tag verlief ähnlich, wenn auch nicht ganz so gut wie in Wien. Leider wurde schon gleich am Anfang der vorhandene Kicker abgedeckt und als Merchandise Tisch missbraucht. Unsere Rachegefühle sollten also nicht befriedigt werden.
(Heiko)

03.03. Bamberg – Live Club, ca 180 Besucher

Endlich wieder Deutschland, und gleich fast daheim in Bamberg. Ein kleiner Wermutstropfen war das wir mit dem Nightliner nicht vorm Liveclub stehen konnten da Bamberg City eigentlich für Busse gesperrt ist. Also mussten wir alles ausladen was wir benötigten. Heute gab es auch 2 Supportbands, die da wären More Than Fear und Silent Overdrive, letzter sind auch bei den nächsten Gigs als Support von der Partie. Veranstalter Ingo hatte alles bestens im Griff, und so nach und nach trudelten auch die ersten Bekannten ein. Unser Gig kam sehr gut an, aber wir hatten ein paar technische Probleme in Form eine vibrierenden Drumrisers, weswegen desöfteren der Beckenständen umfiel. Während Ancient hatte ich mich festgequatsch, und Illdisposed lieferten mal wieder das gewohnte Brett.
(Domi)

Auf die Show in Bamberg habe ich mich schon gefreut. Zum einen macht der lokale Veranstalter Ingo immer einen mehr als guten Job was Werbung und Catering betrifft, zudem konnten wir die Gelegenheit nutzen unsere Partner und Freunde zu treffen. Ich für meinen Teil habe meine fest verknotete Tüte mit gebrauchten Socken, außerdem weitere getragene Stücke  unter strengen Sicherheitsmaßnahmen gegen frisch duftende und fein säuberlich zusammengelegte Wäsche getauscht. Zwei Support Bands sollten den Tourtross heute verstärken, wobei ich die erste Band More Then Fear zugunsten eines Besuchs in einer nahe gelegenen Pizzeria mit meiner Freundin verpasst habe. Silent Overdrive spielten heute ihre erste von drei weiteren  Shows im Vorprogramm der Tour. Die Band war trotz etwas verhaltener Reaktionen im Publikum bis in die Haarspitzen motiviert und lieferte eine runde und professionelle Show – Metalcore mit sehr thrashigem Einschlag. Unser Gig hingegen war von meiner Seite aus eine einzige Panne. Das Schlagzeug stand auf einem viel zu wackligen Podest. Demzufolge „hüpfte“ ich beim spielen immer cm für cm weg vom Set (Anm. v. Domi: Nein, völlig unmöglich!). Dazu kam noch, dass ständig Beckenständer samt Becken umkippten, die Tom Mikros fielen ständig runter... Alles Schrott! Ich war also ständig damit beschäftigt meinen Hocker wieder in Position zu bringen (Anm. v. Domi: Der sich auch nach jedem Gig auf den Feierabend freute), Dinge zu verschrauben oder neu aufzustellen… Schwamm drüber, der Heimvorteil sorgte wieder für Ausgleich und so konnten wir auch diesen Abend als Erfolg für uns verzeichnen. Von Ancient hab ich nicht viel mitbekommen. Illdisposed zeigten sich ein weiteres mal als würdiger Headliner und die Fans feierten die Band bis zur letzten Minute. Aber auch Thomas hatte mit den Drums zu kämpfen, sogar sein Laptop (diente als In-Ear Monitor und zum Abspielen der Samples) polterte samt Ständer vom Drumriser. Glücklicherweise ging während des Abends nichts zu Bruch. Wir warteten also alle zufrieden auf den Bus um einzuladen. Während dessen konnte Aleister (A) sogar noch ein paar übrig gebliebene Stücke Pizza am Stand vor der Tür abstauben. Well done!
(Heiko)

04.03. München – Titanic City, ca. 120 Besucher

Nach dem Heraustorkeln aus dem Bus machten sich Tourleiter Jörg und Busfahrer Raik erst einmal fachmännisch ans Werk und zerlegten ein Stück Bauzaun, damit wir mit dem Nightliner vor den Club parken konnten. Das Titanic City entpuppte sich als kleiner, gemütlicher Club mit kuscheliger Bühne, kulinarischem Luxus und freundlichem Personal. Backline ausladen, Soundcheck machen, gammeln. Um 20:30 gings dann für uns los und wir hatten die Leute recht schnell im Griff, die uns hinterher gut abfeierten. Ebenso bei Ancient, deren Titeltrack des neuen Albums „Night Visit“ sich langsam als Ohrwurm bei mir einschlich. Bei Illdisposed kam dann was kommen musste, Hell on Earth. Die Meute bangte, hüpfte, tobte und Illdisposed spielten 2 Zugaben. Zu guterletzt wurde noch eine „Freundin“ von Ancient (nur wollte keiner der Herren sich richtig mit ihr abgeben) von Jörg unter grossem Gelächter des Busses verwiesen.
(Domi)

