» Final Breath » Discography » MIND EXPLOSION - Reviews

Rock Hard - Ausgabe 08/2002


Warum fordern bloß alle möglichen Leute von Slayer, sich doch bitte wieder an ihrer musikalischen Vergangenheit zu orientieren? Die Herren kommen heutzutage über Midtempo-Nummern ohnehin kaum noch hinaus. Also sei's drum. Schließlich gibt es genügend junge, unverbrauchte Bands, die die Fahne des guten alten Thrash hoch halten und geschickt verfeinern (am besten mit Stickereien, Häkelarbeiten und der einen oder andren Batik-Session... - Red.). The Haunted zum Beispiel.
Oder seit neustem auch FINAL BREATH, die mit "Mind Explosion" eine geradezu monströse Visitenkarte abgeben (sargförmig, zwei Meter lang, acht Zentner schwer? - Red.). Während das Debüt des deutschen Quintetts seinerzeit etwas unterging, haben die gut produzierten Songs des neuen Albums definitiv genügend Potential, FINAL BREATH nachhaltig auf der Landkarte harter Musik zu platzieren.
Die beste Figur machen sie immer dann, wenn das Gaspedal möglichst weit durchgetreten wird - wie im Titelsong oder dem alles vernichtenden "The Punisher". Gibt man sich hingegen gemäßigteren Geschwindigkeiten hin, was zum Glück nicht allzu oft vorkommt, schlagen die Death Metal-Einflüsse recht deutlich durch, zum anderen geht aber auch eine ganze Menge Energie flöten. Macht jedoch alles nichts, zumal man neben den genannten HöhePunkte mit "To Live And To Die" auch noch einen wahrhaft gewaltigen Ohrwurm geschrieben hat, der das Zeug zum Klassiker hat.
Da auch der Rest der Songs nur unwesentlich abfällt, kann man dieses Album ausnahmslos jedem Freund häterer Musik ans Herz legen.

8 von 10 Punkte (Tobias Blum)

Metal Hammer - Ausgabe 08/2002

Final Breath und ihr aktuelles Werk sind der lebende Beweis dafür, dass sich Eigeninitiaive lohnen kann. Vor zwei Jahren veröffentlichte das deutsche Quintett sein Debüt. Bereits kurze Zeit später stand der Fünfer wieder ohne Label da. Doch die Band enterte erneut auf eigene Faust das Stage One Studio von Andy Classen, um ein Nachfolgealbum auf die Beine zu stellen. Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten fußt auf einem soliden Fundament, denn die Mischung aus Todesmörtel und Thrash zieht mich vom ersten Takt in ihren Bann. Große Themen, wie ich sie bei BOLT THROWER zu schätzen weiß, verschmelzen mit der Aggression der Totschläger. Stumpf und vorhersehbar wirken die Nummern, wie manch einer angesichts dieser erwähnten Vergleiche vielleicht denken mag, zu keinen Zeitpunkt. Komplexe Arrangements und auch das eine oder andere melodiöse Lick im Stile der späten DEATH sorgen für Vielfalt.

5 von 7 Punkte (Stefan Müller)

Heavy Oder Was!? - Ausgabe Nr. 64/2002

Lange haben sie im Underground gewerkelt, bis sie nun endlich den ersehnten Plattenvertrag einstreichen konnten. Dazu noch gleich bei einem Major wie Nuclear Blast. Respekt. Aber nach all den Jahren des Kampfes ist dieser kleine Triumph auch aller Ehren wert. Schon seit geraumer Zeit zählen FINAL BREATH zu den großen Hoffnugen im Death/Thash Bereich und dies können sie eindrucksvoll mit "Mind Explosion" untermauern. Schon der Opener "Mind Explosion" ist ein gewaltiger Schlag in die Fresse eines jeden zappelnden Nu-Metal Freaks. Sägende Gitarren, treibende Drums und aggressiver Gesang vereinen sich zu einer absoluten Thrash-Bombe, die zudem auch noch Hitcharakter besitzt. Aber auch das groovende "Break Down" und das gnadenlose "The Punisher" lassen keine Zweifel an der Klasse der Band. Im instrumentalen Bereich lassen sich Vergleiche mit den Genre Kings SLAYER nicht leugnen. SLAYER sollen aber ruhig mal die mächtigen old school Riffs von FINAL BREATH studieren. Wenn weiterhin solch gute Bands aus dem deutschen Underground entspringen, braucht man in Zukunft keine Gedanken mehr an Skandinavien zu verschwenden. FINAL BREATH sind DIE Überraschung im Death/Thrash-Bereich 2002.

10 von 12 Punkte (Oliver Weinsheimer)

Break Out - Ausgabe 06/2002

Ein Hauch von Hype liegt in der Luft. So manche Analysten der Szene spekulieren seit längerer Zeit mit einem Revival des puren Thrash Metal, der nach dem Höhenflug seit vielen Jahren ein Schattendasein führt. Zur Zeit basiert diese Einschätzung jedoch auf einem Mißverständnis: Eine gesteigerte Zahl von Releases hat rein gar nichts zu tun mit einer gesteigerten Nachfrage oder einem Boom. Doch die Hoffnung, dass sich endlich wieder genügend Fans für diesen wunderbaren Sound finden, wird von Bands wie FINAL BREATH getragen. "Mind Explosion" liefert brachialen, kochenden, hochqualitativen, handwerklich erstklassigen Thrash, der trotz seiner Verbindung zu Quellen der Vergangenheit zeitlos klingt. Die deutsche Band erweist sich als gefinkelte Riffmaschinerie, die in perfekte Gitarrenwände immer wieder deffizile Parts integriert ("Killed By Lust"), groovige Momente liefert ("Break Down") und komplexe Arrangement kreiert. Wie hoch das Energielevel ist, demonstriert der Titeltrack: eine atemlos-präzise Hochgeschwindigkeitsjagt, ein potentieller Klassiker. Trotzdem verfällt ihre Darbietung nie in monotone Raserei, virtuos werden Breaks, Melodielinien oder kantige Death Metal-Elemente verwendet, um "Mind Explosion" in eine abwechlungsreiche Tour de Force zu verwandeln. Die kritisch-wütenden Texte brüllt Shouter Jürgen Aumann mit Hingabe in eine Welt hinaus, die jene Superscheibe auf keinen Fall versäumen darf. Final Breath spielen in der Champions League des Thrash Metal.

