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Rock Hard - Ausgabe 11/2004

FINAL BREATH dürften einigen Underground-Freaks schon länger ein Begriff sein. Mit ihrem brandneuen Album setzen die Jungs einmal mehr auf wütenden, von Andy Classen fett produzierten Thrash Metal abseits aller Trends. Mit einem kurzen, aber geilen Instrumental, dem furiosen "Strong Pain" sowie dem hammerharten "Eyes Of Horror" legt das Quartett gleich mächtig los. In Folge knüppelt man sich durch acht neue, von vielen Rhythmuswechseln gekennzeichnete Songs sowie zwei Neueinspielungen des "Flash-Burnt Crucifixes"-Albums ("Exposed To Hatred", Sociopathically Insane"), wobei das mit atmosphärischen Leads versehene "Empty Eyes" besonders herausragt. Zusammen mit Abandoned sind FINAL BREATH derzeit die wohl heißeste Thrash-Hoffnung Deutschlands. Geil!

8 von 10 Punkte (Bruder Cle)

Metal Hammer - Ausgabe 11/2004

Respekt! Trotz einer sich immer wiederholenden misslichen Situation lassen sich Final Breath ihrer bewundernswerten Hartnäckigkeit nicht berauben - man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Quartett aus vermeintlichen Rückschlägen Kraft tankt und in positive und kreative Energie umwandelt. Final Breath bollern ihre neun neuen Songs plus Intro frisch, unverbraucht, motiviert, zielstrebig, aber professionell und mit einer beachtlichen handwerklichen Brillanz runter. Die abwechslungsreichen, oft komplex strukturierten Stücke enthalten neben kniffligen Sequenzen auch rhythmische Groove-Passagen, die sich hervorragend zum Abschädeln eignen. Zum endgültigen Sprung in die erste Liga fehlt der Band nur noch etwas kompakteres Songwriting und das berühmte Quäntchen Glück. Wer auf anspruchsvollen, eigenständigen Thrash Metal mit Todesblei-Elementen auf konstant hohem Niveau steht, sollte Final Breath zwei Ohren leihen.

5 von 7 Punkte (Detlef Dengler)

Legacy - Ausgabe 33 (05/2004)

Remedy Records entwickeln sich immer mehr zu einem Lieferanten toller Thrash-Alben. Vor kurzem das Necronomicon-Comeback, und jetzt mit "Let Me Be Your Tank" das dritte Langeisen von FINAL BREATH. Die meisten Songs gehen ab wie Zäpfchen, bieten Highspeed-Killerriffs, rasende Doublebass und einen aggressiv bellenden Sänger, der nicht selten an Chuck Schuldiner erinnert. Das Album enthält mit dem unspektakulären Titelsong eigentlich nur einen etwas schwächeren Song, der Rest erhält ausnahmslos das Prädikat 'crushing'. "Let Me Be Your Tank" erinnert sehr an die Pionierzeiten des Thrash, als die Musik immer schneller und technischer wurde und überschreitet oft auch die Grenze zum Death Metal. Die Scheibe stellt aber auch im Hier und Jetzt ein absolutes Glanzlicht zwischen Slayer, Dew-Scented, Sepultura und Dark Angel dar. Zieht Euch den Opener 'Strong Pain', 'Bemoaned Animosity' oder den finalen Punch 'Coma Divine' rein, und Ihr werdet wissen, was ich meine. Aber auch, wenn FINAL BREATH mal ein bisschen vom Gaspedal gehen, wissen sie zu überzeugen. So geschehen zum Beispiel in 'Eyes Of Horror', das mit netten Melodien versetzt ist. Neben acht neuen Nummern und einem Intro stehen auf der Scheibe übrigens auch zwei Re-Recordings des ersten Albums "Flash-Burnt Crucifixes", von denen besonders 'Exposed To Hatred' ein Album-Highlight darstellt. Wenn die Band jetzt mal ein bisschen mehr Glück mit ihrem Label hat - es ist bereits das dritte - kann sie sich zu einer festen Größe in der einheimischen Thrash-Szene entwickeln.

13 von 15 Punkte (MAW)

Heavy Oder Was!? - Ausgabe ?

Die leidige Partnersuche hat ein Ende! Nach mehreren Anläufen (zuletzt mit ,Mind Explosion' bei Nuclear Blast und davor mit ,Flash Burnt Crucifixes' bei Gutter Records) schleppten FINAL BREATH mit Remedy Records, die sich bislang vor allem im Old School-Metier hervortaten, die für ihre Mucke richtige Braut vor den Altar. ,Let Me Be Your Tank', das erste Ergebnis dieser hoffnungsvollen Liaison ist für Ewiggestrige wie "Uns"-Arno, "Jagger The Cruel" oder eben meine Wenigkeit ein regelrechter Jungbrunnen. Einmal mehr erwartet uns ein Thrash-lastiges Inferno, das viel von DESTRUCTION, HOLY MOSES und/oder anderen Szene-Größen der glorreichen 80er hat. ,Let Me Be Your Tank', dieser tollkühne akustische Kinnhaken, wird durch die furztrockene, alles andere als antiquierte Produktion, die übrigens auf das Konto von Meister Classen geht, nahezu perfekt abgerundet. Angestaubt klingt hier jedenfalls "nüscht"; überzeugt Euch selbst...

9 von 12 Punkte (Peter Fischer)

Metal Heart - Ausgabe November/Dezember 2004

Das Süddeutsche Thrash Metal Geschwader von Final Breath setzt zu seinem dritten Vernichtungsschlag an. Die Underground Heroen haben sich erneut mit Andy Classen (Graveworm, Die Apokalyptischen Reiter uvm.) im Stage One Studio verschanzt und dort an zehn Granaten gearbeitet, deren Explosion einmal mehr treffsicher und tödlich ist. In Puncto Songwriting konnte man sich verglichen zum Vorgänger /Mind Explosion /ein weiteres mal steigern, klingen die neuen Tracks eine Spur aggressiver und durchaus eingängiger. Ihre Slayer Roots schimmern zwar nach wie vor sehr offensichtlich durch, doch das tut der Klasse der Songs keinen Abbruch.
Das sehr rifforientierte Werk strotzt vor Power und klingt nicht zuletzt durch den sehr rauhen Gesang von Jürgen Aumann eine Spur Hardcore lastig. Ansonsten gibt es keine Kompromisse, Nackenbrecher wie "Greed For Revenge" oder "Strong Pain" gehen ab und hämmern zielsicher auf die Zwölf. Final Breath besitzen zudem ein sehr internationales Flair und lassen keinesfalls vermuten, dass es sich um eine heimische Combo handelt. Mit "Let Me be Your Tank" ist den Burschen jedenfalls ein Album gelungen, zu dem jeder ordentliche Thrash Metal Fan seine Luftgitarre
zum Einsatz bringen sollte.

8 von 10 Punkte (Markus Wosgien)

Metal.de - http://www.metal.de

Seitdem der Vorgänger "Mind Explosion" vor etwa zwei Jahren bereits wie eine Abbruchbirne eingeschlagen hat, freut sich die stetig wachsende Fangemeinde der Death/Thrasher Final Breath auf den jetzt endlich erscheinenden Nachfolger; und um es gleich vorneweg zu sagen - das Warten hat sich gelohnt! Mit "Let me be your tank" legen die Jungs eine Scheibe vor, die was mich betrifft, zu einem der heißesten Kandidaten für die Platte des Jahres zählt. Wie erwartet donnert nach wie vor eine deftige Mischung aus Death und Thrash aus den Boxen, doch die Weiterentwicklung im Vergleich zu "Mind Explosion" ist offensichtlich. Zwar tritt man das Gaspedal generell immernoch unbeeindruckt durch, doch durch geschickte Breaks, Riffs die die Tränen vor Freude in die Augen treiben (allen vorran der geniale Gitarrenbreak von "Exposed to Hatred"!), druckvolle Beats, beängstigend gute Übergänge und exzellente Vocals wirken die Songs eingängiger ohne an Intensität zu verlieren. Durch geschicktes Songwriting hinterlassen die Tracks einen facettenreicheren Eindruck und selbst nach tagelanger Dauerbeschallung entdeckt man immer wieder Details ohne das sich Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Insgesamt geht die neue Scheibe etwas mehr in Richtung des "Mind Explosion" Ohrwurms "To Live and to Die", aber gerade bei Songs wie "Coma Divine" oder "Bemoaned Animosity" gehts immernoch gut nach vorne los - schön mit dem Kopf durch die Wand. Durch die Vielschichtigkeit der CD dürfte "Let me be your Tank" eine weitere Fanbasis ansprechen, als es noch bei dem Vorgänger der Fall war. Während ich etwa das etwas Death Metal lastigere "Empty Eyes" bevorzuge, favourisiert ein Redaktionskollege das Thrash Metal Brett "Bemoaned Animosity". Doch spätestens beim Titeltrack gibts keine Gnade mehr für die Nackenmuskulatur - wer da nicht die Rübe schüttelt ist schon tot. Die saftige Produktion, für die erneut Andy Classen und das Stage One Studio in Anspruch genommen wurden, drückt die Songs kraftvoll aus den Boxen, damit auch eure Nachbarn was davon haben. Bleibt die Frage, ob sich die Jungs mit dieser Scheibe einen gefallen getan haben. Warum? Ich mag mir garnicht vorstellen, wie hart sie arbeiten müssen, um das mit der nächsten Platte noch zu übertreffen.

9 von 10 Punkte (Pro)

Powermetal.de - http://www.powermetal.de

Wem FINAL BREATH heutzutage immer noch kein Begriff ist und wer sich doch tatsächlich dennoch Thrasher schimpft, sollte sich jetzt auf einen Schemel stellen, die Schlinge sanft über den Kopf streifen und im Anschluss über den Schemelrand hinaus treten. Die Jungs sind natürlich in eingeweihten Kreisen ein Geheimtipp und werden schon des Längeren hoch gehandelt. Die neue Granate "Let Me Be Your Tank" unterstreicht dieses Ansinnen mit einem fetten roten Balken und drei Ausrufezeichen. In einem mächtig bolzenden Soundgewand aus der Hand von Klangmeister Andy Classen rupfen die personifizierten letzten Atemzüge der Metal-Ente genüsslich jede Feder einzeln aus.

Ob in Hochgeschwindigkeitsregionen oder schwer stampfenden Bereichen, die Band schneidet ihre Mucke mit heftigst peitschenden Riffs in die Haut des Hörers ein, bis die rote Soße im Schwall auf den Boden spritzt. Dabei würzen FINAL BREATH jederzeit mit viel Melodiegespür, bis der Komposition aus Härte, Hass und Schöngeist genau die richtige Dosis aus süchtig machendem Thrashopiat injiziert ist. Die mächtig geile Hymne 'Eyes Of Horror' ist SLAYER pur, driftet aber im Mittelteil in so sphärische Melodiebereiche ab, dass es mir die Gänsehaut auf den Pelz treibt. Dem gegenüber stehen unlustige Serienkiller wie die vertieft fiese KREATOR-Hommage 'Creed For Revenge', die ihr Gift direkt in das Nervengeflecht spritzt. Bangen ist ein Muss, versprochen.

Man kann die Mucke FINAL BREATHs als altmodisch bezeichnen, was ich aber als alter Hase sehr zu schätzen weiß und was nicht erst seit EXODUS' letztem Output wieder salonfähig zu sein scheint. Aus alt wird neu, Klasse setzt sich eben durch und stirbt nie. Und so hämmern sich FINAL BREATH in the vein of SLAYER, KREATOR, DESTRUCTION und EXODUS durch zehn Songs voll exzellenter Härte. Jürgen Auermanns Vocals erinnern frappierend an die eines gewissen Mille Petrozzas, was dem Ganzen zusätzliche Aufwertung verschafft, da man sich wohltuend von den zur Zeit gängigen Kreischheimern im Thrashzirkus abhebt.

Technisch ist die Sache auch auf höchstem Level, was gerade der Fingerbrecher 'Empty Eyes' beweist, der jedem KREATOR-Song in Sachen Songwriting und spielerischer Umsetzung das Wasser reichen kann. Und das ist bei deren offensichtlicher songwriterischer Kompetenz ein riesiges Kompliment. Es geht natürlich auch gradliniger, keine Frage. 'Exposed To Hatred' löscht einfach das Lebenslicht. Drei, zwei, eins, aus!
Der Titelsong drosselt gewaltig das Tempo und drischt verstörend aus den Speakern. Zurück bleibt die Asche des verbrannten Rezensentenfleisches und der beißende Gestank, der penetrierend über den Hausflur wabert.