Zum Glück war Freitag. Sonst hätten wir die Baustelle direkt vor dem Titanic City vermutlich nicht als Busstellplatz zweckentfremden können. So parkten wir aber direkt vorm Eingang, nur eine hässliche Treppe trennte uns noch vom eigentlichen Club. Also, Backline runtergeochst, aufgebaut, Soundcheck und warten auf Doors open. Jörg, Eumel und meine Wenigkeit verkürzten die Wartezeit, indem wir uns einen längst überfälligen Besuch beim Asiaten gönnten, es machten sich bereits Entzugserscheinungen bemerkbar – bei mir in Form einer angehenden Grippe. Musikalisch zeichnete sich erneut das Bild der vergangenen Tage ab. Silent Overdrive eröffneten wieder motiviert und liesen sich nicht vom scheuen Publikum aus der Ruhe bringen. Dann die gewohnte Reihenfolge. Eine Bekannte, Freundin oder was auch immer von Ancient zwängte sich den ganzen Abend über in den sowieso schon zu kleinen Backstageraum. Die Gelegenheit nutze Frontrecke Bo (I) um eine neue Anmach-Technik zu probieren: Er erklärte der Dame in seinem charmanten Deutsch wie schwul doch die Männer aus dem Norden seien, im speziellen er. Stockschwul, ja nahezu unglaublich schwul. Seine Taktik war also folgende: Frauen mögen schwule Männer, weil man sich mit denen gut unterhalten kann. Frauenversteher eben. Nachdem er sie dann also quasi um den Finger gewickelt hätte, hätte er sich als hetero geoutet und wäre dann zu ggf. zum Zug gekommen. Aber oh Wunder – sein Plan ging nicht auf. Trotzdem wollte die gute Frau mit im Bus bis Innsbruck reisen, Busfahrer Rajk hätte ihr das zugesagt. Tourmanager Jörg brachte jedoch seine enormen Massen in Wallung, änderte seine Gesichtsfarbe in ein zornig-überlegenes Rot und zerstörte ihre Illusionen glücklicherweise binnen weniger Sekunden.
(Heiko)

05.03. Bad Cannstadt – JH Anna, ca. 200 Besucher

Das Anna war ein riesen Jugendzentrum mit eine ganzen Etage als Backstageraum, grosser Dusche und relatv grosser Bühne. Nur leider wurde wohl am Essen gespart, es gab eine erbärmliche Tomatensosse mit Kaugummispaghettis dazu. Nunja. Unser Gig wurde zum Saunagang, man hätte eine Sau auf der Bühne braten können so heiss wars.  Heute war meine Freundin anwesend, freufreu. Ancient und Illdisposed souverän wie immer.
(Domi)

Mein Besuch beim Asiaten kam offensichtlich zu spät, so konnte ich mich heute über eine ausgewachsene Grippe samt Fieber freuen. Da JZ Anna verfügte über einen großen Saal mit ordentlicher Bühne, nur die PA war dem nicht gewachsen. So eröffneten Silent Overdrive ihre dritte Show mit etwas dürftigem Sound. Als zweite Support Band spielten dann die lokal ansässigen Psychotron eine gute Show, obwohl auch deren Drummer unter Antibiotika Einfluss mit hoch roter Nase trommelte. Der Saal füllte sich, die Luft wurde dicker, auf der Bühne war es höllisch heiß. Wir spielten unseren Gig, der von mir alles abverlangte. Innere Hitze (Fieber) vs. Sauna (on Stage). Alle weiteren Erinnerungen an den Abend wurden von meiner Grippe und dem grottenschlechten Catering getrübt. Gute Nacht.
(Heiko)

06.03. Pratteln (CH) – Z7, ca, 40 Besucher

Tjoa, Pratteln. Eine Halle mit einer Kapazität von fast 2000 Leuten, riesen Backstage, Internet, Waschmaschine, Trockner, und ein Catering wie auf einer Hochzeit. Ohne Worte, besser geht’s nicht. Was sich wohl auch das kurzfristig eintretende Blitzeis dachte…
Unser Gig war trotzdem gut und wir konnten uns auf einer riesen Bühne ordentlich austoben. Ancient und Illdisposed guckten ähnlich ins Leere wie wir, hehe.
(Domi)

Wenn einem die gesamte Fahrt über eine Venue schmackhaft gemacht wurde, dann das Z7 in Pratteln. Dort angekommen fanden wir auch eine riesige Halle vor mit entsprechend großer Bühne, eigenem Licht- und Stagemischer usw. Backstage gab es von der Dusche bis hin zum Internet PC auch alles, sogar Waschmaschine und Trockner. Das Catering hervorragend, so war eine erneute Gewichtszunahme unumgänglich. Mein Gesundheitszustand hatte sich erheblich gebessert, dafür aber der Wetterzustand umso weniger. Glatteis, Schneeregen….  und in einer Halle in der sich auch 200 Leute noch verlaufen würden tummelten sich vielleicht 40 hartgesottene Fans. Diese konnten jedoch die Shows im perfekten Licht- und Soundgewand zu Gemüte führen.
(Heiko)

07.03. Innsbruck (A) – Hafen, ca. 80 Besucher

Als ich aus dem Bus gekrochen bin erstmal der Hammer: wir sind an den Alpen, cool. Hammer nummero 2: Jemand war wieder da (oben erwähnte Dame). Hm, nunja, der Laden war sehr gut und das Catering auch ok, Pepperonipizza, yeah. Folgende lustige Sache hat sich ereignet:
Thomas (d) von Illdisposed zog einen Schleimbatzen aus dem Hals und brachte unsern Klampfer Jörg dazu, schöne Bröckchen zu lachen, und das 4 mal, hahaha. Gig war ok, eine Fotografin war wohl sehr von Eumel und mir angetan, den auf ihrer Website gibt’s auch fast nur Bilder von uns. Beim Backline einladen war auf einmal Thomas Beckencase verschwunden. Also suchten wir und suchten, bis vom Parkplatz auf einmal Geschrei ertönte und Thomas losrannte. Zwei Besoffene wollten wohl die Becken klauen. Nachdem wir sie schnell aus ihren Verstecken holten und zu Rede stellen (Becken ? Hö ? Ne ich versteck mich nicht, ich schlafe immer hier unter der Brücke) beruhigte sich die Sache wieder und die Herren kam mit einem blauen Auge davon. Später war dann noch Aftershowparty in einem kleinen Metalschuppen, bei dem es zum Rückspiel Italien vs. Germany kam. Nachdem wir die ersten Spiele sogar gewinnen konnten sah es aber später dann doch wieder recht schlecht aus, verdammt. Jörg ist entäuscht von uns.
(Domi)