(Christian Prenger)

Metal.de - http://www.metal.de

Es gibt sie doch immer wieder, die vielzitierten Abrissbirnen und Schädelspalter in Form von kleinen, silbernen, runden Scheiben mit einem Loch in der Mitte. Die letzte Langrille, die diese Bezeichnung verdient hatte, war wohl DEW-SCENTEDs "Inwards" (für mich immer noch das bis dato beste Album dieses Jahres!). Mit ihrem zweiten Full Length Album "Mind Explosion" schicken sich deren Labelkollegen von FINAL BREATH dieser Tage jedoch an, zumindest mal ein wenig an der Vormachtsstellung oben genannter Band im Bereich Death/Thrash innerhalb der deutschen Grenzen zu kratzen. Während der pfeilschnellen Parts dieses Rundlings klingt man nämlich nicht selten wie der kleine, aufmüpfige Bruder von Leif Jensen und seinen Mitstreitern. Songs wie der Titeltrack, das unzähmbare Thrashmonster "White Prison" oder der Knüppelkiller "The Punisher" warten mit dermaßen rasiermesserscharfen Riffs, unheimlich aggressiven Vocals und brutal treibendem Drumming auf, dass die Gegend, die sich Nacken nennt, Gefahr läuft, Opfer einer globalen Überhitzung zu werden. Doch auf "Mind Explosion" wird nicht nur gnadenlos Tempo gebolzt. Mit langsameren, eher im Death Metal verwurzelten Stücken wie "Killed By Lust", dem atmosphärischen "Nondescript" oder dem tonnenschweren "When Love Turns To Hate" beweist man die Fähigkeit zu songwriterischer Abwechslung, wenngleich diese Songs nicht ganz an die fiesen Hochgeschwindigkeits-Thrash-Kanonaden herankommen, da sie nicht in gleichem Maße diese Häuserwände zum Einstürzen bringende Energie entfalten. Absoluter Glanzpunkt dieses Albums ist jedoch der unheimlich eingängige, hochmelodische Ohrwurm "To Live And To Die", der ohne Zweifel das Zeug zum Bandhit hat und noch einmal alle Stärken dieser ambitionierten Formation auf den Punkt bringt. Über die Produktion muss bei einer Referenz namens Andy Classen und seinem Stage One Studio nicht weiter geredet werden. Da gibt es nur zwei Worte: extremst fett! So schrammen FINAL BREATH mit ihrem neuesten Output aufgrund der genannten, klitzekleinen Schwächen haarscharf an den 9 Punkte vorbei, wobei ich mir aber überhaupt keine Sorgen mache, dass diese Jungs diese Hürde in der Zukunft auch nehmen werden. Leute, checkt diese Geistesexplosion an. In diesem Sinne: Welcome to Death-Thrash-Chaos!

8 von 10 Punkte (Metalgreg)

Earshot.at - http://www.earshot.at

Meine Güte - was landet hier bei mir! FINAL BREATH, die guten alten Thrash - Deather aus deutschen Landen sind nun bei Nuclear Blast untergekommen! Nun, und ich kann angesichts der brachialen Gewalt, mit der einem die CD ins Gesicht schlägt, nur sagen: sie haben es verdient! Tjaaaaa, SO hätte ich mir die neue HOLY MOSES Scheibe vorstellen können ... Aggression, Brutalität, Energie, Geprügel ohne Gnade. Ich pisse auf die ganzen Dess Metal Laschis, die glauben, brutal, hart und böse zu sein - FINAL BREATH ficken Euch und werfen Euch dann weg! AAAAABER NEIN - ANDY CLASSEN produziert FINAL BREATH besser als HOLY MOSES..... Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder Death Metal spielen werde, ein derartiger Peak an Aggression und Power lässt sich einfach nur mit Musik erreichen, die FINAL BREATH machen. Die Produktion ist hammermäßig, der Gitarrensound ein bisschen transistormäßig, die Coverzeichnung ein bisschen mittelmäßig, und das war´s auch schon mit dem „mäßig", harhar. Mancherorts erinnerte mich das Songwriting an neuere SACRED REICH, dann wieder ein wenig an BOLT THROWER, auch schwedische Einflüsse sind zu finden. Spieltechnisch ist hier schnörksel- und gefidelfrei alles im grünen Bereich. Nahezu astreine Arbeit. Die Soli sind teils nicht gar so gut, aber nicht wesentlich über dem Level. Die aggressiven Thrashattacken erhalten die Spannung grossteils aufrecht, und ich staune wirklich, was die Jungs im Lauf der leztzen 6 Jahre aus sich gemacht haben! Gratulation - die erste mir persönlich komplett langjährig bekannte Underground Band, aus der jemals etwas geworden ist! Derartig ungenierte Brutalität verdient nur eines:

7 von 7 Punkte. Prädikat: Geniestreich (Corniger)