Anlegen, zielen, Schuss und tot! Kurz und schmerzlos beschrieben, kann ich nicht mehr über die neue FINAL BREATH sagen. "Let Me Be Your Tank" hat im Thrashbereich nur Pluspunkte zu vermelden. Das fängt bei der Produktion an und hört beim geilen Jowita-Kaminska-Cover (EXODUS) auf. Somit für jeden, der seine Rübe gerne von schnittigen Riffs vom Hals geschält bekommt, eine absolut runde Sache.

Anspieltipps: Eyes Of Horror, Empty Eyes, Let Me Be Your Tank, Sociopathically Insane, Coma Divine

(Alex Straka)

Walls Of Fire - http://www.wallsoffire.de

Da verstehe doch bitte jemand die Politik so mancher renommierter Plattenfirma. Final Breath, zweifelsohne der besten Thrash-Bands des gesamten Landes, heuerten mit ihrem letzten Album bei Nuclear Blast an und schafften es tatsächlich die Verantwortlichen von einem gemeinsamen Deal zu überzeugen. Zwei Jahre später sieht es hingegen wieder schlechter aus. Der Vertrag wurde trotz teilweise grandioser Pressereaktionen nicht verlängert, und wiederum sahen sich Final Breath dazu gezwungen, ihre nächste Platte in Eigenregie aufzunehmen.
Ob "Let Me Be Your Tank" daher als Trotzreaktion zu bewerten ist, kann ich nicht genau sagen, aber mit dem hier gebotenen Material zeigt das deutsche Quartett so einigen Menschen in Donzdorf ganz klar den Stinkefinger. Es mag wie eine abgedroschene Phrase klingen, aber eine so geile Thrash-Scheibe aus deutschen Landen ist mir abgesehen von den beiden letzten Dew-Scented-Releases seit "Scenarios Of Violence" von Kreator nicht mehr untergekommen - und das war damals eine Best Of-Platte...
Meine Güte, was haben Final Breath sich hier für geile Riffs zusammengesägt. Eine dermaßen geniale und vor allem aggressive Gitarrenarbeit bekommt man jedenfalls nur selten geboten. Dazu das stets voranpeitschende Drumming, so arschtight dargeboten, dass ca. die Hälfte der nationalen Schlagzeug-Konkurrenz sich besser noch einmal ein paar Monate im Proberaum verschanzen sollte, um hier gleichzuziehen. Sicherlich tut der megafette Sound, den Andy Classen hier zurechtgezimmert hat, eine ganze Menge dazu, dass die Musik von Final Breath derart umwerfend aus den Boxen schießt, aber mit solchen Songs, wie man sie auf "Let Me Be Your Tank" serviert bekommt, würde selbst jede 4-Spur-Aufnahme dem geneigten Fan die Rübe wegblasen.
Ihr merkt schon, ich komme aus der Schwärmerei gar nicht mehr raus, aber hört euch nur einmal Songs wie den aggressiven Opener "Strong Pain" oder das geniale "Greed For Revenge" an, lasst euch von Vollgas-Krachern wie "Bemoaned Animosity" mal so richtig verprügeln, bangt zu dezent melodischen Aggro-Thrashern wie "Empty Eyes" und "Let Me Be Your Tank" mal ordentlich ab, und ich bin mir sicher, ihr werdet meine Begsiertung teilen.
Nix Retro, nix Old School, sondern einfach nur mit höchster Aggressivität mitten in die Fresse - das sind Final Breath im Jahre 2004. Meinen Glückwunsch an Remedy Records, die hier einen absoluten Glücksgriff getätigt haben, der sich mir absoluter Sicherheit auszahlen wird . oder habt ihr meine unterschwellige Kaufempfehlung jetzt noch immer nicht begriffen? Ihr fragt euch vielleicht noch, warum ich nicht konsequenterweise die Höchstnote gebe, aber das ist leicht beantwortet: mit "Exposed To Hatred" und "Sociopathically Insane" sind zwei neu aufgenommene Stücke enthalten, die zwar auch ordentlich knallen, aber die Netto-Spielzeit der wirklich neuen Songs erheblich mindern. Kleiner Schönheitsfehler, den man sich aber durch massives Kopfschütteln schnell wegdenken darf. "Let Me Be Your Tank"? Aber gerne doch…

9 von 10 Punkte (deadnextdoor)

Metal Inside - http://www.metal-inside.de

Es gibt sie also noch, die Bands, die eben nicht neumodisch rumthrashen und nachäffen. FINAL BREATH thrashen nach allen Regeln der Kunst - rein in die Fresse und vorbei am trendigen Metal-Core meets Thrash meets Melodic Death. Und das ist so was von erholsam - ganz abgesehen von der ungeheuren Energie mit der die UFTG-Hausband zur Sache geht. Vergleiche? FB sind durchaus eigenständig, erinnern vom Energielevel her ein wenig an Dew-Scented, versprühen an sich ein wenig Kreator-Feeling und erinnern - zumindest mich - bei mancher Soli-Einlage und beim Riffing an Slayer. Was ja wohl beileibe nicht die schlechtesten Referenzen sind. Zudem beweisen die Süddeutschen trotz aller Härte enorme Eingängigkeit, die Songs fräsen sich regelrecht durch die Lauschlappen in die Hirnrinde. Und sie bleiben da. Bereits da sind zwei Songs von der 2000er-Scheibe der Jungs - und noch mal neu eingespielt auch auf dieser Scheibe. FINAL BREATH beweisen mit ihrer dritten Scheibe langen Atem und enorme Power - wäre schön, wenn die Fans das belohnen würden. Die CD kommt übrigens in sicherlich limitierter Version plus DVD. In diesem Sinne: Holt euch den Panzer!

Tipp! (memme)

Vampster - http://www.vampster.com

Nur eine Platte lang hat das ehemalige Label Nuclear Blast an die Band geglaubt und sollte sich angesichts der neuen Scheibe "Let Me Be Your Tank" dafür Schwarz ärgern. FINAL BREATH konnten sich nämlich im Gegensatz zum Vorgängerwerk "Mind Explosion" eine ganze Ecke steigern.

So wie es sich anhört hatte die Combo aus Lohr während den Aufnahmen eine Menge Wut im Bauch, denn eine druckvolle Hasstirade jagt auf "Let Me Be Your Tank" die nächste. Den Anfang macht ein sehr cooles Instrumentalintro, welches sich zunehmend steigert und in den gnadenlosen Uptempo-Death/Thrasher "Strong Pain" überleitet. Starker Einstieg. "Eyes Of Horror" ist im Midtempo gehalten und mit einprägsamen Riffs und einigen atmosphärischen Vocalparts - neben der aggressiv-dreckigen Röhre von Jürgen "Eumel" Aumann - ausgestattet. "Greed For Revenge" thrasht dann wieder straight zwischen die Augen, gespickt durch zahlreiche Tempiwechsel und Drumbreaks. Einer meiner Lieblingssongs ist definitiv "Empty Eyes", welcher mich in erster Linie an die "Leprosy"/"Spiritual Healing"-Phase von DEATH erinnert. "Empty Eyes" ist ein Mix aus bissigem Thrash und getragenem, atmosphärischen Death Metal der 90er Jahre, angereichert mit einem coolen Gitarrensolo. Das folgende "Exposed To Hatred", wie auch Song Nummer Neun "Sociopathically Insane" waren schon auf dem Album "Flash-Burnt Crucifixes" (2000) enthalten und wurden für das aktuelle Werk nochmals neu aufgenommen. Gute Stücke, dieses Mal in einem besseren Soundgewand und technisch verfeinert, aber dafür hätte ich mir lieber noch mal zwei brandneue Tracks gewünscht. Egal, dafür entschädigt mich dann der Titeltrack "Let Me Be Your Tank". Ein akustisches Gitarrenintermezzo leitet den Song ein, welcher anschließend zu einem weiteren Highlight der Scheiblette mutiert. Ein brachialer Midtempostampfer mit Mitgröhlrefrain, feinen Riffs, brutalen Vocals und variablen Arrangements. Nun, abschließend wären da noch "Bemoaned Animosity" und "Coma Divine" - zwei kompromisslose Death/Thrash-Massaker, die Genrefans in allen Belangen befriedigen.

FINAL BREATH konnten sich erneut einen Schritt steigern und auch soundtechnisch gibt es dieses Mal nichts zu meckern. "Let Me Be Your Tank" ist ein feines Death/Thrash-Album, welches sicherlich die Kollegen von DEW-SCENTED in Bedrängnis bringen wird.

Psycho

Metal District - http://www.metal-district.de

FINAL BREATH sind wahrlich keine unbekannten mehr. Die Death / Thrash Formation, die mittlerweile vom Szene-Giganten Nuclear Blast zum eher kleinen Label Remedy Records gewechselt ist, lässts auch mit dem aktuellen Werk "Let Me Be Your Tank" kräftig krachen! Die insgesamt 7 neuen Tracks (plus die zwei neu eingespielten "Exposed To Hatred" und "Sociopathically Insane" vom 2000er "Flash-Burnt Crucifixes" Album sowie ein Intro) zeigen abwechslungsreichen Thrash Metal, der vor allem von der Stimme von Sänger Jürgen "Eumel" Aumann und den melodischen aber oftmals dennoch derben Riffs lebt.

Der Death Metal Einschlag zeigt sich durch einige Riffs die eher in die Todesblei-Richtung tendieren und eben den tiefen Gesang. Der Opener "Strong Pain", der stampfende Titeltrack "Let Me Be Your Tank" oder rasende Songs wie das abschließende "Coma Divine" sollten das Herz aller Thrash und Death Fans höher schlagen lassen, was durch die klare aber irgendwo dennoch dreckig wirkende Produktion optimal untermauert wird!

Es scheint als hätte der Fünfer den Wechsel zu Remedy Records gut verkraftet und so strotzt "Let Me Be Your Tank" nur vor Brettern und sollte auf jeden Fall angecheckt werden!

8,5 von 10 Punkte (Päddl)

My Revelations - http://www.myrevelations.de

Nach einer kleinen Label-Odyssee sind die deutschen Thrasher FINAL BREATH seit ihrer Gründung 1993 nach zwei Eigenveröffentlichungen über Gutter Records und dann Nuclear Blast letztendlich bei Remedy Records gelandet.
"Let me be your Tank" (watn Titel!) wurde im Stage One Studio von Andy Classen mit einem kaum zu toppenden Sound veredelt, hier stimmt einfach alles. Dadurch kommt der abwechslungsreiche und verdammt energiegeladene Thrash der Jungs noch einen Tick brutaler, als das alleine schon durch die Kompositionen der Fall gewesen wäre. Nach dem stimmungsvollen Instrumental-Intro startet "Strong Pain" kompromisslos durch und zeigt, dass FINAL BREATH nicht nur ganz schön gut sind, sondern richtiggehend hungrig. In jeder Sekunde verspüht der Trupp Power ohne Ende, so dass man beim Hören kaum ruhig auf seinem Hintern sitzen bleiben kann. Treibendes Drumming und genial sägende Klampfen dominieren das musikalische Spektrum, wobei ich mich immer wieder für das tolle Wechselspiel zwischen Lead- und Rhythmus-Gitarre begeistern kann. Auf der gesamten CD wird sich hier der Ball zugespielt, indem mal die klassische Aufteilung in von schrubbendem Sound-Teppich unterlegtem Lead regiert und an anderer Stelle gleichberechtig mit schmissigen Harmonien nur so um sich geworfen wird. Und dabei knallt alles immer weiter und weiter nach vorne, ohne Verschnaufpausen wird auf "Let me be your Tank" bangkompatibel gethrasht, dass es nie langweilig wird. Als grobe Orientierungshilfe kann man evtl. ein paar Elemente von modernerem Kram wie CALLENISH CIRCLE und älteren Haudegen wie etwa DESTRUCTION anpeilen, aber wirklich nur ganz grob. Denn durch die enorme Spielfreude und die dynamischen Songs haben FINAL BREATH einen hohen Level an Eigenständigkeit.
Passend zum Genre ist der Gesang kratzig-rau gehalten und verlässt diese Schiene nur ab und zu, so gesellt sich bspw. in "Eyes of Horror" (kein Cover) ein Flüstern und in "Empty Eyes" kurze Growls dazu. Hervorzuheben ist auch der cool Titeltrack, der mich in seiner groovigen Machart und dem pumpenden Grundgerüst mehr als einmal an DISMEMBERs Oberklopper "Casket Garden" erinnert. Zudem sind auf der Scheibe mit "Exposed to Hatred" und "Sociopathically Insane" zwei Neuaufnahmen der 2000er CD "Flash-Burnt Crucifixes" zu finden, wobei ich nichts zum Unterschied zu den Originalen sagen kann, da mir diese nicht bekannt sind.
Unter Strich kann ich mich nur fragen, was Nuclear Blast geritten hat, diese Combo ziehen zu lassen!? Ich habe in letzter Zeit kaum eine Band gehört, die so viel Schmackes zu bieten hat, wie FINAL BREATH. Der kraftvolle Thrash der Mannen scheint mir wie gemacht für die Bühne zu sein und ich für meinen Teil kann nur hoffen, sie bald mal live erleben zu können.