Hier fühlte man sich wie in einem Urlaubsort. Um uns herum Berge mit Schneebedeckten Gipfeln. Ich wollte gerade zum Trailer um meine Ski auszupacken, fand aber dann doch nur einen grimmigen (hehehe ;-)) Tourmanager vor samt tonnenschwerer Backline. Also, Sachen reingeschleppt und aufgebaut. Der Hafen verfügte über 2 Säle unterschiedlicher Größe mit jeweils einer Bühne. Wir machten es uns natürlich im kleineren Teil gemütlich. Die Stimmung im Publikum hielt sich während aller Shows in Grenzen. Während wir später unser Equipment wieder in den Bus brachten und ich gerade beim Merchandise verpacken behilflich war, kamen 2 volltrunkene Fans angetorkelt, die eine der prall gefüllten Kartons raustragen wollten. Ich lehnte dankend ab, schließlich wollten wir das Merch verkaufen und nicht verschenken. Kurz darauf brachte ich die Ware selbst raus. Hier war die gesamte Mannschaft in Bewegung, offensichtlich klaute jemand die Becken von Illdisposed Drummer Thomas. Ein paar Gestalten wurden etwas entfernt an der Straße gesichtet, die Dänen folgten und wenig später konnte zuerst der Koffer mit den Becken sicher gestellt werden, dann auch die beiden Täter. Es handelte sich um die beiden Vögel, die auch schon das Merch davon tragen wollten. Sie hatten mächtig die Hosen voll, stritten alles ab und werden sich künftig sicher zwei mal überlegen eine solche Aktion durchzuführen.
Später feierten wir noch bis tief in die Nacht in einer nahe gelegenen Metal Kneipe. Über das Kicker Rückspiel Deutschland vs. Italien möchte ich an dieser Stelle besser den Mantel des Schweigens decken… wir, also erneut Domi und meine Wenigkeit mussten so ziemlich jede Erniedrigung über uns ergehen lassen. Keine Details.
(Heiko)

08.03. Münster-Breitefeld – Live Arena ca. 120 Besucher

Irgendwie waren es gestern doch ein paar Drinks zuviel was mich dazu nötigte, den Tag laaangsam zu beginnen. Bisschen was essen, trinken und die Aufweckdusche, dann gings aber wieder. Im Backstageraum fanden wir dann einen Kicker, HAR. Aber das wir später doch Billiard spielten stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus. Heute waren wieder Silent Overdrive mit am Start und die Herren von Abandoned. Desweiteren gab der Bassamp von Bruchstein durch fehlendes technischer Verständnis gewisser Leute seinen Geist auf und wir spielten über meinen Preamp und die Endstufe von Jonas. Unser Gig kam recht gut an, ebenso Illdisposed und Ancient und wir machten ein zufriedenes Gesicht. Am Abend gab es dann das grosse Billiardmatch nach Ami Regeln. (Aufstellung Heiko + Domi vs. Danilo + Diego). Wir gewannen ohne Probleme, Jörg ist wieder etwas besänftigt. Dennis machte sich dann noch beim Veranstalter beliebt (also am geilsten wars bis jetzt in München) und dann gings auch schon Richtung Belgien.
(Domi)

Die Live Arena in Münster ist uns allen wohl bekannt, liegt diese Venue doch auch relativ nahe der eigenen Heimat und bietet regelmäßig Metal Konzerte aller Schattierungen. Die Dame des Hauses lies uns lachend wissen, daß beim der letzten Show mit Illdisposed hier im Haus die lokalen Supportbands schon im Vorfeld erzitterten. Grund dafür waren die hartnäckigen Gerüchte, die Dänen würden ihre Vorgruppen nach Strich und Faden vermöbeln! Köstlich! Statt wilder Schlägereien im Backstage Bereich gab es jedoch eher die üblichen musikalischen Fäuste fürs Publikum durch aufspielenden Gruppen. Als Verstärkung agierten zum letzten Mal für diese Tour Silent Overdrive und die lokal durchaus bekannten Thrasher von Abandoned. Unsere kriegerischen Gedanken gegen die Italiener verlagerten wir nach der Show auf den Billardtisch und konnten prompt auf ganzer Linie überzeugen. Sieg! Rache kann so schön sein!
(Heiko)

09.03. St-Niklass (B) – The Starz, ca. 60 Besucher

Heute wurde ich von einer lieblichen Stimmte sanft (Anm. v. Heiko: Was soll ich sagen – ich hab mich selbst übertroffen ;-))aufgeweckt, die mich zärtlich darauf hingewiesen hat das die Backline doch auszuladen sei. Das Starz war ein kleiner kuschliger Laden mit einer etwas seltsamen Bühne, da ein Flügel etwas abgewinkelt war. Den Lacher des Tages hatte Heiko, der sich an einer Stange versuchte, an der normalerweise leichtbekleidete Damen tanzen. Dann gings erstmal in die Wohnung der Bardame, die direkt über dem Club lag um dort sämtlichen Internetkrempel zu erledigen. Besagte Dame hatte einen Perserkater, der mich fast bis Showbeginn beschäftigte, hehe.
Unser Gig war etwas seltsam, da kaum eine Reaktion des Publikums kam. Wir machten also das Beste draus und prügelten uns durch unser 40minütiges Set. Ancient kam heute recht gut beim Publikum an und dementsprechend wurde sie auch gewürdigt, wenn man es so nenne kann. Illdisposed hab ich heute nicht gesehn, da Heiko und ich bei leckeren McDonald´s Burger im Bus Star Trek Classic geguckt haben.
Später im Bus gabs dann noch ein paar Speckmann Spezial (hausgebrannter Slivovitz) und dann hab ich mich abgelegt.
(Domi)