Dark Tales - http://www.dark-tales.de

Die deutsche Krawall-Combo FINAL BREATH wurden 1993 gegründet und brachten nach den De- mo-Tapes "Soulchange" (1995) und "End Of It All" (1997) im Jahre 2000 ihr offizielles Debüt-Werk "Flash-Burnt Crucifixes" heraus. Nach einigen Gigs mit bekannteren Bands wie z. B. DISBELIEF, NIGHT IN GALES oder BLACKEND, wurde Ende 2000 mit Andy Classen das "Stage One Studio" geentert, um mit geändertem Line-Up (Sängerwechsel) den aktuellen Longplayer einzutrümmern. Auf "Mind Explosion" werden von Jürgen Aumann (Reibeisen), Jörg Breitenbach (Guitars), Werner Müller (Guitars), Thomas Wissel (Bass) und Heiko Krumpholz (Drums) zehn fette Granaten abge- schossen, die das Herz eines jeden Thrashers entzücken werden. Die Riff-orientierten Nummern werden meist mit Bleifuß heruntergedroschen - haben aber zur Stress-Vermeidung eine Fülle von Breaks eingebaut (bestes Beispiel: "The Punisher"). Midtempo-Stücke sind auch dabei, wie z. B. "When Love Turns To Hate" oder "To Live And To Die" (sehr eingängig mit für FINAL BREATH ver- hältnismäßig melodischen Gitarren!). Mein Favorit auf der CD heißt "Killed By Lust" - ein sehr ab- wechslungsreicher Song mit variablen Gesang und überwiegenden Midtempo-Parts. Die Band hat den Thrash Metal zwar nicht neu erfunden, aber es gelingt ihnen, mit "Mind Explosion" insgesamt ein überdurchschnittliches Album mit vielen Anleihen an den guten alten 80er-Jahre-Thrash (Refe- renz: EXODUS) abzuliefern. Das Cover zeigt einen hungrigen Kannibalen auf dem Weg zum Mit- tagessen, der als Vorspeise schon zwei Menschlein verputzt hat. Mehr Infos zu FINAL BREATH gibt es unter www.finalbreath.de

Note: 2 - 3 (Achim)

Powermetal.de - http://www.powermetal.de

Eine große deutsche Thrash Metal-Hoffnung tat sich von gut zwei Jahren auf, als FINAL BREATH ihr Debüt-Album "Flash-Burnt Crucifixes" auf den Markt brachten. Einiges hat sich bei den Teutonen-Thrasher geändert: Zum einen im personellen Bereich - Michael Imhof musste auf Grund musikalischer Differenzen die Band verlassen, für ihn kam Jürgen Auermann in die Band und brachte mit seiner Death Metal-Stimme frischen Wind in die Combo. Zum anderen haben sich FINAL BREATH endlich einen Deal bei Nuclear Blast ergattert, was natürlich der Produktion von "Mind Explosion" absolut zu Gute kam. Vergleicht man einmal die beiden Produktionen von "Flash-Burnt Crucifixes" und dem neuen Output, so tun sich himmelweite Unterschiede auf. Das spürt man am deutlichsten bei Tracks wie dem knüppelharten "Mind Expolsion", dem schmissigen "Break Down" oder dem Black Metal-lastigen "Nondescript". Doch nicht zuletzt der neue Deal brachte frisches Blut in die Band, sondern der oben erwähnte Wechsel des Frontmanns. Jürgen Auermann grunzt sich in bester Death Metal Manier durch den Silberling, achtet aber sehr darauf, nicht eintönig zu klingen. Meiner Meinung nach gelingt ihm das sehr eindrucksvoll. Aber nicht nur allein der Mann am Mikro setzt neue Impulse, sondern die Gitarrenarbeit von Jörg Breitenbach und Werner Müller zeigt ebenfalls deutliche Verbesserung: Die thrashigen Grundriffs und verspielten Hooklines gehen sofort ins Bangzentrum des Gehirns und lassen den Kopf automatisch in alle Richtungen kreisen. Kurz und gut, so was nenne ich Weiterentwicklung! Eines steht auf alle Fälle fest: FINAL BREATH haben ihren letzten Atemzug noch lange nicht getan! Anspieltipps: Mind Expolsion; Killed By Lust; When Love Turns To Hate; The Punisher; Careless