5 von 6 Punkte (Andreas Kind)

Morbid Sounds - http://www.morbid-sounds.de

Neues aus dem Hause FINAL BREATH. "Let Me Be Your Tank" heißt der Neue Death-Thrash-Metal Hammer und wurde über Remedy Rec. aus Hamburg dem kaufwilligen Volk zugänglich gemacht. Die Zusammenarbeit mit Nuclear Blast wurde nach „Mind Explosion" vorzeitig aufgelöst. Da werden Erinnerungen wach. Selbes Schicksal ereilte auch schon ex-NB Bands wie CRACK UP und NIGHT IN GALES. Deutsche Bands haben es wohl immer noch schwer sich zu etablieren (trotz extrem hoher Qualität). Ein Glück, dass Remedy Rec. an FINAL BREATH glauben. Es währe eine Schande, wenn dieses geile Stück Mucke im Untergrund verkommen würde.
Aber jetzt an´s Eingemachte. „Let Me Be Your Tank" wurde excellent im Stage One Studio von Andy Classen in Szene gesetzt. Was da aus den Boxen quillt kann international mehr als nur mithalten. Über das Cover verkneife ich mir jetzt mal jeden Kommentar. „Very Metal like" gibt sich der Großmeister der Unterwelt darauf die Ehre und sieht dabei sehr ... nein ich verkneife es mir!!! Mucke technisch ist aber alles super im grünen Bereich. Es regiert Thrash und Death Metal der Spitzenklasse. Sehr abwechslungsreich geben sich Brutalität und Melodien die Klinke in die Hand. Vielleicht haben FINAL BREATH mit „Let Me Be Your Tank" Ihr bisher stärkstes Album abgeliefert. Aber das werden eh die Fans entscheiden und nicht ein scheißunbedeutendes CD-Review. Auch nach mehrmaligen anhören schleichen sich keine Verschleißerscheinungen ein. „Let Me Be Your Tank" hätte es wirklich verdient, nicht nur in Deutschland Aufmerksamkeit zu erregen. Was hier geboten wird ist ganz große Sahne. Die deutsche Metal Szene wäre ohne FINAL BREATH um einiges ärmer. Vor dem (Pflicht-) Kauf sich bitte unter www.death-thrash-chaos.de kundig machen und dann schnell in den CD-Laden rennen und „Let Me Be Your Tank" rauslassen. Aber hütet euch vor dem Cover...brrrrrrrrr...schüttel

(Marc)

Metalspheres - http://www.metalspheres.de

Das ist schon eine deutliche Steigerung, die die Teutonen-Thrasher mit „Let me be your tank" hinbekommen haben! Der Vorgänger „Mind Explosion" hat sich in meinen Ohren stellenweise noch etwas gezogen, „Let me be your tank" dagegen schreddert wesentlich flüssiger von der Rille und hat einen gehörigen Repeat-Tasten Faktor. Selbiges lässt sich über den Sound sagen: Fett, druckvoll und bissig aber trotzdem rund und transparent - kurz gesagt: Andy Classen hat Final Breath ein Soundkostüm auf den Leib geschneidert, das besser kaum sitzen könnte. Stilistisch gibt's zwar nichts welterschütternd neues, aber das ist diesem Falle eher Qualitätssiegel denn Kritikpunkt. Statt auf skandinavisch modernem Fressbrettgemetzel der Marke Carnal Forge / Terror 2000 herumzureiten, setzen Final Breath viel stärker auf nostalgisch angehauchte Solos, auf Midtempo und Breaks, natürlich nicht ohne dem durchgetretenen Gaspedal einen angemessenen Raum zuzugestehen. Die Songs sind liebevoll durcharrangiert und haben eine Vielzahl an Details eingewoben, ohne dass es der aggressiven Grundstimmung des Albums schaden könnte. Allerdings hat das den „Nachteil", dass man für die meisten Songs schon ein paar Durchläufe braucht um den vollen Zugang zu bekommen. Aber erstens lohnt sich die Mühe und zweitens sind mit (dem neu vertonten) „Exposed to hatred" und „Bemoaned Insanity" zwei sofort wirkende Wutinjektionen an Bord. „Eyes of Horror" dagegen setzt auf eine fette Midtempo-Keule, der Titeltrack überzeugt mit „Casket Garden"-artigem Groove, „Empty Eyes" startet mit einem verbeugungswürdigen Hodentreter-Riff und „Coma Divine" dürfte schlicht und ergreifend einer der stärksten Songs sein, die Final Breath je aus ihrer Feder gewütet haben.
Letzten Endes befinden sich auf „Let me be you Tank" frische und unverbrauchte Riffs, die eine gekonnte Brücke zwischen alteingesessener Thrash-Kunst deutscher Schule und modernen Death/Thrash-Eruptionen schlägt. Und genau jene Zielgruppe zwischen Kreator und Hypnosia sollte sich Final Breath unbedingt zu gemüte führen. Ob das nun auf einer ihrer zahlreichen Live-Shows oder via Silberling ist, bleibt Euch überlassen.

(Alf)

Nocturnal Hall - http://www.nocturnalhall.de

Yeehaa, voll auf die Fresse. Die ehemaligen Nuclear Blast- Schützlinge FINAL BREATH sind Anno 2004 bei Hamburgs Finest Remedy Records gelandet, um uns mit ihrer dritten CD zu beglücken.
Dabei gehen die Süddeutschen keinerlei Kompromisse ein und hauen uns auf Let Me Be Your Tank ziemlich derben Thrash Metal um die Ohren, ohne Trendanbiederung und Schnörkel. Slayer kann man getrost immer noch als die geistigen Väter betrachten, leichte Anleihen an Kreator (Bemoaned Animosity) und neuere Sodom (Strong Pain) lassen sich auch nicht von der Hand weisen. Damit schwimmen die Jungs so in etwa im Fahrwasser von Blood Red Angel und Dew Scented, eben "typischer" deutscher Thrash der zweiten Generation, wenn man das mal so salopp formulieren will. Zusätzlich zu den acht neuen Songs (inkl. Intro) wurden die Flash- Burnt Crucifixes Songs Exposed To Hatred und Sociopatically Insane neu aufgenommen und mit auf den Silberteller gepackt.
Eine solide CD, ohne Ausfälle, allerdings auch ohne echte Überraschungsmomente.

7 von 10 Punkte (Andy)

Metalius - http://www.metalius.de

Die süddeutschen Thrasher von FINAL BREATH präsentieren mit "Let me be your tank" bereits ihren dritten Longplayer, warten aber zugleich auch mit ihrem dritten Label auf. Erschien der Erstling "Flash burnt Crucifixes" aus dem Jahre 2000 auf dem kleinen Underground-Label Gutter Records, so folgte der Zweitling "Mind Explosion" bereits 24 Monate später auf Nuclear Blast Records. Wiederum zwei Jahre vergingen, ehe Remedy Records zugriffen, um das aktuelle Werk "Let me be your tank" zu veröffentlichen. Nichts hingegen hat sich bei der Produzentenwahl und dem Aufnahmeort geändert, so vertraute man bereits zum dritten Mal in Folge den Künsten von Andy Classen und seinem Stage One Studio.

Glücklicherweise hat sich auch auf der Sängerposition nichts verändert, denn der gute Eindruck, den Jürgen Aumann bereits auf "Mind Explosion" hinterlassen hat, wird auf dem neuen Werk mehr als nur bestätigt. Es gibt im Thrash-Bereich nur relativ wenige Sänger, die ihr Können sowohl live, als auch auf Tonkonserve gleichermaßen gut rüberbringen können, wie Mr. Aumann. Dieser beschränkt sich nicht nur auf eintöniges Geshoute, sondern agiert mit sehr viel Abwechslung und Intensität, bei nahezu allen Songs. Als direkten Beweis kann man hier die beiden Neueinspielungen "Exposed to hatred" und "Sociopathically Insane" nehmen, die ursprünglich vom Debüt "Flash burnt Crucifixes" stammen und damals noch von Sänger Michael Imhof eingesungen wurden. Aber auch die übrigen Bandmitglieder, speziell die beiden Songschreiber Heiko Krumpholz (Drums) und Jörg Breitenbach (Guitar) bewegen sich auf einem ähnlich guten Level, ansonsten wären Tracks wie "Eyes of Horror", "Greed for Revenge", welches mich sehr an SEPULTURA zu "Beneath the Remains/Arise"-Zeiten erinnert, oder "Empty Eyes" wohl nicht dermaßen gut und vor allen Dingen abwechslungsreich geworden. "Empty Eyes" beinhaltet im Mittelteil sogar einen Tempowechsel, welcher mich sehr an DEATH's vom "Scream bloody Gore"-Erstling stammenden Track "Zombie Ritual" erinnert. Der Sound geht auch insgesamt gesehen am ehesten in die Bay Area-Richtung, welches nun wirklich jeden Thrash-Fan aufhorchen lassen sollte. Auch der Titelsong, welcher als eine Darstellung der Bandsituation zu verstehen ist, knallt ungemein abwechslungsreich und damit zugleich äußerst sympathisch aus den Boxen.

Nicht unerwähnt soll auch die Tatsache bleiben, dass es "Let me be your tank" auch in Form einer Doppel-CD zu erstehen gibt, wobei auf der Bonus-CD die Songs des 95er Demos "Soulchange" und des Debüts "Flash burnt Crucifixes" zu finden sind, na wenn das kein Kaufanreiz ist!

8,5 von 10 Punkte (Jörg Schäfer)

Terrorverlag - http://www.musik.terrorverlag.de

Holla, da habe ich aber nicht aufgepasst... FINAL BREATH sind doch tatsächlich schon seit 1993 in deutschen Metal-Landen unterwegs und waren mir bislang völligst unbekannt. Diese Jungs sind regelrechte Steh-auf-Männchen. So musste man bislang bei jedem der beiden Vorgänger Alben "Flash-burnt Crucifixes" (2000, Gutter Records) und "Mind Explosion" (2002, Nuclear Blast) zuerst die Produktion komplett selbst bezahlen, bevor sich die Labels dazu bereit erklärten, diese zu veröffentlichen. Dies war auch bei dem neuen Album "Let me be your Tank" der Fall, welches nun aber doch über Remedy Records veröffentlicht wird.
Produziert wurde die Langrille wieder mal bei Szene-Veteran Andy Classen im Stage One Studio. Und auf diesem Album folgt ein Death/ Thrash-Knaller dem nächsten. Gut, neue Riffs können auch FINAL BREATH nicht erfinden. So fällt einem auch hier das SLAYER-Riffing auf, das sich durch die gesamte Spielzeit zieht. Dies aber absolut souverän umgesetzt und amtlich produziert. Der Gesang des neuen Mikro-Manns Eumel kommt auch richtig ordentlich daher, erinnert zum Teil etwas an MESHUGGAH und passt wunderbar zum Rest der Band! Absolutes Highlight dieser Platte - und einer der Thrash-Songs des Jahres - ist das Titelstück auf dem Album. Da ist alles vorhanden, ein langsames Intro geht in einen Old-METALLICA-Part über, welches dann in eine Midtempo-SLAYER-Passage mündet, nur um sich dann in einen richtigen Ohrwurm zu verwandeln, der live sicher zu DEM Knaller der Band avancieren wird! Da kann man eigentlich gar nicht anders als mit dem Kopf im Takt wippen. Top! Zum Schluss wird einem noch ein Knaller der Kategorie DEW-SCENTED um die Ohren gehauen.
Einziges Manko ist aus meiner Sicht das etwas zu lasche Schlagzeug, was zwar schön treibend daher kommt, aber ruhig etwas kraftvoller hätte produziert werden können. Also, sollten FINAL BREATH mit diesem Kracher keinen längerfristigen Deal an Land ziehen... dann weiß ich auch nicht weiter!