Dieser Tag sollte aus dem Tourtagebuch gestrichen werden. Der Laden sah aus wie ein Striplokal, die „PA“ zeigte schon nach den ersten paar Tönen vom Soundcheck ihre hässliches Fratze und das Essen war widerlich. Entsprechend dazu gab es dann noch ein überaus unmotiviertes Publikum als Nachschlag und begleitete die Bands des heutigen Abends (einen lokalen Gast gab es auch nicht) bis zum bitteren Ende. Auf nach Holland…
(Heiko)

10.03. Hengelo (NL) – Metropol, ca. 120 Besucher

Die Stimme war wieder da – seltsam. Der Laden war recht geräumig, also wuchteten wir die Backline rein und machten Soundcheck. Das Catering war heute echt das Allerletzte. Chinesisch – Pfui Spinne! Einmal beim Essen aussetzen schadet meine Plautze nicht dachte ich, also drückte ich mich ein bisschen heraum während die andere sich vergifteten. Zum Gig gibt’s soviel zu sagen das unsere neue „Choreografie“ recht gut funktionierte und die Leute auch recht dankbar unser Set aufnahmen. Während Ancient habe ich in einer riesen Dusche ausgiebig geduscht und war dann erst wieder zu Illdisposed da. Die  kamen auch heute richtig gut an und dementsprechend gut verkaufte sich auch ihr Merchandise. Die Abfahrt war heute recht spät, also was tun ? Na klar, Star Trek war angesagt. Zwischendurch wurde ich noch etwas unsanft des Clubs verwiesen da die Belgeschaft wohl schon geputzt hatte als ich zum Pinkeln reingeschlendert bin.
(Domi)

Der krasse Gegensatz zum Vorabend, zumindest was Location, Bühne, PA und Catering angeht. Ein geräumiger Saal in metallischem siffig-schwarz gehalten, eine fette Anlage, eine große Bühne und fürstliches Catering - freudigerweise vom Chinesen. Zu allem Überfluss gab es auch noch Duschen und einen Internetzugang… ja, so lässt man sich das Tourleben gefallen. Dieser Laden hat schon viele Metalkonzerte erlebt, das merkte man allerdings auch am etwas übersättigten Publikum. Zwar wurde unsere Show ganz gut angenommen, auch Illdisposed waren in Höchstform. So richtig der Funke wollte aber nur schwer überspringen. (Heiko)

11.03. Rotterdam (NL) – Baroeg, ca. 70 Besucher

Vorm Club angekommen mussten wir uns erstmal durch Wind und Wetter und Äste schneidende Stadtarbeiter quälen. Der Laden war etwas versifft heute, dafür war das Catering heute sehr gut. Man kann halt nicht alles haben, hehe. Zur allgemeinen Belustigung trugen Lasse und ich heute beide das legendäre Polk High 33 Shirt von Star Runningback Al Bundy, mit dem er 4 Touchdowns in einem Spiel schaffte. Unser Gig war etwas wackelig heute, Jörg riss ne Saite, der Monitorsound war nicht das Gelbe vom Ei etc. Bei Ancient war ich heute als Fotograf tätig und schaffte auch ein paar Schnappschüsse, allerdings nicht ohne 3mal an der selben Stelle mit der Birne hängen zu bleiben. Bei Illdisposed war auch nicht mehr los, die Leute waren alle etwas verhalten. Nach der Show gabs noch Kicker Heiko vs. Domi, wo ich leider den Kürzeren zog. Danach noch ein Match gegen Dänemark (Jonas + Thomas), welches aber keine grosse Herausforderung für uns war, hehe.
(Domi)

Auch heute galt es wieder einen gut eingesessenen Metal Club zu beackern. Die Rahmenbedingungen waren vorbildlich, nur war das Publikum kaum aus der Reserve zu locken. Domi und ich lockten dafür später Jonas und Thomas (I) aus eben dieser und zockten die dänischen Gegner am Kickertisch in Grund und Boden.
(Heiko)

12.03. Paris (F) – La Locomotiv, ca. 120 Besucher

In Paris angekommen stellten wir fest das sich das La Loco gleich neben dem legendären Moulin Rouge befand, mitten im Rotlichtbezirk. Das sorgte dafür, dass bei einigen Leuten der Puls etwas höher zu schlagen schien als sonst. Beim Backline ausladen sorgten mal wieder steile Treppen dafür, das uns nicht langweilig wurde. Unser Gig war heute sehr gut. Die Leute kannten die Songs und die Texte und gingen richtig gut ab, es lagen Flyer mit Werbung für unsere neue CD „Let Me Be Your Tank“ herum etc. Der 9te Platz in der französischen Rock Hard war wohl nicht ganz unschuldig daran. Nach dem Gig gaben wir zig Autogramme und machten Fotos mit Fans. Hammer, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Auch Ancient und Illdisposed rockten heute ordentlich das Haus. Hab ich schon erwähnt das ich Franzosen sehr gut leiden kann ? Das Einladen der Backline war heute eine Tortur, da gleich nach unser Gig die Shows des Moulin Rouge begannen und vor dem Club die Hölle los war, alles voll Leute und Reisebussen. Noch ein kurzer Aufenthalt beim Quick Burger, und dann gings weiter zum nächsten Gig.
(Domi)