Alex Kragl

Walls Of Fire - http://www.wallsoffire.de

Obwohl sie immer noch nicht zu den berühmten Audio-Extremisten Deutschlands zählen, sind FInal Breath gar nicht irgendeine junge Band. Das Quintett existiert noch seit 1993 und hat schon ein Studio-Album, "Flash-Burnt Crucifixes" (2000), eine EP, "End of It All" (1997), und ein Demo, "Soulchange" (1995), in seiner Diskographie. Anfang August 2002 wird die Zahl der Werke wieder wachsen, diesmal mit der Veröffentlichung vom zweiten Album, "Mind Explosion", worauf alle Liebhaber des Thrash Metals von der neuen Generation gespannt sein sollten. Die Musik der zehn Songs ist zwar eine ideenreiche Mischung aus Thrash und Speed Metal, und die Vocals sind mehr Death-orientiert, das heisst, die Tracks von Final Breath erinnert von Zeit zu Zeit stark an den Kreaturen von Bands wie Dew-Scented, Disbelief oder Night In Gales... doch konzentrieren wir uns besser auf der CD. Das ganze neue Album - mit einer Ausnahme - wurde vom ex-Holy Moses Gitarristen Andy Classen (also eine der Thrash-Legenden Deutschlands!) in seinem Stage One Studio produziert, und die oben genannte Ausnahmen ist der Gesang... Nachdem die Gitarristen Jörg Breitenbach und Werner Müller, Bassist Thomas Wissel und Drummer Heiko Krumpholz ihre Partien bei Andy aufgenommen hatten, verstanden sie auf einmal, daß ihr Sänger Michael Imhof nicht die richtige Stimme für Final Breath war... Also wurde der Bursche gefeuert und von Jürgen Aumann ersetzt, dessen mächtiges, ausgezeichnetes Brüllen überall auf "Mind Explosion" zu hören ist. Leider war aber zu dieser Zeit Stage One schon total voll, deshalb wurden die Vocals im Steelpride Studio aufgenommen, und danach hat Herr Classen das ganze gemischt. Was den Inhalt des Silberlings angeht, das wurde schon ein paar Zeilen vorher geschrieben - boshafter Thrash/Speed Metal mit wütendem Death-Gesang. Der Sound ist so fett wie möglich, das Tempo ist vor allem mittel- zu ultra-schnell, was man noch im Titelstück deutlich hören kann, doch es gibt auch einige langsameren Passagen (wie z.B. in "Killed by Lust" und "When Love Turns to Hate"), was glücklicherweise das ganze Werk ziemlich abwechslungsreich macht. Dafür helfen auch die coolen Melodien, die die Band in den Strukturen der Songs eingebaut hat, sowie auch das unglaublich gute, groovige Gitarren-Riffing (hier und da denkt man sogar an Metallicas Meisterwerk "...and Justice for All", was für mich persönlich ein großer Plus ist). Besonders gut gehen ins Ohr Killer-Kompositionen wie "Break Down", "White Prison" oder "Careless". Dieses Album sorgt definitiv für eine totale Mosh'n'Bang Explosion!

9 von 10 (Nicki)

Metal Inside - http://www.metal-inside.de

Ich fühle mich mal wieder wie in der Zeitmaschine. Und das ist gut so, denn während Altmeister wie Slayer oder Testament in den vergangenen Jahren allerhöchstens Durchschnittsware (auf CD wohlgemerkt) abliefern, knallt diese Scheibe der Würzbürger FINAL BREATH wie einst Testament in Holland. Von Andy Classen ausgestattet mit dem, was man allgemein als „fette Produktion" bezeichnet, geht „Mind Explosion" an den Start. Und ist sofort auf hundert. Das Titelstück demonstriert den alten Herren von Slayer eindrucksvoll, welch energetischen Stücke sie mal geschrieben haben und zeigt, welch` Energie eine frische Band auf eine CD packen kann. Sehr geil, sehr Slayer. In „Break Down" erinnern mich die Jungs dann sehr heftig an bessere Testament-Zeiten mit feinen Melodien und tiefen und vor allem passenden Growls. Für Nu-Metaller is das hier absolut nichts, aber alle, die neben den heute „gebräuchlichen Genres auch den ein oder anderen Schuss Nostalgie vertragen können, die müssen jetzt zuschlagen. Aber versteht mich nicht falsch: Wir haben es hier nicht mit dem x-ten Thrash-Aufguss zu tun. Die Jungs haben und machen Bock, bringen das rüber und verbinden moderne Möglichkeiten mit alten, wertvollen Wurzeln. Coole Scheibe, wer hätte das gedacht. Und jetzt pack ich doch mal wieder ne alte Vinyl-Scheibe auf meinen Schallplattenspieler („Dynamo, fuck the rain...").

memme (CD-Tipp!)

Metal District - http://www.metal-district.de

Kurzes Getöse, dann folgen schon die ersten Gitarrenriffs die unweigerlich zeigen was hier ab geht... und die Antwort kann nur eins sein: THRAAAAAAAAAAAAAASH! War schon das Debüt-Album "Flash-Burnt Crucifixes" nicht von schlechten Eltern, so haben sich die mittlerweile beim Szene-Giganten Nuclear Blast untergekommenen Bavaria-Thrasher nochmals um knapp 100 Prozent steigern können und rocken wie die Seuche! Der Titeltrack und somit gleichzeitig als Opener fungierende Hammer "Mind Explosion" leutet ein unheilvolles Prügel- und Knüppelfestival ein, welches aber immer wieder durch geniale Groove-Bastarde noch erdrückender wird. Größtes Plus auf Seiten von FINAL BREATH ist allerdings der neue Frontbrüller Jürger Aumann, welcher früher mal bei SOUL DEMISE und VIOLATION seine Stimmbänder malträtierte. Vor allem seinen derben Vocals ist es zu verdanken dass die von schneidendem Thrash-Riffing und abwechslungsreichen Drumming geleiteten Songs noch besser in die Gehörgänge drängen. Ebenso richtig fett kommen die Gitarrenduelle der beiden Klampfer Jörg Breitenbach und Werner Müller als auch die Soli von erstgenanntem! Egal ob man mit eher groovig angesiedelten Nummern wie "Killed By Lust" oder Hochgeschwindigkeitsgranaten à la "The Punisher" aufrockt, die Matten können einfach nicht still bleiben und werden statt dessen nur noch im Kreis fliegen! Geile Scheibe die ich jedem Freund von prügelndem und sehr schnellem Thrash Metal ans Herz legen kann! Check it out!