(Fafnir)

Deadfall - http://www.deadfall.org

"Let Me Be Your Tank" hätte auch gut ein Name einer AC/DC Scheibe sein können, ist aber in Wahrheit der dritte Longplayer der deutschen Death/Thrash Kombo Final Breath, welche sich 1993 dazu entschlossen, ihr Leben dem Metal zu frönen. Nach einer Karriere als Coverband entschloss man sich etwas Eigenes zu entwickeln, worauf zwei Jahre später die erste Demo unter Eigenregie das Licht der Welt erblickte. Weitere zwei Jahre später erschien mit "End Of It All" die erste MCD der Band. Gute Reviews gab es einige, an willigen Plattenlabels mangelte es jedoch noch. 2000 kehrte man erneut ins Studio ein um "Flash Burnt Crucifixes", den ersten Longplayer, einzuspielen. Mit Gutter Rec. konnte jetzt auch endlich ein Label an Land gezogen werden. Weitere zwei Jahre später erschien Numero 2, "Mind Explosion" und mit ihm einen Deal mit Nuclear Blast Records. Anno 2004 steht "Let Me Be Your Tank" in den Startlöchern, mit alter Kraft, und wiederum neuem Label…
Death-Thrash-Chaos, diese drei Worte sind unwiderruflich beim Betreten der Homepage der Band zu sehen. Man könnte diese drei Worte als Leitfaden durch die Musik von Final Breath bezeichnen, welche übrigens zutreffender nicht sein könnten. Der Opener "Strong Pain" (Intention?) führt das gut ausgewählte Wortspiel weiter, so wartet mit diesem Track wahrlich ein starker Schmerz auf den Zuhörer. Mit gröhlendem Gesang, Destruction-ähnlichem Riffing und treibenden Drums starten die vier Jungs ihre Knüppelattacke. Was ich noch erwähnen sollte ist, dass Final Breath keinen Sessionbassisten, sondern lediglich einen Tour-Basser besitzen, weshalb der Bass von Gitarrist Space eingespielt worden ist. Die Songs auf "Let Me Be Your Tank" sind alle klar im Uptempobereich angesiedelt, wobei man durch einige Breaks und mittelschnellen Passagen für Abwechslung sorgt. Vocalist Jürgen Aumann variiert gut mit seiner Stimme, welches er durch flüstern, schreien oder Krächzeinlagen zum Ausdruck bringt. Das Klampferduo Müller & Breitenbach versorgt die Musik mit den nötigen scharfen Riffs, die durch einige feine Soli unterstrichen werden. Abschließend darf natürlich Drummer Heiko Krumpholz nicht vergessen werden, der eine nicht minder gute Leistung abgibt.
Die Produktion der dritten Scheibe wurde, wie auch bei den anderen zuvor, Andy Classen überlassen, der seinen Job wieder einmal gut gemacht hat. Die Scheibe hat Druck, die Instrumente sind gut abgemischt und auch etwaige Instrumentespielerein hat man berücksichtigt.
„Lass mich dein Panzer sein", gerne, bei solch einer respektablen Leistung des Vierers. Und wie es sich für gute Arbeit gehört, soll sie auch dementsprechend belohnt werden. Ich denke, dass 9 Punkte hier angemessen sind. In diesem Sinne, Rohr frei!

9 von 10 Punkte (pa)

Metalglory - http://www.metalglory.de

Mit manchen Bands ist es wie mit gutem Rotwein - sie brauchen einige Jahre, bis sie gereift und so richtig gut sind ...
So ist es auch mit der äußerst rührigen unterfränkischen Death Thrash-Kapelle FINAL BREATH, deren Mastermind Heiko so nebenbei auch noch das mittlerweile über die Grenzen Unterfrankens (übrigens meiner Heimat ...) hinaus berühmte Sommer-Festival „Up From The Ground" organisiert, welches eine gelungene Mischung von bekannten Acts und Nachwuchsbands aus dem Death, Thrash und Black Metal aufweist.
„Let Me Be Your Tank" - was war gleich nochmal der Anwärter für den LP-Titel des Jahres ? - weiß vom ersten Stück an sofort zu gefallen und mitzureißen.
FINAL BREATH spielen eine intelligente und abwechslungsreiche Mischung aus melodischem Death Metal und Thrash Metal und müßte somit eigentlich ein sehr breites Publikum ansprechen, da diese Musik derzeit ziemlich angesagt ist.
Hier stimmt einfach alles: Bratende Gitarren, wummernder Bass, druckvolles Drumming und die heißer-gutturale Stimme von Jürgen bei einem ziemlich guten Sound schaffen eine anheimelnde Atmosphäre, welche einen unter heftigem Bangen die Freiluftkonzertsaison 2005 herbeisehnen läßt.
Das Album ist zudem insofern zeitlos, als es die besten Seiten vorgenannter Metalstile in sich vereint, es aber glaubhaft schafft dies ohne die Verwendung von Klischees oder schon tausendmal gehörten Riffs zu bewerkstelligen.
Diese CD muß man anhören, nicht darüber schreiben !
In diesem Sinne hier noch ein paar Anspielstips:
Die inklusive Intro sehr starken ersten drei Stücke, welche sofort unmißverständlich aufzeigen, wo es langgeht, das melodische und mit einem Überriff gesegnete ‚Empty Eyes', das mitreißend-wütende ‚Exposed To Hatred', das imposante Titelstück und der „Oldie" ‚Sociopathically Insane'.
Alle anderen Tracks befinden sich aber ebenfalls auf deutlich überdurchschnittlichem Niveau. Starke Leistung. 8 ½ Punkte.
Laß mich dein Panzer sein !!!

8,5 von 10 Punkte (Warmaster)

Blood Dawn - http://www.blooddawn.de

Sie mausern sich! Konnte ich mich für das Debüt „Flash-Burnt Crucifixes" noch gar nicht begeistern, so haben mich die Süddeutschen spätestens letztes Jahr mit dem großartigen und sehr sympathischen Auftritt auf dem Headbanger's Open Air gänzlich auf ihre Seite ziehen können, danach gefiel mir auch der Zweitling „Mind Explosion" auf einmal viel besser. Diesen Eindruck konnten sie mit einem weiteren Gig in Hamburg kurz nach dem HOA festigen und mit dem neusten Langeisen „Let Me Be Your Tank" zementieren sie diesen Eindruck, denn in meinen Augen ist eine deutliche Weiterentwicklung zu erkennen.
Wo das Thrash/Death Gebräu anno 2002 teilweise noch etwas chaotisch rüberkam, da sind die Song heute nachvollziehbare Hämmerchen, die den Nacken bis zum Erbrechen strapazieren wollen. Auf „LMBYT" finden sich eigentlich ausschließlich abgehtaugliche Songs, sogar die neu eingespielten Songs des Debüts („Exposed To Hatred", „Sociopathically Insane") fetzen jetzt um einiges mehr. Live ist nun das eine oder andere Moshpit mehr garantiert. Die Songs sind stellenweise zwar etwas technischer ausgefallen, aber fräsen sich dennoch direkt ins Hirn und fordern permanent dazu auf die Schale um eben dieses Hirn kreisen zu lassen. Bei genialen Wuchtbolzen wie dem Titeltrack, der „To Live And To Die" vom Live-Thron stoßen wird, reicht es einfach nicht nur mitzuwippen, da will, ach da muss man einfach abgehen.
Was soll ich da noch sagen, auf der Scheibe befindet sich kein Durchhänger, alle Songs kommen dank der wie immer prächtigen Andy Classen Produktion absolut brachial aus den Brüllwürfeln, da gibt es ehrlich nichts zu meckern. Jetzt kann man der Band nur noch wünschen, dass sie das nächste Eisen endlich mal nicht aus eigener Tasche finanzieren müssen, sondern entweder mal das Label behalten, oder eines finden bevor die nächste Platte im Kasten ist! Vielleicht erwartet uns beim nächsten Album sogar ein Klassikerkandidat, das Potential dazu ist definitiv zu erkennen, denn auch wenn „Let Me Be Your Tank" großartig ist, glaube ich, dass in FINAL BREATH noch mehr steckt.

4 von 5 Punkte (Seibold)

Metalnews - http://www.metalnews.de

Schon mit ihrem anno 2002 via Nuclear Blast erschienenen Smasher-Album "Mind Explosion" konnten die Franken für einige offene Ohren sorgen, aber als Nummer Drei wird ja immer etwas ganz besonderes von einer Band erwartet. Tja, und dieses 3. Langzeitwerk kann auch als solches verstanden werden. Zwar ist das komplette Album ein weiteres Mal selbstproduziert, aber da weiss man wenigstens was man hat. Und von „Final Breath - Let Me Be Your Tank" hat man ne Menge!
Ob es sich allerdings als die erhoffte Granate im Musikgeschäft entpuppt und die Fans die Scheibe diesmal so kaufen, wie man es von Scheiben diesen Ausmasses an Qualität und Heavyness gewohnt sein sollte, wird uns die Zeit zeigen.

Ein weiteres Mal wird der Hörer mit einem Intro empfangen, das mich aufgrund der Melodie an mittelasiatische Kaffeewerbung erinnert und durch das hinauszögernde Spiel auf dem Drum einen immer zappeliger werden lässt. Na? Kommt es denn bald? Hä?
Jaaaa! Und wie es kommt! Gleich zu Beginn von „Strong Pain" feuert Sänger „Eumel" einem "SO - YOU - Feel It Deep Inside Your Flesh Neverending Pain...", ja genau, das sag ich doch auch immer, wenn es ein ordentlicher Death-Thrash-Text sein soll, dann bitte auch die gute Laune, die bei dieser Art des Metals unweigerlich entsteht, in den Lyrix darstellen und dazu gehören sich unausweigerlich Worte wie "Flesh, Pain" und irgendwas mit "never..." rein. Deswegen hält sich textlich alles schön im kitschigen Bereich und sollte auch so verstanden werden.
Als Kitsch und Klischee kann man auch eindeutig wieder das Coverartwork anerkennen, nur mit dem Unterschied, daß dieses Mal eine begabtere Hand am Werk war und man nicht wie beim vorigen Label eine Toilettenzeichnung vor den Latz geknallt bekam. Für das schnuckelige Monster in der Stadt der Verwüstung war übrigens Jowita Kaminska (www.jowita-art.com), die bereits das letzte Exodus-Output verschönerte, Geburtshelferin.
Mit „Eyes Of Horror" grüsst man zwar ganz fett Kreator am Anfang, aber letztendlich geht alles wieder in die gewohnte und bangherausfordernde Mischung aus Bay-Area-Thrash like Testament und den vorher schon erwähnten Exodus sowie den Schuldinermässigen Soli und Melodien von Ideenvorgeber Jörg (git.) über. Eine kleine Prise Protector wird bei anderen Songs ebenso wieder hinzugegeben und unterstützt den Wohlgeschmack der vortrefflichst zubereiteten Kost im Tank.
Anspieltip(p)s gibt es zuhauf, aber um Euch die Wahl zu erleichtern, sei gesagt, daß der Titelsong enorm Arsch tritt und mit seinem Midtempo wohl der Hit dieser Scheibe werden sollte. „Empty Eyes" könnte schon aufgrund der Riffs und Melodien sowie ausgeklügelten und mit handwerklicher Kunst verfeinerten Soli locker auf der wohl meistgeliebtesten Death-Scheibe „Symbolic" vertreten sein. Der Titel spricht für sich...
Als weiteres Schmankerl hat man „Exposed To Hatred" und „Sociopathically Insane" vom ersten Album „Flash Burnt Cruzifixes" aus dem Jahre 2000 neu eingespielt, was auch nötig war, denn Final Breath´s Frühwerke sind schliesslich auch nicht von schlechten Eltern und genau deswegen empfehle ich auch schleunigst zuzugreifen, denn bei der Erstauflage gibt es als Wahl auch ein Digi-Pack mit einer zusätzlichen CD, auf der das erwähnte Album plus dem ersten und schon längst ausverkauften Demo „Soulchange" eingebrannt ist.

Abschliessend sei nur noch erwähnt, daß heutzutage Thrash meets Death angesagter ist als jemals zuvor und Final Breath ein Aushängeschild dieser Stilrichtung sind. Wer das nicht glaubt, kann sich auf ihren Live-Shows davon überzeugen oder soll sich vor den nächsten Panzer legen.

6 von 7 Punkte (Danny "Trabi" Jankesch)

Bright Eyes - http://www.bright-eyes.de

Nach einem kurzen Intermezzo bei Nuclear Blast sind die sympathischen und engagierten Franken-Thrasher nun beim Hamburger Remedy-Label gelandet. Es wäre ihnen zu wünschen, dass sie mit ihrem kraftvollen und einmal mehr von Andy Classen geil produzierten, zeitlosen, dezent altschuligen Thrash Metal weiter nach vorne kommen! Im Vergleich zum Hammer-Vorgänger „Mind Explosion" gehen die Franken etwas differenzierter zur Werke, das heißt, es wird nicht nur geballert wie Sau (was dem Opener „Strong Pain" gut zu Gesicht steht und FINAL BREATH fast an die Härtegrade von Dew-Scented heranhievt), das Tempo wird immer wieder geschickt variiert und auch melodisch haben sich die Burschen um Drummer Heiko Krumpholz weiter entwickelt („Greed For Revenge"). Auch Shouter Jürgen Aumann hat an sich gearbeitet und brüllt seine Message immer noch heiser, aber doch besser akzentuiert und verständlicher hinaus. „Let Me Be Your Tank" ist eine Scheibe wie aus einem Guss und dürfte keinen Thrasher enttäuschen. Warum dann „nur" eine fette 10 unter diesem Review steht? Weil ich trotz des durchgehend hohen Niveaus (es ist kein Song auch nur annähernd als Durchschnitt zu bezeichnen) den absoluten Oberhammersong vermisse und weil ich nicht ganz verstehe, warum 2 alte Songs nochmals neu eingespielt werden mussten. Die einstigen Genre-Könige Slayer dürfen (von den letzten Scheiben her gesehen!) froh sein, wenn sie Bands wie FINAL BREATH als Riffideengeber („Eyes Of Horror", „Greed For Revenge") dienen dürfen. An die Kollegen von Dew-Scented kommen FINAL BREATH nicht ganz heran, eine Truppe wie Kreator dürfte sich andererseits auch ganz schön anstrengen müssen, um ein Album wie „Let Me Be Your Tank" zu toppen. Thrasher zugreifen.