Heute war der erste Tag, an dem ich etwas Zeit hatte Sightseeing zu betreiben. Wenn ich schon mal in Paris war wollte ich auch mal den Eifelturm aus nächster Nähe betrachten. Gesagt, getan – nur wenig später saß ich zusammen mit unserem Neuzugang Dennis in der U-Bahn. Am Ziel angekommen hinderte mich eine riesige Touristenmasse daran weiter bis zur Turmspitze zu kommen. Wir fuhren also unverrichteter Dinge zurück zum La Loco, welches sich übrigens direkt neben einer weiteren Sehenswürdigkeit befand, dem Moulin Rouge.
Erneut grinste uns heimtückisch eine steile Treppe ins untere Stockwerk entgegen, aber wir waren inzwischen hart im Nehmen. So stand das Equipment nur wenige Liter Schweiß später auf einer ungewöhnlichen Bühne. Schon der Einlass brachte erstaunlich motivierte Fans mit, die wohl keiner von uns in der Form erwartet hätte. Wir wurden wie waschechte Rock Stars behandelt, signierten mitgebrachte (!) CD’s, machten Photos mit Fans, gaben diverse Interviews… entsprechend verlief natürlich auch unsere Show. Die ersten 2-3 Reihen waren textsicher und euphorisch dabei. Wir ernteten viel Beifall obwohl nach nunmehr 11 Shows ohne Pause doch leichte Ermüdungserscheinungen auftraten. Ancient habe ich an diesem Abend nicht gesehen. Ich war mit Interviews beschäftigt. Später wollte ich duschen, wurde aber schon gewarnt, daß die Duschen kaum noch warmes Wasser hergeben. Diese vage Aussage stellte sich jedoch als gnadenlose Untertreibung heraus. Es war sorgenerregend kalt. Würden bald Eiswürfel auf mich herniederprasseln? Als mir zu Ohren kam, daß kurz zuvor Tourmanager Jörg duschte war die Sache klar: Bis dieser Körper vollkommen mit Wasser benetzt war (klar Jörg, alles Muskeln… ;-)) wurden sämtliche Boiler geplündert, und ich hatte das Nachsehen. Jörg behauptet natürlich auch weiterhin steif und fest, es wäre bereits bei ihm kalt gewesen…
Wie auch immer, als ich später wieder in den Konzertsaal zitterte, waren Illdisposed bereits am Ende des Sets angekommen,  spielten brav 2 Zugaben und wurden dafür von den Fans mächtig bejubelt. Dieser Tag wird uns vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben!
(Heiko)

13.03. Luynes (F) – La Korigan, ca. 30 Besucher

Der Gig heute abend lief unter dem Motto „The Bleeding Festival“ und laut Flyer mit 2 Vorbands, von denen aber nur eine spielte. Jörg und Bo hatte die Grippe erwischt, scheisse. Wir luden die Backline ein und setzen und dann bei schönen 23° Celsius auf der Strasse und schauten der blonden Nachbarin bei ihren Aerobic Übungen zu. Das Catering war heute nicht der Rede wert, aber viel Bier gabs. Um 20.00 spielte dann die erste Band. Purer Hardcore mit zwei Sängern, eigentlich richtig gut. Das Problem war nur das das kaum vorhandene Publikum wohl ebenfalls aus der Hardcore Ecke kam. Wir erwarteten nichts und spielten unser Set durch wie im Proberaum, verkauften aber dennoch 3 Cds. Ancient kamen heute ohne Facepaint und spielten ein etwas „anderes“ Set mit Songs wie „Didgeriedidgeriedoo – your wife has sucked my cock“ und ähnlichen Krachern. Und dann kamen Illdisposed. Zumindest 4 von 5, denn Bo war so gesehen im Arsch. Also schnappte man sich zu unserer allgemeinen Belustigung Mr. Master Paul Speckmann, der die ersten 3 Songs „gesungen“ hat und Mr. Eumel Aumann die letzen 3. Sehr geil, schade das es keine Videos davon gibt. Ich kann Franzosen doch nicht so richtig leiden...
(Domi)

Hatten sich die Franzosen durch den gestrigen Tag doch tatsächlich einen guten Ruf bei uns erarbeitet, so wurde dieser heute jäh in tausend Stücke zerbrochen. Die Venue lag irgendwo im Süden Frankreichs, mitten im Nirgendwo. Nicht einmal an der noch verschlossenen Eingangstür war ein Plakat von der Tour zu entdecken. Mit 2 oder 3 Stunden Verspätung kam dann endlich der lokale Promoter und wie durch Zauberhand hing später auch ein Plakat am Club. Der Laden an sich war eigentlich ganz OK, aber vom fehlenden Toilettenpapier bis hin zum fürchterlichen Catering passte alles perfekt zum ersten Eindruck.
Der heutige Abend lief unter dem Motto „The Bleeding Festival“, wobei 2 lokale Vorbands den Ausdruck „Festival“ rechtfertigen sollten. Schnell dezimierten die Fakten auf nur einen Support. Dieser stellte sich als punktig angehauchter – in meinen Ohren langweiliger Hardcore meets Nu-Metal im Soundcheck vor.
Doors Open. Es trafen ein paar wenige Freunde und bekannte der Support Band ein, natürlich entsprechend mit breiten Hosen, die weit unter der hüfte wahrscheinlich gerade noch so von der mit Socken ausgestopften Beule in den Shorts aufgefangen wurde. Das „Hey, Yo, Motherfucker“ stand fast jedem Einzelnen mitten ins Gesicht geschrieben. Darunter befanden sich vielleicht maximal 4 oder 5 Metalheads. Auf eine perfekte Show legte heute keine der Bands wert. Wir zockten unser Set runter, Ancient verzichteten heute aufs Corpsepaint und Sänger Magnus konnte sich sogar mal zu 2-3 netten Scherzen durchringen, welche er vorsichtig-böse in Mikro hauchte. Illdisposed Subwoofer Bo hingegen traute sich heute überhaupt nicht aus dem Bus. Das war auch gut so, hatte er doch schon seit 2 Tagen mit Fieber zu kämpfen. Sich heute aus dem Bus zu quälen hätte bei den Rahmenbedingungen wohl kaum gelohnt. Um wenigstens dem Rest der Mannschaft einen vergnüglichen Abend zu bereiten, spielten Illdisposed trotzdem 6 Songs, wobei Mr. Paul „the man“ Speckman die ersten 3 interpretierte ohne dabei wirklich zu wissen was er da tut. Für die verbliebenen 3 Tracks holte man unseren Schreihals Eumel auf die Bühne, der auch ohne die Texte zu kennen einen mehr als passablen Job machte. Bei flüchtigem Hinhören war der Unterschied zum Original fast nicht zu erkennen. Schnell rafften wir alle unser Hab und Gut zusammen um diesen Ort des Verderbens dann schnellstmöglich zu verlassen.
(Heiko)