9,5 von 10 Punkte (pw)

Battle Cries - http://www.battlecries.de

Wer hätte das gedacht - noch vor einem Jahr waren Final Breath auf meinem putzigen kleinen Sampler zu hören, und hastenichgesehn findet man die Herren bei Nuclear Blast wieder. Glückwunsch! Schon im zu dieser Zeit geführten Interview Heiko (Rumms-Drums) wurde angekündigt, dass es wegen der tieferen Stimmlage des neuen Sängers Eumel ein Stückl härter zur Sache gehen wird, man ansonsten aber dem Stil von "Flash-Burnt Cricifixes" bleiben wolle. Tja, und ebenso kam es. Die neuen Songs haben eine Prise mehr Death Metal intus, sind aber im Grunde feinster traditioneller Thrash. "Break Down" und "Careless" sind Agression pur, während z.B. "Nondescript" ducrh geschickt eingebrachte Breaks und klasse Refrain zu überzeugen weiss (ohne dabei weniger zu killen als der Rest). Wo man hinhört Riffgewitter, erstklassige Gitarrensoli und präzies Hochgeschwindigkeitsdrumming. Kurz und gut: ein erstklassiges Thrash Metal Album!

Prädikat: Thrash till Death!

Neckbreaker - http://www.neckbreaker.de

Attack of the Mongolian Zombie Warrior?? Jedenfalls ist dies der erste Eindruck der durch das Cover entsteht. Da sich hier Nuclear Blast die Jungs unter die Fittiche genommen haben kann man vom künstlerischen Layout nicht von einem unprofessionellem Auftritt sprechen. Viel interssanter ist natürlich der musikalische Inhalt dieser Silberkonserve. Beim ersten Durchlauf schwemmen Vergleiche und mögliche Einflüsse an die Oberfläche, die sich wie ein "Who is Who" der Szene Größen anhört. Dies könnte auch an dem überschwengliche Bierkonsum zur Zeit des Checkups liegen. Nichtsdestotrotz bekommt man den Eindruck eines guten Brückenschlages zwischen alten Thrash und neuem Thrash Sound. Eine Mischung aus THE HAUNTED, DEATH, DEW-SCENTED. Der Gitarren Sound erinnert an alte TESTAMENT, gepaart mit ein paar Einflüssen von Darkane. Die Lieder sind recht lang für einen alten Ohrenbluter wie mich. Dies tut dem Hörgenuss aber durchaus keinen Abbruch, da diese deutsche Gruppe eine schöne Abwechslung mit sich bringt. Clean Vocals, derber Gesang und der Groove kommt nicht zu kurz. Schöne Breaks und Tempiwechsel sind auch dabei. Auch hier scheinen DEW-SCENTED schön grüßen zu lassen. Ein durchaus sehr positives Gespür für dezente Melodien, ohne dabei den drive zu verlieren. Oder um es anders auch zu formuliern schnelle und groovige Lieder wechseln sich ab. Die Gruppe FINAL BREATH, als da wären Werner "Space" (Gitarre), Jörg Breitenbach (Gitarre/Leads), Heiko Krumpholz (Drums), Thomas Wissel (Bass) haben eine Zukunft. Die Musik ist abwechslungsreich von "Neckbreakern" bis zu schnellen Stampfern. Der technische Aspekt kommt nicht zu kurz. Kurz um, die Jungs brauchen sich vor den neuen DESTRUCTION nicht zu fürchten, da der Sound abwechslungsreicher ist.... Für mich eine neue deutsche Thrash Hoffnung! Die auch auf mehr hoffen lässt.

www.finalbreath.de bietet euch mehr Möglichkeiten intensiver mit dieser hörenswerten Band zu beschäftigen.

(Suwarin)

Music Scan - http://www.music-scan.de

Die Jungs von Final Breath sind seit 1993 aktiv und legen mit "Mind Explosion" ihr zweites Vollzeit Album vor. Es ist aber das erste Release auf Nuclear Blast und die haben mit dieser Verpflichtung eine gutes Näschen bewiesen. Die Jungs hauen uns hier mit Intro 10 Songs um die Ohren, die sich gewaschen haben. Es gibt ne amtliche Vollbedienung in Sachen Thrash Metal, der alten Schule. Als Referenzen würde ich Slayer und Testament anführen. Angereichert wird das Ganze mit einigen Death Metal Einflüssen. "Mind Explosion" kommt herrlich frisch und energetisch rüber, ohne dabei altbacken zu klingen. Kurz gesagt es gibt nen ordentlichen Tritt in den Arsch. Soundtechnisch wurden Final Breath von Andy Claasen in Szene gesetzt, der wiedermal einen Bombensound gezimmert hat. Während der Aufnahmen haben sich die Jungs von ihrem alten Sänger Michael Imhof getrennt. Er wurde aber schnell von Jürgen Aumann (Soul Demise, Violation) ersetzt, der das ganze Album nochmal einsingen musste. Jürgen verleiht "Mind Explosion" durch seinen Stimme diesen leichten Death Metal touch, der das Ganze nochmals nach vorne pusht. Meine Highlights der Scheibe sind "To Live And To Die" und natürlich der Opener und Titletrack "Mind Explosion". Eine wirklich runde Sache haben die Jungs da abgeliefert nur das Coverartwork will mir nicht gefallen, wobei ich zugestehen muss, daß es einen gewissen "Old School" Charme transportiert - aber das nur am Rande.

8 von 10 Punkte (Janick)

Totentanz - http://www.metalmafia.de

Wer zum Einstieg eine derartige Thrashgranate vorlegt, wie Final Breath mit ihrem Titeltrack, der kann eigentlich schon gar nicht mehr verlieren. Das folgende "Killed By Lust" zügelt zwar etwas das Tempo, rauscht aber nicht minder aggressiv durch die Speaker. Neben diesen Trademarks sind die 10 Tracks auch durchsetzt von dezenten Death Metal-Elementen ("When Love Turns To Hate") und gelegentlichen melodiebetonteren Phasen ("To Live And To Die"). Mit "Mind Explosion" zeigen Final Breath jedenfalls deutlich auf, dass neben den Altrecken durchaus auch hoffnungsvoller Nachwuchs in Sachen hochwertigem Thrash in deutschen Landen vorhanden ist.