10 von 13 Punkte (Oliver Vollmer)

Mainstage - http://www.mainstage.de

Remedy Records sind ja dafür bekannt, einheimische Bands unter Vertrag zu nehmen, die zwar schon lange dabei sind, bisher aber wenig Glück im Metal-Business hatten. Mit Final Breath gibt es wieder Mal so eine Old-School-Thrash-Metal-Band, die ihr Handwerk nicht nur beherrscht, sondern auch noch besser als ein Großteil der Genre-Kollegen ist und mit Remedy nun endlich ein neues Zuhause gefunden hat. Mit "Let Me Be Your Tank" beweisen sie eindrucksvoll, dass sie zu den besten Slayer-artigen Thrash-Bands Deutschlands gehören. Die Riffs sitzen genau an der richtigen Stelle, die Drums knallen ausnahmslos und auch die Vocals können überzeugen. Schon nach wenigen Takten von "Strong Pain" ist klar, dass Kreator, Sodom und auch Dew-Scented sich warm anziehen müssen, denn Final Breath sind keinen Deut schlechter (außer vielleicht das billige Cover-Artwork, aber das war bei Final Breath wohl schon immer ein Desaster...)! Aber Final Breath sind nicht nur spitze beim Dreschen, sondern können auch atmosphärische Gitarren-Leads (ähnlich wie auf den ersten drei Iced Earth-Scheiben) fabrizieren, die für die nötige Abwechslung sorgen. So lange man auch nach SchwachPunkte sucht, man wird auf "Let Me Be Your Tank" kaum welche finden, insofern sei gesagt: Freunde des gepflegten Thrash-Metals, bitte zugreifen!

(Emrah)

Amboss Mag - http://www.amboss-mag.de

Warum Final Breath nicht bei Nuclear Blast unter Vertrag bleiben konnten, nachdem ihr letztes Album "Mind Explosion" dort erscheinen ist, verwundert einen angesichts der hohen Qualität des neuen Outputs doch sehr. Nun ja, dem Hörer kann's ja egal sein, wo seine Lieblingsmucke so rauskommt. "Let Me Be Your Tank" haut einem jedenfalls dermaßen in die Fresse, dass es nur so kracht im Kiefergebälk. Gleich der Opener "Strong Pain" tritt einem brutal und kräftig in den Arsch. Thrash Metal der alten Schule dominiert das Geschehen, ohne dabei altbacken zu wirken. Im Verlaufe des Albums zeigen Final Breath, dass sie immer noch gerne Death Einflüsse für ihre Mucke benutzen, dazu wird's auch schon mal melodisch oder groovig. Langeweile ist jedenfalls Fehlanzeige auf "Let Me Be Your Tank" - bis auf die 2 Re-recordeten Track "Exposed To Hatred" und "Sociopathically Insane", die der Fan bereits kennt. Ein Album, dass so manchen in der deutschen Szene wachrütteln könnte. Da haben Final Breath echt was feines zusammengebraut.

(eller)

Dark Matter - http://www.dark-matter.tk

Yeah, endlich ist es soweit, das neue Final Breath Album namens „let me be your tank" ist da!! Zwei Jahre nach dem Killer Album „mind explosion", erfreuen uns die sympathischen Deutschen mit „let me be your tank". Ewig in Erinnerung bleiben wird mir der legendäre Final Breath Gig in Laa RIPD. Einfach nur genial. Dort gab's schon eine Nummer exklusiv vom neuen Album live zu hören, die sehr viel versprach. Final Breath enttäuschen uns nicht und liefern ein Thrash Metal Meisterwerk ab, welches alle Thrash Metal Veröffentlichungen in diesem Jahr in den Schatten stellt. Das beweist gleich der „get in" Song „strong pain", welcher nach dem ruhigen Intro wie eine Bombe einschlägt und einen der vielen Highlights auf dieser Scheibe darstellt.

„Let me be your tank" klingt rauer und ist härter produziert, als das Letztwerk „mind explosion". Die Songs sind energievoller und reißen viel mehr mit als beim Vorgänger. Ja, Final Breath haben sich weiterentwickelt und einen Zahn zugelegt. Die Songs sind „harmonisch" und keineswegs kantig und einseitig. Geboten werden 10 perfekt ausgearbeitete Thrash Metal Songs, die einem zum Rübeschütteln zwingen. Geiler Bonus: Eine neue Version von „exposed to hatred", deren Erstversion auf dem Debut Album „flash burnt crucifixes" enthalten war. Die Abstimmung von Gesang und Instrumenten ist perfekt gelungen und es macht wirklich Spaß, die Wutausbrüche der Thrasher zu hören, die nicht mehr aus dem Trommelfell entweichen wollen.

Fazit: Final Breath haben sich musikalisch weiterentwickelt und stellen das ohnehin schon sehr gute Vorgängeralbum „mind explosion" mit „let me be your tank" in den Schatten. Jeder Thrash Metal Fan wird am Kauf nicht vorbeikommen, ohne massiv etwas versäumt zu haben. Gratulation!! Hoffentlich können wir die Deutschen demnächst wieder auf einer Bühne in Österreich sehen.

(Dominik)

Metal1 - http://www.metal1.info

Nachdem man mit dem zweiten Album „Mind Explosion" ein kurzes Gastspiel bei Nuclear Blast gegeben hat, sind Final Breath nun mit „Let Me Be Your Tank" zurück. Nur verstehen hier wohl die wenigsten, warum Nuclear Blast diese Band einfach so davon ziehen lässt, wenn man sich das neue Werk zu Gemüte führt.

Nach dem an Exodus erinnernden Intro geht's mit „Strong Pain" gleich in die Vollen. Die Riffs pflügen fies durchs knallende Soundgewand, wie man das von einer Andy Classen-Produktion gewohnt ist, und Jürgen Aumann legt mit seinem krächzigem Gesang noch mal einen großen Wutbrocken oben drauf. Heraus kommt dabei zwar nichts neues, aber das braucht bei diesem Batzen teutonischem Old School Thrash Metal mit einer kleinen Prise Modernem auch keiner.
Stücke wie „Exposed To Hatred", „Bemoaned Animosity" oder „Sociopathically Insane" knüppeln sich hochaggressiv und ohne Kompromisse in die Herzen der bangfreudigen Thrasher. Final Breath variieren aber gerne mit dem Tempo, Midtempo-Passagen („Eyes Of Horror") und teilweise überraschende Breaks („Greed For Revenge", mit Hardcore-mäßigen Chören) fügen sich hier ins Geschehen ein und geben dem Ganzen ordentlich was an Abwechslung mit. So viel man eben von einer traditionellen Thrash-Scheibe erwarten kann.
Als ersten Anspieltipp würde ich hier „Empty Eyes" nennen, das mit einem richtig genialen Ausnahmeriff daherkommt und melodische und knüppelnde Parts gekonnt vereint.

Einen Durchhänger sucht man in der ganzen Dreiviertelstunde vergebens, und da auch der Sound hammermäßig knallt, kann für alle Thrasher eine uneingeschränkte Reinhörpflicht ausgesprochen werden.
Alle Freunde von Kreator über Destruction und Tankard bis Dew-Scented können hier eh nichts falsch machen und holen sich mit „Let Me Be Your Tank" eins der frischesten und besten Thrash-Keulen der letzten Zeit ins Haus.

8 von 10 Punkte (Stefan)

Heavyhardes - http://www.heavyhardes.de

Jaaaaaaaaaaaaaaa!!! Es ist Thrash Metal Zeit, besser gesagt, das Death-Thrash-Chaos lehrt uns wieder das Fürchten. Kontrolliertes Geprügel mit fiesem Gesang, geilem Riffing, noch geileren Leads und einer mörderischen Produktion. Doch im Einzelnen.

Die Mainfranken um Drummer Heiko legen mit Let Me Be Your Tank ihr drittes Vollzeitalbum vor. Und wie es sich für Final Breath gehört, drittes Album, drittes Label. Mit Remedy haben die Jungs ein junges aufstrebendes Label gefunden und man kann nur wünschen, dass der Weg der Sympahtiebolzen nach oben führt. Und das sei vorweg gesagt: Er kann nur nach oben gehen. Was Sänger Eumel und der Rest der Truppe vom Stapel lassen, ist mit Worten nicht ansatzweise adäquat zu beschreiben. Seit dem Testamentgeschoss The Gathering und der letzten Exodus habe ich nicht mehr so ein geniales Thrashwerk zu hören bekommen. Okay, Destruction und Kreator haben geile Teile rausgelassen. Ich rede aber hier von US-beeinflusstem Thrash der Marke Bay Area.
Abwechslungsreich, mit vielen Breaks gewürzt und sportlicher Double Bass unterlegt. Heilige Scheiße, was für ein Brett, was für Songs, was für geile Leads ("Empty Eyes"). Und das immer nachvollziehbar und mit dem Gespür für Melodie. Anspieltipps kann und will ich nicht geben, denn die ganze Platte spricht für sich. Egal ob der killende Opener "Strong Pain", das brutale "Greed For Revenge", das hypnotische "Eyes Of Horror" oder die Abrissbirne "Bemoaned Animosity". Nur noch geil!!! Auch die beiden Neuaufnahmen ("Exposed To Hatred", "Sociopathically Insane") zweier Flash-Burnt Crucifixes-Kracher fügen sich in das mehr als stimmige Gesamtbild der Scheibe ein. Die Produktion lag in den Händen von Andy Classen, da kann sowieso nix schief gehen. Die Gitarren braten derart fett, dass man die nächsten Tage und Wochen nur noch Rohkost in das verballerte Köpfchen einführt. Die Drums schippern jedes Soundloch zu und der Bass pumpt herrlich walzend. Nuff said...

So, liebe Thrashmaniacs, weg vom Computer, die Euronen zusammengerafft und auf zum nächsten Plattenladen und dieses Brachialwerk abgegriffen. Get your own Death-Thrash-Chaos! Der letzte Atem ist noch lange nicht gehaucht, ich schwöa. Der ersten Auflage von Let Me Be Your Tank liegt das erste Album Flash-Burnt Crucifixes aus dem Jahr 2000 bei, Eile ist also angesagt

5 von 5 Punkte (Siebi)

Laermbelaestigung - http://www.laermbelaestigung.net

Die deutschen Thrasher FINAL BREATH sind mit neuem Album und neuem Label am Start, nachdem man ein kurzes Intermezzo bei Nuckel Ballast hatte und dort wie die meisten deutschen Underground Bands nicht an der Wand kleben blieb. Mein letztes Hörerlebnis mit der Band war „Flash Burnt crucifixes", das mir aber wie auch die Eigenveröffentlichungen davor ziemlich am Gedächtnis vorbeigerauscht ist. Entweder FINAL BREATH haben sich massivst weiterentwickelt oder ich höre die Band einfach das erste Mal mit gewaschenen Ohren. Von „Flash burnt crucifixes" sind hier nämlich zwei Songs in neu aufgenommener Fassung zu finden, die sich nicht wirklich nennenswert von den restlichen 8 Songs unterscheiden. „Let me be your tank" ist eine absolut runde und professionell klingende Thrash-Scheibe mit einigen Death-Metal Einflüssen. Das Teil drückt in einem schön fetten Sound aus den Boxen und schafft es vor allem, nicht sofort in die schwedische THE HAUNTED und Co. Plagiatkiste zu wandern. Dabei ist die Musik weit davon entfernt Fans von Bands a la HAUNTED, CARNAL FORGE und Co. abzuschrecken. Aber die Jungs hauen eben nicht voll in diese Kerbe, sondern haben in erster Linie einen ordentlichen Schluck des alten Thrash-Feelings genommen, siehe zum Beispiel die Gangshouts bei „Sociopathically insane". Auch der Gesang ist nicht so kreischig wie beim Großteil der Konkurrenz, sondern klingt richtig schön thrashig auf der Grenze zum Death-Metal und bei einem Song wie „Greed for Revenge" fast schon etwas Hardcore-mässig. Die Mucke bietet ordentlich den Thrash-Knüppel, lockert den Sound aber mit treibendem Mid-Tempo, rhytmisch-groovigen Elementen und einigen melodischen Einlagen auf. Zwar finde ich den Titeltrack hochgradig scheisse und MTV-kompatibel, aber das Ding macht wie das restliche Material durch die grundsolide Ausführung und Produktion gut Alarm. Wer also KREATOR bis Schweden-Thrash in Dauerrotation laufen hat, ist gut beraten „Let me be your tank" mit in den CD-Wechsler zu schieben und das dämliche Cover zu ignorieren. Thrash or be thrashed...