14.03. Komo (I) – Day Off

Uff, nach 13 Gigs endlich ein Day Off. Ein Teil des Tourtrosses war in einem Thermalbad, zwei waren in ner Kneipe, Jörg und Bo in einem Motel untergebracht, Rest im Bus und Ancient daheim. Ich habe gepennt wie ein Weltmeister, danach gings erstmal an nen Rasthof zum Duschen und danach ein Festmahl bei McDonalds. Danach lümmelten wir uns in den Bus um Captain James T. Kirk bei seinen Abenteuern zu unterstützen.
(Domi)

Endlich ein verdienter Day Off. Wir standen mit dem Bus auf einem Parkplatz in Korno in Südtirol, nahe der schweizer Grenze. Unser Jörg war schon seit gestern von Bo angesteckt worden, also verkrümelten sich die beiden in ein nahe gelegenes Motel um sich nach einem Arztbesuch ordentlich auszukurieren. Ein anderer Teil zog aus in ein nahe gelegenes und sündhaft teures Schwimmbad. Der Rest begnügte sich mit einer günstigen Dusche am Truckerparkplatz 100 Meter weiter. Essen, DVD, essen, DVD, essen, schafen…
(Heiko)

15.03. Komo (I) – Day Off

Ein Day Off is was feines, ein Zweiter schon etwas nervig. Aber glücklicherweise wohnt Danilo ganz in der Nähe und so fuhren wir nach Komo und gingen auf Sightseeing Tour.  Eine schöne Stadt, nur leider touristenbedingt etwas teuer. Mit vollen Mägen und bepackt mit Essen kamen wieder zurück in den Bus und traten den Romulanern in den Hintern, die den Vertrag über die neutrale Zone verletzten und einen unserer Aussenposten zerstörten.
(Domi)

…essen, DVD, essen, DVD, essen, Internet Cafe, essen, DVD, schlafen…
(Heiko)

16.03.  Brescia (Ita) @ La Sfinge – ca. 40 Besucher

Sehr gut, jetzt hat mich doch ein Schnupfen erwischt. Raus aus dem Bus, und erstmal den Rachen entleert. Augenzeugenberichten zufolge soll es sich ja doch nur um einen grünen, ausgelutschten Kaugummi gehandelt haben, egal. Da die Zufahrtsstrasse zum Club doch recht klein war, war schleppen angesagt. Der Club war klein aber sehr fein, nur etwas gab es zu Bemängeln. In Italien sitzt wohl nur der König auf dem Thron, den als ich meine Notdurft verrichten wollte gab es zu meinem Entsetzen kein Klo sondern nur eine Art Loch im Boden. Nunja, ab aufs Behinderten WC und gut.
Viel war nicht los und langsam sitzt uns die Tour doch in den Knochen. Etwas wacklig war der Gig dann doch, aber Schwamm drüber. Ancient hatte heute Heimvorteil – dachten wir. Aber ausser der Sprache hatten sie wohl nicht so viel mit den Leuten gemeinsam. Blöd war ausserdem noch, das in Italien das Rauchen in öffentlichen Gebäuden mittlerweile gesetzlich verboten ist und man zum Rauchen immer vor die Tür musste.
(Domi)

The hometown of Ancient from the land of the damned. Zumindest wohnte ein Teil der Musiker hier. Heimvorteil war aber Fehlanzeige, so kamen nur ein paar wenig Leute und keiner Band gelang es wirklich für Stimmung zu sorgen. Nicht ganz so schlimm wie Luynes, aber auch nicht weiter der Rede wert.
(Heiko)

17.03. Travelling Day

Auf dem Weg nach Greifswald machte unser Fahrer seine 9 Stunden Pause genau in Deutschlands besten Rasthof Berg in Franken, an dem es zusätzlich noch ein Pornokino und ne Spielhalle gibt.
Gutgelaunt ging ich erst duschen, dann Wäsche waschen und dann ins Restaurant, wo auch schon andere Fresser des Tourtrosses hockten. So ein Jägerschnitzel zum Frühstück ist schon ne feine Sache. Später schauten wir uns dann noch den Erotikshop an, in dem es auch einen Billiardtisch gab, den wir gleich in Beschlag nahmen. Später kam Heiko und mir dann noch ein kleines Schnitzelchen in die Quere, danach gabs wieder gemischtes Doppel im Billiard zwischen Heiko+ Alleister (A) und mir und Diego (A) und mir. Beide Teams gewannen je einmal, man könnte also sagen Deutschland hatte die Nase vorn, hehe.
(Domi)

Diesmal folgte bereits nach einer Show ein Reisetag. Am so genannten Porno-Rasthof in Franken machten wir eine längere Pause. Dort gab es neben einer Spielhölle und einem vorzüglichen Restaurant (sehr sauber, günstige Duschen, usw.) auch einen Erotik Shop samt Porno Kino und diversen Kabinen. Naja, wer’s braucht….
Fast jeder verdrückte im Restaurant ein ordentliches Menü nach Wahl, dann beschäftigte man sich nach Belieben. Tourmanager Jörg war im Lokal irgendwie verwachsen und eine frisch gezapfte Halbe nach der anderen fand den Weg seine Kehle runter.
Nachdem er nachmittags bereits zu seinem enormen Schnitzel auch sämtliche Reste von uns vernichtet hatte, erwischten wir ihn spät abends auch noch, als er zu seiner xten Halben einen ordentlichen Brotzeitteller verdrückte. Domi und ich wollten eigentlich nur noch was trinken.
Als wenig später Jörg bei uns am Tisch stand und wir ihn noch kurz zuvor wegen seiner Essgewohnheiten auslachten, konnten wir ihm fast glaubhaft versichern, nur wegen einem Absacker hier zu sitzen – als doch just in diesem Moment eine vom Gewicht zweier riesiger Brotzeitteller fast am Boden kriechende Kellnerin die beiden Teller bei uns auf den Tisch wuchtete. Verdammt! Das Gelächter war groß und wir mussten wieder ein Stück unserer Glaubwürdigkeit einbüßen.
(Heiko)