(Hansy)

Rock City News - Ausgabe Nr. 62, http://www.rock-city-news.de

Was war das Qualitäts- und Gütesiegel "Made in Germany" in den 70er- und 80er-Jahren noch angesehen. Deutsche Autos galten allerorts als unkaputtbar und Thrash-Kapellen mit dem Adler im Pass als unerreicht, was ohrale Brutal-Befriedigung betrifft. Mittlerweile ist zwar bei den teutonischen Bolide, der Lack mächtig ab, gethrasht wird hierzulande aber immer noch vom Feinsten - und das neben Genre-Urvätern wie Kreator und Destruction zunehmend auch von Angehörigen der zweiten Böller-Generation. Bestes Beispiel: Final Breath. 1993 gegründet, walzen sie 2002 mit ihrem erst zweiten Longplayer Mind Explosion derart beachtlich und routiniert über die Rüben, dass sich auch die internationale Szene verwundert die Lauschlappen reiben dürfte. Schließlich stimmt bei den zumeist recht flott gehaltenen zehn Nummern vom Riffing über die Death-Anleihen bis hin zum kraftvollen Power-Kreisch-Brüll-Geshoute beinahe alles.

(Alexander "Rezimessias" Karnowski)

Metalius - http://www.metalius.de

Dass die deutsche Underground Szene lebendig wie selten zuvor ist, sollte sich bis ins letzte Dorf herumgesprochen haben. Final Breath beweisen das mal wieder eindrucksvoll, auch wenn sie mit ihrem neuen Deal bei Nuclear Blast nicht mehr lange zum Underground gehören sollten. Mit ihrer Mixtur aus Death und Trash Metal sind die Jungs zwar nicht unbedingt innovativ, aber nichts desto trotz bläst einem das neue Album glatt die Birne weg. Und damit das Ganze nicht zu eintönig wird, hat man des Öfteren auch mal klassische Riffs und ruhigen Gesang eingestreut, um das ganze etwas aufzulockern. ("Nondescript"). Der neue Vocalist Jürgen Aumann zeichnet sich durch abwechslungsreiche und aggressive Vocals aus und übertrifft seinen Vorgänger doch um Längen. So pendelt "Mind Explosion" zwischen Midtempo Songs wie "Nondescript" und Speed Attacken wie "White Prison", was dem geneigten Hörer dazu verleitet, die Scheibe immer wieder in den CD Schacht zu befördern. Absoluter Anspieltipp der CD ist aber das famose "To live and to die", welches durch eine großartige Symbiose aus melodischem Riffing und Aggression besticht. Der Sound ist einwandfrei, ich sag nur STAGE ONE STUDIO, alles klar? Für alle, die es härter mögen ist Final Breath einen Kauf wert!

8,5 von 10 Punkte (Sebastian Czech)

Delicious Bowels - http://www.delicious-bowels.de

Heissa, kann mir mal jemand verraten warum ich bis jetzt noch nix (wenn man mal vom Namen absieht) von FINAL BREATH gehört habe???? Durch Zufall hab ich die Jungs auf dem Brainslaughter Festival in Köln das erste mal Live gesehen und war schlagartig von den Socken. Obwohl der Sound alles andere als klar und fett war, zumindest am Anfang des Sets von F.B. Es stand also ausser Frage die Jungs anzuquatschen und Promomaterial anzufordern. Prompt erreichte mich ein paar Tage später "Mind Explosion" und ich kann Euch sagen. DAT TEIL KNALLT!!!! Ähnlich wie ihre Label Kollegen DEW SCENTED setzten FINAL BREATH auf knallige Thrash Riffs, gepaart mit Filligranität der Marke DEATH. Hinzu kommt noch die Tatsache das Gitarrist Jörg Breitenbach auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Chuck Schuldiner (R.i.P.) hat. Lange nicht mehr so geile Refrains wie bei "Mind Explosion", oder dem genialen "To Live and to die" gehört. Alle neun Songs (+Intro) pumpen wie Sau und Eumels brutales Organ lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Aufgenommen wurde MIND EXPLOSION übrigens bei "uns Andy" (Claassen). Über die Qualitäten dieses Herrn, in punkto geile Produktionen, Worte zu verlieren, hiesse nix anderes als die bekannten Eulen nach Athen zu tragen. Wenn F.B. so weitermachen wie auf diesem Silberling dürfte die Zukunft in Sachen Deutscher Thrash-Death Metal rosig aussehen!

(DK)