(Karim)

Scarred For Live - http://www.scarred-for-live.de

Es ist schon verdammt lang her, seit mich das letzte mal ein Song auf der Rock Hard-CD so richtig begeistert hat. Dementsprechend erwartete ich auch beim Anhören von Vol. 44 des beliebten Samplers kein all zu großes Aha-Erlebnis. Bis mich dann „Bemoaned Animosity" der Franken Final Breath völlig unerwartet wie ein Blitzschlag traf.

Keine Frage, hier musste die komplette CD her. Wenige Tage später trudelte dann der aktuelle Longplayer „Let Me Be Your Tank" bei mir ein, und überzeugte mich restlos von den enormen Qualitäten dieser Band. Die 9 grandios inszenierten Thrash Metal-Kracher (plus 1 Intro) strotzen nur so vor gebündelter Energie und ballern einem brutal aber immer mit extremer Präzision die Lauschlappen durch. An jeder Ecke finden sich griffige Riffs, geile Leadmelodien, treibende Drums, coole Breaks und über allem thront Jürgen Aumann´s kraftvoller Gesang. Im Gesamtbild (Songwriting, Produktion etc.) erinnert mich „Let Me Be Your Tank" sehr an Kreators genialen Befreiungsschlag „Cause For Conflict". Final Breath ist es gelungen den klassischen Thrash Metal in einen zeitgemäßen Rahmen zu packen und ihn somit in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Ein Meisterwerk!!

(Öyster-Cult)

Evilized - http://www.evilized.de

Nachdem das letzte Album über Nuclear Blast erschien musste man sich erneut ein neues Label suchen und nahm das aktuelle Album "Let Me Be Your Tank" wieder einmal in Eigenregier auf, bevor die Franken einen Unterschlupf im hohen Norden, nämlich bei Remedy Records, fanden.

Wer die Band kennt oder das "chaos" aus der Internet-Url entfernt, der weiß welche Marschrichtung hier musikalisch eingeschlagen wird. Nach einem Intro das nicht nur mich an Exodus erinnert geht das fränkische MEK (Metal-Einsatz-Kommando) mit "Strong Pain" gleich in die Vollen. Trotze aller Kompromisslosigkeit schaffen es Final Breath im Laufe des Albums Old-School mit moderneren Elementen zu verknüpfen, so das man auch ein paar mal an Dew Scented erinnert. Song Nr.4 "Greed For Revenge" überrascht durch seine Breaks und Chören. Nebenbei groovt der Song auch noch wie die Sau - was Final Breath aber nicht nur bei diesem Song geschafft haben. Ein weiteres Schmankel ist sicherlich der Titelsong, den die Jungs, wenn ich mich noch recht erinnere (Alk...), auf dem Up From The Ground, dass sie ja auch organisieren, live zum Besten gegeben haben. Damals konnte der Song die Fans vor Ort begeistern und obwohl alle Leute den Song noch garnicht kennen konnten ging im Publikum schon ordentlich die Post ab, was auch für die Qualität des Songs sprechen dürfte.

Final Breath - ein Name den man sich als Fan von Thrashklängen in Zukunft merken sollte. Ich hoffe das endlich ein Label, nämlich Remedy Records, dass Potenzial dieser Band erkennt. So könnten sich die Jungs aufs Spielen konzentrieren und brauchen nicht wieder neu zu suchen. Denn wenn sie weiter am Ball bleiben gehören sie hoffentlich schon bald zu den ganz großen der deutschen Thrashszene. Eine Szene für dieses Album sowieso ein Pflichtkauf ist! 9/10.
Metalfranken strikes back!

9 von 10 Punkte

Radio Gehacktes - http://www.radio-gehacktes.de

YEAH! Auf "Let Me Be Your Tank" kann man einmal mehr hören, welch wichtige Rolle SLAYER einst im Metal-Bereich spielten, bevor sie zu einer Karikatur ihrer selbst verkamen! Auf dem aktuellen, perfekt von Andy Classen produzierten Longplayer von FINAL BREATH wimmelt es nur so von SLAYER-Zitaten. Wohlgemerkt: Zitate. FINAL BREATH sind alles andere als ein stumpfes Plagiat. Man spürt förmlich die Wut, die sich im Laufe der Jahre aufgrund diverser Querelen mit Plattenfirmen, in den Jungs angestaut haben muss. Und das ist gut so. Los geht's mit einem genialen, unglaublich atmosphärischem Intro. Hier fällt vor allem der Drumsound auf, der direkt das Bild von Dave Lombardo vor dem geistigen Auge erscheinen lässt. Geil! Ohne Verschnaufpause geht es weiter mit "Strong Pain". Geniale Uptempo-Nummer, bei der sofort die aggressiven Shouts von Jürgen Aumann positiv auffallen. In die gleiche Kerbe schlägt auch "Eyes Of Horror", der zwar etwas gebremster daher kommt, dafür aber mit einem geilen "Raining Blood"-Zwischenpart zu begeistern weiß! Das anschließende "Greed For Revenge" ist ein Schädelspalter erster Güte. Erinnert teilweise ein wenig an CARNAL FORGE zu "Firedemon"-Zeiten und wird live mit Sicherheit für gebrochene Nasen sorgen. "Empty Eyes" hingegen will nicht so recht ins Gesamtkonzept passen. Der Song klingt ein wenig so, als hätte der gute Chuck Schuldiner (R.I.P.) seine Finger im Spiel gehabt und knallt daher leider nicht so schön nach vorne los wie seine Vorgänger. Anders als "Exposed To Hatred", der wieder alle FINAL BREATH-Trademarks vereint! Gespannt ist man natürlich auf den nun folgenden Titeltrack und schnell wird klar, warum gerade "Let Me Be Your Tank" zum Namensgeber der CD wurde. Dieser Song rockt! Und wie! Geil! Eigentlich hätte die CD zu diesem Zeitpunkt auch schon zu Ende sein dürfen, denn man verspürt bereits jetzt den Drang, den Silberling noch mal von Anfang an zu hören. Aber es geht ja noch weiter. Und auch das folgende "Bemoaned Animosity" rauscht durch die Gehörgänge wie ein ICE! Im übrigen genau wie das folgende "Sociopahically Insane", bei dem es sich um eine Neueinspielung vom "Flash-Burnt Crucifixes"-Album aus dem Jahr 2000 handelt. Mit "Coma Divine" endet die knapp 45-minütige Lehrstunde in Sachen Metal und man drückt instinktiv erneut die Play-Taste. Schön gemacht, Jungs!

Fazit: Eine Band, die auszog, SLAYER das Fürchten zu lehren!

8,5 von 10 Punkte (Alexander Oberdick)

Blood Chamber - http://www.bloodchamber.de

Irgendwie ist es schon komisch. Da stehen die Franken Thrasher von FINAL BREATH das dritte Mal ohne Label da, und so wurde zum dritten Mal in Folge ein Album auf eigene Kosten eingetrümmert ( zum wiederrum dritten Mal im renomierten Stage One Studio von Andy Classen), und das obwohl das 2002er Werk „Mind Explosion" bei Branchenriese Nuclear Blast lief. Mit Remedy Records hat sich dann aber glücklicherweise doch noch ein williges Plattenlabel gefunden, das die Musik der vier Herren ( Am Bass ist immer noch kein festes Mitglied) unter ihre Fittiche nimmt.

„Let me be your Tank" ist der Batzen der aus dem Studioaufenthalt entsprungen ist, und der geht in bester FINAL BREATH Tradition da weiter, wo mit „Mind Explosion" aufgehört wurde. Soundmäßig natürlich wieder ein absolutes Brett, doch das war man ja schon gewohnt. Die Songs an sich gehen im Vergleich zum Vorgänger aber wieder eher in die Richtung des alten Thrash Metal, wobei die Death Metal Einflüsse natürlich auch an allen Ecken und Enden noch durchschimmern. EEin weiterer Aspekt der auffällt, ist das Gebelle von Fronter Eumel, der sich mittlerweile vollständig in die Band integriert hat. Hatte er auf dem Vorgänger nur wenig Zeit sich in die einzelnen Songs einzuarbeiten, so war er diesmal von Anfang an dabei, und genau das merkt man der Platte auch an. Nicht nur das der Mann wie ein böser Bruder von KREATOR Mille klingt, nein, auch scheint diesmal alles noch routinierter und besser. Grundsätzlich herrscht immer schnelles Tempo bei den Songs, nur recht selten wird der Speed etwas zurückgefahren und im Uptempo weitergethrasht, sodass man bei jedem Hören einen verstärkten Bewegungsdrang verspürt, und am liebsten gleich seine Wohnungseinrichtung beim Kopfschütteln zertrümmern möchte. Doch trotz der Geschwindigkeit kommt keine Langeweile auf, da es die Band schafft in jedem Song ein wahres Rifffeuerwerk aufzufahren, das einen gar nicht erst zur Ruhe kommen lässt. Zusätzlich sind auch irgendwie immer latente Melodien miteingebaut, die oftmals in Form eines Refrains zum Mitbrüllen hörbar werden, und einen weiteren Pluspunkt darstellen, der vor allem in puncto Langzeithörmotivation und wieder erkennungswert unabdingbar sind.

Der Thrash Metal lebt also immer noch weiter, und zwar mit verdammt hochkarätigen Bands, denn FINAL BREATH werden noch einiges von sich hören lassen. Richtig geiles Teil dieses Album, und sowohl für Freunde der alten als auch der moderneren Variante empfehlenswert.

PS: Der Erstauflage liegt im Übrigen die Neueingespielte CD „Flash Burnt Crucifixes" aus dem Jahre 2000 bei.

8 von 10 Punkte (bd)

Music Scan - http://www.music-scan.de

Huch, das ging aber fix!! Relativ hurtig steht das Nachfolgealbum vom Schädelspalter "Mind Explosion" der deutschen Powerthrasher von Final Breath an. Die Jungs gehören mit zum Kompromisslosestem, was das Teutonenland in Sachen absolute Härtnermusik, natürlich im positiven Sinne gesehen, zu bieten hat. Wie beim Vorgänger werden auch auf der neuen Langfräse keine Gefangene gemacht. Der Sound wurde produktionstechnich von Andy Classen veredelt und trägt somit bei, das hier wirklich alles niedergewalzt wird, was sich wagt, ihm entgegenzustellen. Leider hat es die Band bis jetzt nur auf einen gewissen Undergroundstatus gebracht, sollte sich aber bald ändern, denn wer auf die neue Necronomicon oder alte Kreator abfährt, sollte diesen "Newcomern" ihre redlich verdiente Chance geben. 8 Punkte für diesen gemeinen Eiertreter!!!

8 von 10 Punkte (Jörg)

Metallic Zine - http://www.metallic-zine.de

Die deutschen Final Breath sind eine Truppe wahrer Stehaufmännchen. Auf unzähligen Konzerten, quer durch die Republik und ständig auf Achse erspielen sich die Thrasher seit Jahren gehörigen Respekt und eine große Fanschar. Nach einigen Querelen hinsichtlich Plattenverträgen, Demos und Eigenproduktionen hat sich mein neues Lieblingslabel Remedy Records nun endlich dazu entschlossen, Let Me Be Your Tank ins Rennen zu schicken, um die Jungs auf der Bahn zu halten und nicht wieder mal dazu zu zwingen, die Scheibe in Eigenregie unters Volk zu bringen.
Der Vierer hat es in sich, bietet grundehrlichen Thrash Metal mit leichten Death Metal Einschüben zügiger Machart und weiß sehr selbstsicher zu überzeugen. Egal ob nun Fans von Kreator, Destruction oder Desaster, ein jeder Fan genannter Bands dürfte den Jungs was abgewinnen können. Let Me Be Your Tank wartet mit einem gezeichneten Old School Cover auf, so dass die geneigte Zielgruppe den Griff ins Plattenregal gar nicht verfehlen kann. Das Cover hält was es verspricht: Zehn mal saubere Thrash Kost, angelehnt an die Helden der späten Achtziger und dennoch neuzeitlich, anspruchsvoll und mit der nötigen Härte produziert.
Ich denke, die Scheibe dürfte Final Breath das ein oder andere Tor öffnen und ich hoffe der Status der Band wird endlich einmal weg vom ewigen Geheimtipp zur nächst höheren Stufe führen. Well done! Good luck!