18.03. Greifswald – Mensa, ca. 280 Besucher

Ein grosser Club bzw. Raum mitten in der Uni von Greifswald. Sehr geil. Grosse Bühne, guter Sound, riesen Backstageraum und Catering in einer Wirtschaft. War zwar nicht wirklich viel, dafür sehr lecker.
Nach dem Essen hing ich im Backstageraum herum, da ich krankheitsbedingt etwas langsamer machen wollte. Heute gab es wieder eine Vorband, und an dem Instrument des Basser, ein Explorer Bass, habe ich mich dann auch ergötzt bevor wir auf die Bühne gingen. Unser Gig war heute bis auf ein Tempoproblem ok, jedoch machte sich die Erkältung bei mir bemerkbar was dazu führte, das ich kaum am Stageacting teilnehmen konnte. Danach hab ich erstmal eine Runde gepennt und dann geduscht und war dann wieder einigermassen auf dem Dampfer. Lasse hat heute ordentlich vor den Merchstand gekotzt und Eumel gleich hinterher. Im Keller der Mensa gabs noch ne Gothic Aftershowparty, bei der aber nicht wirklich viel los war. Noch 2 Episödchen Star Trek und dann gings in die Heia.
(Domi)

Als wir in Greifswald ankamen wachte ich gerade auf und stand erst mal alleine da. Ein Teil war bereits im Club, der Rest  schlief noch tief und fest. Ich folgte also dem Stromkabel für den Nightliner und bahnte mir den Weg durch einen Keller bis ich mich verwundert in einer großen, lebendigen Uni befand. Okay, der Name lies so etwas vielleicht schon vermuten, jedoch hätte ich nicht mit einem Saal in einer noch funktionierenden Schule gerechnet. Der Konzertraum selbst war nicht gerade klein, fast noch größer war der Backstagebereich. Dazu eine vernünftige Bühne samt passendem PA- und Monitorsystem. Was will man mehr? Genau! Publikum. Und das kam dann auch nach Einlass zur Genüge, heute war wohl der am besten besuchte Tag der gesamten Tour. Ein Vorband, an deren Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann, begann pünktlich. Solider Death Metal. Wie üblich eröffneten wir danach wieder das eigentliche Tourpacket und konnten uns auch keinesfalls über mangelnden Zuspruch beklagen. Anders als sonst jedoch räumten nach uns Illdisposed ordentlich auf. Die Dänen hatten für den kommenden Tag eine lange Reise nach Hamburg zu den Sure Shot Wochen vor sich und wollten deshalb nicht so spät in die Pötte kommen. Ancient hatten es heute dementsprechend als Quasi-Headliner besonders schwer das sich schnell dezimierende Publikum bei der Stange zu halten. Tapfer zocken sie aber ihr übliches Set, während draußen am Merchandise Stand noch der Bär tobte. Illdisposed übten sich in Alkoholkonsum und plauderten mit den Fans, während Lasse dicht gefolgt von Eumel mal ordentlich in die Uni lachte. Das nennt man dann wohl „ausruhen“ für die lange Reise auf Dänisch…
(Heiko)

19.03. Berlin – K17, ca. 60 Besucher

Als ich heute aus dem Bett kam, war ich erstmal verwirrt. Lauter fremde Leute im Bus. Es waren die Jungs von Forsaken, die heute als Support an Bord waren, da Illdisposed heute in Hamburg spielten.
Das K17 ist vor 2 Jahren umgezogen, und so erwartete uns eine riesen Bühne. Heute kamen auch noch zwei Leute vorbei die ich vom Chatten her kannte und Jörg, unser Tourmanager, verabschiedete sich. Los gings dann mit Pandemonium aus Schweden, deren Mix aus End Of Green und Equilibrium nicht wirklich gut beim Publikum ankam. The Forsaken prügelten sich recht lässig durch ihr Viking Metal mässiges Set und hatten noch „Blackend“ als Cover mit im Gepäck, das wohl nicht alle aus dem Publikum erkannten, hehe. Deren Sänger erinnerte ein bisschen an Amon Amarth, ich frage mich was die in Schweden fressen das sie so gross werden (Anm. v. Heiko: Asiatisch natürlich! ;-)). Abfahrt war heute ziemlich früh, was uns aber nicht daran hinderte noch auf eine Rock Hard Party im Haus nebenan zu gehen. Später waren wir dann noch im Mäc, wo Magnus (A) ein paar Probleme mit der Kompetenz der Verkäuferin hatten.
(Domi)

Den einzige Tag ohne Illdisposed wurde duch zwei schwedische Bands verstärkt, namentlich The Forsaken und Pandemonium aus dem Land der Elche. Unser walischer Bruder, also Tourmanager Jörg gab bereits heute seinen Abschied um für die letzten 2 Dates das Feld für Singh zu räumen. Es war ein herzergreifender Abschied….
Das (inzwischen nicht mehr so) neue K17 ist ein absolut genialer Club. Einzig die warme Mahlzeit konnte mich nicht begeistern.
Wir machten uns im großen Saal breit und warteten gespannt auf den Einlass. Doch leider fanden nur wenig Leute den Weg ins K17. Die heutige Running Order sah Pandemonium als Opener vor. Sehr nette Band, aber der Sound war so was von grässlich, daß ich wirklich nichts über die Qualität der Stücke sagen kann. Es war ein einziger Soundbrei vor vielleicht max. 15 Leuten im hinteren Teil der Halle verteilt. The Forsaken änderten das Bild dann positiv. Es fanden sich ein paar mehr Besucher ein und verteilten sich im gesamten Raum. Musikalisch erinnerten die Schweden an eine etwas thrashigere, schnellere Version von Amon Amarth. Mir hats gut gefallen. Zeit für unser Death-Thrash-Chaos und wir konnten tatsächlich auch ein paar Leute zum moshen mobilisieren. Ancient hatten heute erneut die undankbare Aufgabe den Abend zu beschließen.
(Heiko)