Thrash Till Death - http://www.thrashtilldeath.de

Nuclear Blast haben sich wieder einmal mit Final Breath, wie schon mit Dew Scented, einen absoluten Kracher an Bord geholt. So ist „Mind Explosion" in kurzer Zeit zu einem CD-Player Besetzer bei mir geworden und setzt für mich Maßstäbe, die früher einmal Bands wie Slayer zu Reign in Blood Zeiten vorbehalten waren. Soundtechnisch haben Final Breath auf Andy Classen vertraut, was sich mehr als ausgezahlt hat. Schon der Titelsong „Mind Explosion" knallt einen Nackenbrecher um die Ohren, der die Bangmuskeln stark beansprucht und an Brutalität kaum zu überbieten ist. Schnelle Thrash-Riffs wechseln sich mit tragenderen Death-Parts ab und der geniale Gesang gibt die letzte Würze, die den Song als Ohrwurm im Gedächtnis festhalten. Ruhepausen für den Nacken findet man auf dem gesamten Silberling wenige, da alle 9 Songs plus Intro wie ein Gewitter über einen kommen und kaum Zeit für bangfreie Minuten lassen. Wenn Gewitter alle so klasse wären, hätte ich das gern jeden Tag. Final Breath zeigen mit „Mind Explosion", dass es nicht immer nur Bands wie Slayer sein müssen, die einen in Extase bringen können und die Überschrift „Death-Thrash Chaos", die auf der Final Breath Homepage prangt, beschreibt eigentlich am besten, was man sich mit „Mind Explosion" ins CD-Regal holt. Wer auf Thrash-Riffs, gepaart mit einer guten Portion Death-Metal, steht kommt an diesem Silberling nicht vorbei. Anspieltips kann ich hier in Hülle und Fülle geben! Auf jeden Fall gehört „To Live and to die" auf alle Fälle dazu, mit dem Final Breath beweisen, dass man Thrash-Riffs a la Testament sehr gut mit Death-Metal Einflüssen paaren kann. „Killed by lust" beweist, dass Brutaltiät sich nicht unbedingt durch Schnelligkeit auszeichnet, sondern dass man auch mit tragenden Riffs einen Song abliefern kann, der die Bangmuskeln zucken lässt. Vorsicht ist allerdings beim Titelsong „Mind Explosion" geboten: Am besten vorher anschnallen, damit man nicht moshend und bangend durchs Wohnzimmer rennt und dass mal von Tankard erfundene „Bett- und Schrank-Diving" im heimischen Schlafzimmer praktiziert. Alles in allem ist „Mind Explosion" für mich eines der Highlights am deutschen Band-Himmel und verdient eine:

9,5 von 10 Punkte (Susi)

Metalglory - http://www.metalglory.de

Thrash Metal wie er früher mal war: Voll auf dem Gaspedal und kompromisslos auf die Zwölf. Bands wie Slayer sind in die Jahre gekommen und können den Fuß nicht mehr ganz durchtreten. Um den Nachwuchs sieht es in diesem Bereich auch recht düster aus. "Final Breath" aus Bayern treten mit ihrem dritten Werk "Mind Explosion" aus dem Schatten der Nachwuchsthrasher heraus und legen ein brachial-erfrischendes Werk vor.
Riffs, scharf wie eine Rasierklinge, treibende Schlagzeugarbeit und die aggressiven Vocals sind bestes Futter um den Nacken mal wieder ordentlich zu trainieren. Wenn Euch dann wegen des Stiernackens jemand fragt, ob ihr Bodybuilder seit, könnt Ihr lachend antworten: "Ne, habe nur Final Breath gehört." Sehr geschickt von Final Breath nicht alles auf die Hochgeschwindigkeitskarte zu setzen und mit facettenreichen Kompositionen Abwechslung in das Album zu bringen. "When Love Turns To Hate" könnte durchaus auf einem skandinavischen Melodic Death Album seinen Platz finden. "White Prison" hält den Hörer mehr im speedigen Bereich gefangen. "Killed by Lust" ein leicht orientalisch angehauchter tonnenschwerer Predator. Und dann ist da noch "To Live And To Die". Ein Vorschlaghammer erster Güte. Der hat Potential zum einem Genre-Klassiker: Richtig eingängig, ein Refrain zum Mitgrölen und dabei knallhart und mit ordentlichem Tempo. Jungs, wenn Ihr ein Album mit 10 solchen Geschossen produziert, verbrenne ich meine Slayer-Sammlung und baue Euch einen Altar.
Aufgenommen wurde MIND EXPLOSION von Andy Claassen, so dass über die Produktionsqualität dieser Scheibe in einem Satz alles gesagt ist.

Ob schnell oder etwas langsamer. "Mind Explosion" killt zu jeder Sekunde und lässt keine Zeit zum Ausruhen.

9 von 10 Punkte (LEX)

Blood Dawn - http://www.blooddawn.de

Die deutschen Thrash-Todesmetaller von FINAL BREATH konnten mit dieser Scheibe einen großen Erfolg feiern und sich schnell einen guten Namen machen. Und tatsächlich liefern FINAL BREATH mit "Mind Explosion" ein edles Juwel des Genres, das sich jeder Fan unbedingt zulegen sollte. Der Sound weist schwedisch-nordische Einflüsse auf, ist aber auch stark von Übersee geprägt und weckt direkt Assoziationen an das jüngste Hammerrelease von MALEVOLENT CREATION. Das, was die Jungs wohl am deutlichsten von ihren Kollegen aus den USA unterscheidet, ist der oldschoolige und undergroundige Touch, den "Mind Explosion" hat. Ebenso agieren FINAL BREATH sehr viel abwechslungsreiches und detailgetreuer. Nach einem kurzen Intro geht es auch direkt mit dem Opener und Titeltrack "Mind Explosion" los. Thrash-Death der Extraklasse, der dem Hörer schon von der ersten Minute an das Herz aufgehen lässt. Dicke Pluspunkte sackt die Combo ein, weil sie im Folgesong "Killed By Lust" nicht stur weiterprügelt, sondern einen langsamen und schleppenden Song liefert. Änhliches findet sich auch in "Nondescript" wieder, der von einer atmosphärischen Gitarre geprägt wird und ebenfalls sehr ruhig daherkommt. Coole Basedrum Action gibt es im hämmernden "White Prison", das durch seinen markanten thrashigen Charakter und herrliches Riffing gefällt. Bemerkenswert ist der anfängliche kurze Normalgesang, der den wieder schleppenden Song "When Love Turns To Hate" einleitet, welcher an neumodischeren Elchtod erinnert. Mit dem genialen Hammer "To Live And To Die" geht es denn langsam in die Endrunde. Der Track wird von einer dominanten und melodischen Gitarrenmelodie und einem erstklassigen Gesang geprägt und dürfte jeden melodisch versierten Metaller im Kreis springen lassen. Den letzten Tritt erhält der schon am Boden kniende Hörer dann mit dem hymnischen "Careless", in dem wieder eine ruhige mit Reingesang untermalte Passage vorkommt und der einen besinnlichen Ausklang eines bemerkenswerten Albums darstellt. An "Mind Explosion" gibt es eigentlich nichts wirkliches auszusetzen. Außer einem allumfassenden Lob und einem Funkeln in den Augen (und einem Piepen in den Ohren) bleibt nichts übrig. Man sollte bei FINAL BREATH nicht mit einem Amipanzer wie MALEVOLENT CREATION rechnen, denn wie anfangs erwähnt, stellten die Deutschen ihr Album sehr viel bedächtiger und facettenreicher zusammen. Ein geiles Teil, das jeden Liebhaber von Thrash-Death einen Luftsprung vollführen lassen dürfte. Man hoffe auf einen qualitativ mindestens genauso hochwertigen Nachfolger!