(Dirk)

FFM Rock - http://www.ffm-rock.de

Kurzes, rockiges Intro und ab geht die Post, Thrash pur regiert auf dem mittlerweile dritten Longplayer „Strong Pain" geht kompromißlos nach vorne, treibend Riffs gepaart mit herrlichen Soli, so kann und sollte Musik heutzutage klingen.

Umwerfend auch die Produktion, für die Andy Classen, wie immer hervorragend, die Regler bedient hat. „Greed Revenge", Eyes Of Horror" und „Coma Divine" sind Thrash Granaten, wie sie in den guten 80'ern richtig geliebt wurden und dank Final Breath auch heute noch der Szene neues Leben einhauchen kann. „Bemoaned Animosity" hätte Destructions Schmier auch nicht besser schreiben können. Der Titelsong „Let Me Be Your Tank" fällt aber ein weinig aus der Reihe, da nimmt das Quartett auch mal den Fuß vom Pedal und heraus kommt eine Mid Tempo Banger Nummer, die Nackenschmerzen garantiert. Aber nicht alles ist neu auf „Let Me Be Your Tank" wurden mit „Exposed To Hatred" und „Sociopathically Insane" zwei Stücke des 2000 er Albums „Flash-Burnt Crucifixes" auf das Album gepackt, die zwar Re-Recorded wurden, aber auch zum damaligen Zeitpunkt schon absolute Reißer waren.

Bei Final Breath kann man nur sagen, Thrash as Thrash can be, so muß es klingen und dank Remedy, die das Potential der Band erkannt haben, werden wir mit Sicherheit noch viele Final Breath Alben genießen können.

(Jochen Strubel)

Sleeze Metal - http://www.sleeze-metal.com

Es ist schon etwas länger her seid mich eine „Thrash Metal" Scheibe so überzeugt hat wie die von den Deutschen „Final Breath". Unweigerlich erinnert mich diese Band an die „Arise" Zeit der damals genialen „Sepultura". „Jürgen Aumann" an den Vocals sind sehr „Death" betont, was absolut perfekt zu dieser Musik passt. „Let me be your Tank" ist eine grossartige Ansammlung von Songs die sich mit einer beeindruckenden Power ins Gehirn fressen. Ausser phantastischen Killer Riffs, bieteten „Final Breath" aber auch noch Melodien, und genau das ist es was solche Bands ausmachen. Da gibt es die einen die einfach ihren Stuff herunterknüppeln und selbst der grösste Fan hat keine Ahnung welcher Song das jetzt auf der CD ist. Bei „Final Breath" ist das genau das Gegenteil, die Songs sind zwar verdammt hart und schnell, gehen aber dennoch gut ins Ohr. „Kreator" und „Sodom" Fans werden von diesem Longplayer begeistert sein. Ich denke aber auch das „SlipKnot" Jünger mit dieser Musik wie sie hier von „F-B" präsentiert wird, warm werden können. „Strong Pain" oder „Greed for Revenge" heben sich etwas von den restlichen Songs ab, die Riffs sind wirklich ein Harter Schlag in die Magengegend. Auf „Let me be your Tank" ist kein einzig mittelmässiger Track zu hören, die Jungs haben hier wirklich tolle Arbeit geleistet. Die Produktion ist übrigens auch sehr gut geworden, das ganze ist perfekt abgemischt worden. Wenn man eins bemängeln muss dann ist es das eher billige Cover Design, auch der Schriftzug der Band ist nicht so mein Ding, ansonsten halte ich hier eine fast perfekte Thrash Scheibe mit Death Einflüssen in den Händen.

(Vince)

Metalstorm - http://www.metalstorm.de

Thrashfreunde aufgepasst. So eben landete die neue FINAL BREATH Scheibe auf meinem Schreibtisch, und ich muss sagen: Thrash Spitze von Deutschland, zieht euch warm an. Was diese Herren hier bieten ist allerfeinster Thrash. Satte Gitarren, ein recht natürlicher Drumsound (gerade was die Overheads betrifft), abwechslungsreiches Riffing. Obendrein gibt es noch nette zweistimmige Sachen. Hier wird gegroovt, hier wird gethrasht was das Zeug hält. Die ganze Scheibe ist durch und durch weit oben anzusiedeln. Das Gaspedal wird die ganze Zeit weit durchgedrückt, nicht auf Vollspeed, aber immerhin sehr fix. Ausser in den Songs selber geht es dann mal auf Innerorts-Geschwindigkeit runter. Dazu wird tief geschrien, nicht gegrunzt und hin und wieder kommen Einflüsse anderer Bands zum Vorschein. Jungs, ich muss wirklich sagen, so belanglos (für mich) eure anderen Outputs waren, endlich habt einen guten Kurs eingeschlagen. FINAL BREATH brauchen sich nicht hinter ihren Kollegen von DEW SCENTED etc. verstecken. Ich kann diese Granate jedem Thrasher, der nicht nur auf stumpfes Uff-Ta steht, wärmstens
empfehlen. Value for Money.Daumen hoch.

80 von 100 Punkte (Alkemist)

Deathgrind - http://www.deathgrind.de

Endlich haben es FINAL BREATH geschafft ein durch und durch gutes Album abzuliefern. Ich hab es ihnen ja gewünscht! "Let me be your tank" ist DAS Album der deutschen Death/Thrasher! Die Titel knallen einem die Lauscher weg - v.a. der Titeltrack tritt meterweise die Ärsche. Nur direkt auf die Schnauze-Material ohne Spielereien (diese Wortwahl ist hierbei wirklich nötig)! Sänger Eumel ist für mich schon seit den Anfägen bei INHUME und SOUL DEMISE einer besten Extrem-Shouter hierzulande und beweist sich hiermit erneut. Bleibt abzuwarten ob dieser massive Brocken Metal von der Band noch übertroffen werden kann. Ich bezweifele es, aber lasse mich auch gern eines besseren belehren. So... let this be your tank!

9 von 10 Punkte - TIPP! (Andy)

Final Prophecy - http://finalprophecy.denyreality.de

Na, da war ich ja im Vorfeld schon mal sehr gespannt, wie die neue FINAL BREATH klingen würde. War doch der Vorgänger „Mind Explosion“, welcher ja noch bei Nuclear Blast erschien, schon ein Death – Thrash – Chaos Hammer geworden. Und, ich kann es bereits vorweg nehmen, „Let me be your Tank“ klingt keinen Deut schlechter! Nach einem Instrumental Intro, das schon ordentlich auf die Thrash Glocke schlägt, geht’s dann sofort mit „Strong Pain“ mitten in den Pit. 3...2...1, los geht’s ohne Vorgeplänkel gleich voll inne Visage. Angeführt von Eumel’s heißerem Brüllgesang steigt die gesamte Band sogleich in den flotten Reigen ein. Donnerndes Double Bass Massaker, Death Thrashiges Riffing bis zum abwinken sowie Breaks, Fills und Leads zur Genüge. „Eyes of Horror“, teilweise mit finsterem Sprechgesang, bringt dann absolut jede Rübe zum rotieren. Ein Thrasher vor dem Herrn! Ich finde eh, dass FINAL BREATH auf ihrem neuen Album etwas mehr in die Thrash Metal Ecke tendieren, als das noch auf „Mind Explosion“ der Fall war. Das macht aber rein gar nix, da die sieben neuen Tracks und die beiden Neueinspielungen vom 2000er „Flash Burnt Crucifixes“ Album noch ausgeklügelter und „heavier“ wirken. Und war ich bereits beim letzten Album schon hellauf von den Gitarren Soli begeistert, so sind diese auf „Let me be your Tank“ noch einen ganzen Zacken geiler ausgefallen. Für mich ist Jörg Breitenbach einer der fähigsten deutschen Gitarreros auf diesem Sektor. Auch Jürgen hat weiter an sich gearbeitet und setzt seinen Gesang variabler ein. Lange Rede, kurzer Sinn; „Let me be your Tank“ ist ein Bärenstarkes Album geworden, das die Band definitiv einen großen Schritt weiter nach vorne bringen sollte. Als Anspieltipps geb ich Euch auf jeden Fall mal „Eyes of Horror“, „Bemoanded Animosity“ & „Coma Divine“ mit auf dem Weg zum Plattenladen.

9 von 10 Punkte (Frank)

Heavy Metal - http://www.heavy-metal.de

Wenn Final Breath eines so gleich zu Anfang schaffen, dann ist es die Spannung ins unermessliche zu steigern. Das 1:32 Intro mit wabbernden Drums bereitet einen behutsam auf „Strong Pain“ eine rasende death-thrash Nummer vor, die dennoch erstaunlich viel Melodie in sich vereint.
 
Genau diese Fähigkeit des Spannungsauf- und abbaus haben die fünf auf „Let Me Be Your Tank“ perfektioniert. Voller Abwechslungsreichtum beweisen sie mit straighten, beinharten und staubtrockenen Songs wie „Bemoaned Animosity“ einem gnadenlosen Speedkracher oder „Exposed To Hatred“ ihr Können. Aber natürlich gehen Final Breaths’ Fähigkeiten noch einen Tick weiter, denn mit Fingerspitzengefühl schaffen sie die Einarbeitung von ganz viel Melodie, die wunderbar mit der ansonsten brachialen Instrumentierung harmoniert. „Empty Eyes“ beginnt mit plästernden Drums und wird mit Tempowechseln abwechslungsreich gehalten. Hinzu kommt noch eine Menge filigraner Gitarren und fertig ist das gute Stück. Auch um „Let Me Be Your Tank“ kommt man nicht herum. Nach einem leisen Anfang mit lauerndem Bass folgen  feine Gitarrenläufe und eingängige Riffs und ein Maximum an Melodie.
 
Halten wir also fest: für das Training der Nackenmuskeln bieten Final Breath so einiges und auch die Freunde von wohlklingenden Kompositionen gemäß gängiger Maßstäbe kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Kombination aus Geknüppel und ausgeklügelten Gitarren ist immer wieder erfrischend.
So sind die zehn gut strukturierten Songs auf „Let Me Be Your Tank“ jeden Cent wert und bringen auch noch jede Menge Energie, die dem Album den Titel zu recht verleihen. Mit Final Breath im Rücken übersteht man wahrscheinlich jede Durststrecke. Bleibt nur zu hoffen, dass mehr als zehn Jahre nach der Bandgründung mit Remedy Records ein Label für die Zukunft gefunden wurde und wir noch einige Veröffentlichungen zu hören bekommen.