20.03. Herning (DK) – Impiriet, ca. 90 Besucher

Wie uns mitgeteilt wurde, war das Impiriet ein ziemlich neuer Laden, der aber schon gut „eingelaufen“ aussah. Wir luden die Backline ein und hatten heute den kürzesten Weg, da sich die Tür nach draussen gleich neben der Bühne befand. Danach legte ich mich noch ein paar Stunden ab, da ich ziemlich im Arsch war. Anschliessend gabs Essen und ein paar Folgen Star Trek, und dann gings auf die Bühne. Unser Gig war cool, Eumel halbnackt, Ancient hüften auf der Bühne rum, ich im Publikum unterwegs und Illdisposed mit Final Breath Shirts. Danach ging ich duschen um rechtzeitigt bei Ancient  zu meinen Gastauftritt bei Night Visit  wieder auf der Bühne zu sein. So richtig Lust zu spielen hatte wohl keiner mehr, und so war es mehr eine Prunksitzung als ein Metalkonzert. Bei Illdisposed liefs ähnlich, und Bo teilte unabsichtlich noch einen Kinnhackem aus Diego aus. Dann folgte die grosse Verabschiedung, die sich durch die ganze Nacht ziehen sollte. Jonas, Jacob und Thomas von Illdisposed schon im Club. Dann gings in den Bus und Party On zu unserem „Eyes Of Horror“ und „Let Me Be Your Tank“. Später stiegen dann Bo und Lasse an ihrem Proberaum aus, früh am Morgen dann Ancient und mittags Paul Speckmann. Wir fuhren dann noch bis Düdestett im Bus und fuhren von dort aus nach Hause.

Fazit: Ein voller Erfolg, wobei die Merchverkäufe etwas gering waren. Aber die 3 Wochen zeigten uns, das wir auf dem richtigem Weg sind und durchaus mit internationalen Acts mithalten können. (wie auch immer :-))

Gewähse, Uuuaoaoaoaoaaa, LET´S DO IT, I´m Rick James, Bitch ! SLAPPED !!, no Pizza, no Pasta

(Domi)


Tourabschluss im Hoheitsgebiet von Illdisposed. Ich hätte ehrlich gesagt mir mehr Leuten gerechnet, zumal uns zu Ohren kam, die Show sei bereits im Vorfeld mit 160 Nasen ausverkauft. Etwas mehr als die Hälfte war aber besser als nix, und so starteten wir recht gelassen den letzten Abend. Es passierten wunderliche Dinge. Der aktive Teil von Ancient, also Djego und Danilo,  tanzten wie die Bekloppten neben der Bühne im Backstageraum umher und schnitten Grimassen, was mich offensichtlich davon abgelenkt hatte, dass Eumel einen gemütlichen Strip hinlegte. Als ich wieder nach vorne blickte, sah ich Eumel lediglich mit einer unglaublich hässlichen, in dezentem braun gehaltenen Boxershort herumturnen. Ancient wurden später während ihrer Show mit Unmengen von Nudeln beworfen. Illdisposed bekamen dies mit gut geschütteltem Bier heimgezahlt. ;-)
Alles in allem ein durchweg würdiger und lustiger Tourbeschluss. Die Bands bedankten sich brav untereinander, bei der Crew und direkt nach dem letzten Ton wurde in schnell der Trailer beladen um die finale reise anzutreten. Der erste Teil von Illdisposed verabschiedete sich gleich hier um direkt heim zu fahren. Lasse und Bo fuhren noch weiter mit bis Aahus. Irgendwo zurück in Deutschland wurden Ancient am Flughafen entlassen, in Hamburg dann auch Paul Speckmann. Einige Stunden später packten wir in Nesselröden uns und unser Hab und Gut in die Autos um die letzte Etappe erfolgreich zu meistern…..

Fazit: Die erste große Tour hat uns um einiges an Erfahrung reicher gemacht und wir sind nicht nur einmal an unsere persönlichen Grenzen gestoßen. Unterm Strich konnten wir uns jedoch gut im Billing behaupten und auch wenn wir selbst nicht immer mit unserem gezeigten Niveau zufrieden waren, so waren es jedoch offensichtlich das Publikum sowie auch Veranstalter und Tourleitung.

Ein fettes Dankeschön geht an Illdisposed und Ancient, sowie die lokalen Support Acts, aber ganz besonders an Bruchstein Tours und Otto Reisen, die uns einen unvergesslichen „Urlaub“ beschert haben.
Grüße gehen an

Bruchstein Tours/Otto Reisen:
Falko - Booking
Jörg „The Whale“ – Tourmanager
Locke – FOH/Monitor Mix
Singh – Tour Assistant, Merchandise
Mr. Paul “The man” Speckmann – Merchandise
Rajk “Der Fuß” – Tourbusfahrer

Illdisposed:
Bo “Dr. Sommer” Summers, Thomas, Lasse, Jonas & Jacob

Ancient:
Magnus, Aleister, Danilo, Djego

Gewähse, Weacklich?, I’m Rick James, Bitch!, Do It, isse Piiiiizza, Spageeeetti, Dr. Sommer, Hey Brother!, You’re the man!, Wir sind zwar nicht aus Swäden aber trotzdem swul…

(Heiko)
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Modified: 3.05.2005




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