5 von 5 Punkte (GT)

Ancient Spirit - http://www.ancientspirit.de

Diese Scheibe ist zwar nicht die neuste, aber einfach zu gut um sie nicht vorzustellen. Nachdem ich FINAL BREATH mit Ihrem neuen Sänger Jürgen "Eumel" Aumann (Ex-SOUL DEMISE; Ex-VIOLATION) schon Live gesehen habe und die Band mich da absolut überzeugt hatte, war ich auf 'Mind Explosion' doch sehr gespannt. Der Vorgänger 'Flash-Burnt Crucifixes' ist mir leider nicht bekannt, aber dieses neue Scheibchen hier gefällt mir sehr gut! Astreiner Thrash/Death Metal, der immer nach vorne powert aber nie abgedroschen oder monoton rüberkommt. Im Gegenteil, bei den meisten Songs haben FINAL BREATH einen richtig guten Songaufbau am Start, welcher auch durch seine Variation zu gefallen weiß. Bei vielen Bands des gleichen Genres klingen viele Tracks doch manchmal ziemlich gleich. Auf 'Mind Explosion' ist dies absolut nicht der Fall. Doch das große Plus der Band ist Ihr neues Frontschwein. Denn die Stimmt von "Eumel" fand ich schon immer mit die beste im deutschen Underground. Und zur musikalischen Ausrichtung von FINAL BREATH passt sie wie die Faust auf´s Auge. Produziert wurden die zehn Geschosse von Andy Classen, welcher ja fast schon einen super Sound garantiert. An alle Headbanger - Kaufen! Und vor allem die Band Live erleben!

10 von 12 Punkte (Olly)

Metalnews - http://www.metalnews.de

Knüppel aufn Kopp! So schien wohl das Motto des seit '93 aktiven Fünfers zu lauten, als sie sich an die Arbeiten zum Nuclear Blast-Einstand „Mind Explosion" machten. Läßt das Cover doch zuerst auf eine Power- oder Pagan Metal-Kapelle schließen, wird hier kräftig Kurs auf des Hörers Kauleiste genommen und es präsentieren sich 10 Songs wie aus einem Guss und knallen wie gesagt richtig derbe rein.
Einleitend in das knapp 50-minütige Inferno kommt „Under Pressure" als schon schön rumpelnd und Riffbetontes Instrumental-Intro auf einen zu, das den Rest des zweiten Longplayers aus dem Hause Final Breath wage vermuten lässt. Was dann folgt ist aggressiver, schneller -mitunter auch mit schleppenden Passagen versehener- Thrash, dem sich kein geneigter Hörgang zu entziehen wagen wird.
Bezug genommen wird mit Sicherheit auf das ebenfalls in diesem Jahr erschienene fulminante Dew-Scented-Werk „Inwards", das mit im Bereich Thrash Metal aus deutschen Landen deutlich Akzente gesetzt hat und wohl des öfteren noch als angegebene Referenz anzutreffen sein wird. Allerdings finden sich auch andere Elemente, wie zum Teil episch angehauchte oder old School Heavy-Metal-Passagen, gefolgt von derbem Geprügel durch die nächste Hauswand.
Eigenständig würde ich das Ganze zwar nicht nennen, doch unglaublich gut umgesetzt. Bleibt abzuwarten, ob die Jungs live ebenso Qualität beweisen werden.

5 von 7 Punkte (Shilrak)

Bright Eyes - http://www.bright-eyes.de

Es wurde auch Zeit, dass die talentierte und sympathische Truppe mit ihrem neuen Material wieder einen Plattenvertrag ergattern konnte. Im Vergleich zum Vorgänger „Flash Burnt Crucifixes" hat man nochmal eine Schippe an Brutalität und Aggression draufgepackt und kann fast an die letzte DEW SCENTED anknüpfen. Egal ob superflott und brutal wie „Mind Explosion" oder schädelspaltend heavy wie „Nondescript", die Herren um Trommler Heiko Krumpholz überzeugen, selbst wenn sich einige Melodien wie bei „To Live And To Die" eingeschlichen haben. Mit ihrer gnadenlosen Mischung aus viiiel Thrash und etwas Death Metal stehen FINAL BREATH national ganz weit vorn und brauchen sich auch in Europa nicht zu verstecken!

11 von 13 Punkte (Oliver Vollmer)
17.02.2012
» D-Jena, Rosenkeller

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Modified: 23.01.2005




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