Julia

Battle Cries - http://www.battlecries.de

LET ME BE YOUR TANK...!
Ist der Titel Programm oder Pampe ;)?
Ich bin mir sicher: dieses (so oft zitierte)3. Album von Final Breath hat diese wieder ein großes Stück voran gebracht!
Das sieht man auf der einen Seite an den  Stücke selber, die irgendwie alle mehr "aus einem Guß" wirken und die durch immer wieder eingestreute, herrliche Gitarrenmelodien Final Breath's Songwriting Klasse verdeutlichen, und auf der anderen Seite natürlich Andy Classen's Produktion die eindeutig mehr Punch erkennen lässt und bei der man jedes Instrument gut raushören kann. Vor allem auch die Drums und die Vocals haben sich produktionsmäßig verbessert.
Ich tue es nicht gerne, aber damit dieses Review nicht zu lang wird (versagt ;-) - Anm. v. Sebastian) muss ich mich wohl auf die genaue Beschreibung bestimmter Stücke beschränken... Aber lasst euch eins sagen: Keines der Stücke auf diesem Album hat es nur im Geringsten verdient nicht angehört zu werden, also garnicht so leicht die Entscheidung.
Deswegen fang ich jetzt einfachmal von vorne an, sprich "Intro" (Was für ein einfallsreicher Titel;)!)...
Hierbei fällt gleich auf, dass es nicht wie auf "Mind Explosion" durch Geräusche eingeleitet wird (diese sind übrigens auf dem ganzen Album nicht zu finden - das einzigste was ich gefunden habe, waren kurze "Sprechausschnitte"...), sondern durch eine Gitarrenmelodie, die man wenn man sie ein paar Mal gehört hat mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr aus dem Ohr kriegt.
Und dann das Staccato der Rhythmussektion... man DAS ist ein Intro! Ich möchte jemanden sehen, der hierbei ruhig bleiben kann, jaja Fingerklopfen auf der Tastatur oder so zählt auch dazu:D)!
"So you..." - der Übergang zu dem ersten richtigen Track von LMBYT, der irgendwie vom Flair her an das letzte Album erinnert, doch man sieht, dass Final Breath gelernt haben gute "Mitgröhlrefrains" zu schreiben...
Testament scheint die Hauptinspirationsquelle gewesen zu sein, von dem nächsten Song "Eyes of Horror". Das Solo und die Stelle ab 3:05 können jedoch doch nur von Gott bzw. Satan geschickt worden sein, so genial können doch keine Menschen sein?!
Leider kommt mir das beim nächsten Track "Greed For Revenge" schon wieder so vor, dies war der erste Track den Final Breath nach Mind Explosion schrieben und irgendwie scheint er auch verdammt gereift, hier ist einfach alles - perfekt.
Chuck Schuldiner R.I.P.! ... Nicht nur, dass Jörg Breitenbach, Leadgitarrist, und Mitinhaber der "Final Breath Gbr" ziemlich wie Chuck aussieht, nein sie zollen ihm auch noch mit diesem Lied Tribut. Gut gelungen meiner Meinung nach, ist irgendwie mal ein wenig ne Abwechslung zum sonst typischen Final Breath Stil obwohl sie ihre Trademarks selbst hier nicht verlieren.
Der nächste Track "Exposed To Hatred" und "Sociopathically Insane", der vorletzte Track, sind noch vom 1. Album von den Death-thrash-Chaoten, neu aufgenommen, mit neuem Sänger und auch sonst leicht verändert, allerdings finde ich es etwas schade, dass Final Breath 2 alte Tracks wiederaufgenommen haben, wenn noch 2 neue Tracks im Stil des Rest des Albums vorhanden gewesen wären, hätte mich das noch mehr erfreut, aber nunja, man kann ja nicht alles haben. Die beiden sind jedenfalls auch sicherlich nicht schlecht, doch das meiste hat man eben schon gehört und ehrlich gesagt fand ich die alten Versionen auch nicht viel schlechter (der alte Gesang war sogar stellenweise variabler), alleinig das verdammt an Klassische Kompositionen erinnernende neue Solo von "Exposed To Hatred" wäre als besonders hervorzuheben.
Nach Exposed folgt der Titeltrack des Albums, ein absoluter Mid-Tempo Panzer, man kanns einfach nicht anders sagen! Der verdammt angepisste Gesang von Eumel,die zum Himmel schreienden Flageollettöne, der zum Kopfnicken zwingende Groove und schon wieder das einfach unbeschreibliche Solo... dieser Song ist einer der besten des Thrash Metal Metiers!!!
Einiges schneller zugegange geht es beim nächsten Schädelspalter "Bemoaned Animosity", und auch wenn man teilweise an Bands wie Dew Scented oder Konsorten erinnert, so verliert man nie seine Identität, denn im Gegensatz zu denen wissen Final Breath immer in guten Mengen Melodie und gezügelte Parts einzusetzen.
Der letzte Track des Albums scheint Eumel (Vocals) sich selber gewidmet zu haben, ("Drug abuse and alcohol are dictating my life...") und dementsprechend emotional singt er dies auch. Es ist einer der besten Tracks in der Geschichte von Final Breath allein schon deswegen, da er zwar verdammt hart und schnell ist aber dennoch niemals Melodien vermissen lässt.

Fazit: Wer nur im Entfernten etwas mit Death oder Thrash Metal etwas anfangen kann, dem rate ich inständig sich dieses Album zu besorgen. Denn es ist wahrlich ein Killer, mein Top Album 2004, und wäre schade ungehört in den Läden rumzustehen!!!

Benedikt

"Let Me Be Your Tank" - das ist kein Titel, das ist eine Kampfansage! Und zwar eine verdammt ernst zu nehmende!! Final Breath walzen alles nieder was nicht bei drei auf den Böumen ist - und der Rest wird heruntergeschossen!
So und nicht anders klingt das mittlerweile dritte Album der hoffnungsvollen Thrash-Kombo. Das es noch nicht zum ganz großen Durchbruch gereicht hat, kann nur an Hexerei liegen. Spätestens jetzt muss alle Aufmerksamkeit auf die Franken gerichtet werden. "LmbyT" ist die logische Weiterentwicklung nach "Mind Explosion". Die Band hat ihre Stärken erkannt und gebündelt: die Songs sind griffiger, die Soli killen noch mehr als auf den Vorgängern , und Eumel brüllt alles in Grund und Boden! Die Spielfreude hört man dabei in jedem Ton heraus. Wer nicht spätestens beim Titeltrack aufspringt und wild Luftgitarre spielend mitgröhlt und Möbelstücke durch die Gegend kickt, rasiert sicht wahrscheinlich auch die Nasenhaare! Sehr geil sind auch die Neueinspielungen von "Sociopathically Insane" und "Exposed To Hatred" vom "Flash-Burnt Crucifixes"-Album. Hier wird deutlich wie die Band sich seitdem gesteigert hat. Vorher waren die Songs schon Killer - jetzt sind es Neutronenbomben!!Allein das neue Solo in "Sociopathically..." - I´m loving it!
Kein Song, der schwächer ist als der Rest, alles bestens für die Live-Situation zugeschnitten. Kaputte Nackenwirbel und Knoten in den Haaren sind da vorprogrammiert.

Fazit: Kreator, Destruction, Sodom, Salyer: rückt ein wenig enger zusammen, Final Breath sind auf dem Weg zu euch an die Spitze

Sebastian

Soundbase http://www.soundbase-online.de

Dass Nuclear Blast ein ziemlicher Plinsenverein sind, weiß die Metal Republik ja nicht erst seit gestern. Da packt man sich mit Final Breath einen der hoffnungsvollsten Newcomer im Death/Thrash Bereich in die Regale, um ihn dort verstauben zu lassen und schließlich auf den Sperrmüll zu geben. Das Nordische Label Remedy Records hat sich den Frankenboys angenommen und mit SureShotWorx hat man nun auch ein starkes Promotionteam hinter sich. Und Let Me Be Your Tank scheint so etwas wie ein deftiger Effefinger in Richtung des früheren Labels zu sein.

Die letzten Releases des Acts aus dem Süden unserer Republik boten ja schon kräftigen Thrash Metal, der vor allem seit dem Einstieg Jürgen Aumann noch die passende Stimme erhielt, aber auf der aktuellen CD schließen die Burschen definitiv nahtlos an die europäische Genre-Elite an. Während sich Jürgen Aumann nicht nur stimmlich stark unvergessenen Idolen wie Chuck Schuldiner (R.I.P - Death) oder Mark Grewe (Morgoth) nähert, lärmt auch die restliche Band kontrolliert und zielorientiert wie eine Mischung aus europäischen Gruppen der Kaste Kreator, Destruction, The Haunted, vergisst aber dabei nicht, das Quentchen Technik der frühen Florida-Acts (wie z.b. Death) mitzubringen. Schlagwerker Heiko Krumpholz darf seinen Schemel spätestens seit diesem Release auch liebevoll Thron nennen und das eine oder andere Soli von Klampfer Jörg Breitenbach wird gut im Silber eines CD-Rohlings aufgewogen. Dass man dabei erneut auf die Dienste von Produzent Andy Classen gesetzt hat, war sicherlich eine gute Wahl, präsentieren sich die zehn Songs (inklusive Intro) auch in druckvollem Soundgewand.

Hätte ich nicht schon im letzten Jahr meine krauses Nackenhaar und meinen welligen Pony gegen eine Schwiegermuttertaugliche Frisur eingetauscht, würde ich sicherlich zu herausragenden Stampfern wie Eyes Of Horror oder dem Entombed-mäßigen Titeltrack Let Me Be Your Tank das Haupt schütteln oder beim flotten Opener Strong Pain den Propeller einschalten. Auch wenn das Cover gelinde gesagt Murks ist, gehört die CD in jedes Thrasher Regal!

10 von 12 Punkte (DJ) Tipp!

Neckbreaker - http://www.neckbreaker.de

FINAL BREATH haben sich in den letzten Jahren durch gute Auftritte und starke Alben Stück für Stück an die erste Thrash Liga in Deutschland herangearbeitet. "Let Me Be Your Tank" heißt das neue Werk und vielleicht gelingt damit der große Wurf.

Schon das "Intro" geht gut los und bietet direkt reinen Thrash, also nichts mit Keyboard oder so.... Das lässt großartiges erhoffen...
"Strong Pain" kann die Erwartungen gleich mal erfüllen, eine recht aggressive Uptempo Nummer und zudem sehr rifflastig. So muss das sein...
"Eyes Of Horror" kommt da zumindest stellenweise etwas verhaltener aber nicht unbedingt schwächer daher. Geht gut ins Ohr.
"Greed For Revenge" hacken die Süddeutschen ziemlich flott runter, ein echter Nackenbrecher.
Bei "Empty Eyes" wird das Tempo wieder etwas herausgenommen. Dadurch kommt die gute Gitarrenarbeit etwas mehr zur Geltung und das alles ohne an Aggressivität zu verlieren.
"Exposed To Hatred" ist ein guter Song, aber kann nach so einer starken ersten Hälfte der Scheibe nicht herausragen. Das Stück war bereits auf dem "Flash-Burnt Crucifixes" Album und kommt erneut zu Veröffentlichungsehren.
Anders dagegen der Titelsong, "Let Me Be Your Tank" entpuppt sich nach ruhigem Beginn als rifflastiges Midtempo Stück. Auch hier wieder nette Gitarrenarbeit.
Bei "Bemoaned Animosity" drehen FINAL BREATH wieder kräftig auf. Flotter Thrash Song.
"Sociopathically Insane" dürfte wieder einigen noch vom "Flash-Burnt Crucifixes" Album bekannt. Das Stück wurde für "Let Me Be Your Tank" neu eingespielt.
Zum Abschluss noch ein Riffgewitter mit dem Namen "Coma Divine".

FINAL BREATH ist mit "Let Me Be Your Tank" wieder ein starkes Album gelungen. Produktionstechnisch gibt es nichts auszusetzen und die Stücke sind durchweg sehr stark. Wer also ein aggressives Thrash Metal Album seiner Sammlung hinzufügen möchte, der sollte hier wirklich zugreifen.

8,5 von 10 Punkte (Tutti)

Ancient Spirit - http://www.ancientspirit.de

Mit ihrem dritten Album haben FINAL BREATH im Vergleich zum schon sehr geilen Vorgänger 'Mind Explosion' nochmal eine gute Schippe draufgelegt und präsentieren eine richtig geile, frische Death/Thrash-Scheibe. In den gut zwölf Jahren der Bandhistory kann man nun absolut behaupten einen eigenen Stil gefunden zu haben. Dies wird in den 45 Minuten deutlich unter Beweis gestellt. FINAL BREATH klangen noch nie besser und haben auch noch auf keiner Scheibe so gut die Live-Power einfangen können wie auf der vorliegenden CD.

Als Anspieltipps würde ich auf jeden Fall das abwechslungsreiche "Greed For Revenge", der überragende Titeltrack "Let Me Be Your Tank" und das permanent nach vorne peitschende "Bemoaned Animosity" nennen. Vor allem "Let Me Be Your Tank" könnte sowas wie die Bandhymne schlechthin werden. Auf dem Album sind übrigens auch zwei Neueinspielungen des Debüts 'Flash-Burnt Crucifixes' enthalten: "Exposed To Hatred" und "Sociopathically Insane". Dies aber nur so am Rande. Wem der Vorgänger schon gefallen hat, der kann sich 'Let Me Be Your Tank' eh blind zulegen. Alle anderen sollten spätestens jetzt dem fränkischen Death-Thrash-Chaos mehr Beachtung schenken!

10,5 von 12 Punkte (Olly) Tipp!

Tinnitus - http://www.tinnitus-mag.de

Ob die geographische Nähe der Franken von FINAL BREATH zum Truppenübungsplatz in Hammelburg einen Einfluss auf die Namensgebung ihrer neuesten Platte hatte, ist mir persönlich nicht bekannt. Aber dass "Let Me Be Your Tank" eine ganze Menge Power im Arsch hat, weiss ich dafür um so besser. Frei nach Gerhard Schröders Ausspruch - "Ich will hier rein" - rütteln FINAL BREATH mit Macht am Tor des deutschen Todesdreschamtes, derzeit noch besetzt von DEW SCENTED.

Ja meine Herrn Gesangsverein!? Was einem hier um die Ohren gepfeffert wird, hat es aber gewaltig in sich. Dachte ich beim Intro noch, hier wären THE HAUNTED am Werke, geht es mit dem ersten Song wesentlich traditioneller zur Sache. Nein "Let Me Be Your Tank" ist keine Oldschoolplatte mit Rumpelsound geworden. Relativ modern gehaltener Thrash, aber niemals die guten alten Wurzeln vergessend. Von Uptempo bis zu stampfendem Groovemonstern absolvieren FINAL BREATH über zehn Songs alle Spielarten mit Bravour.
Wenn es denn soetwas wie "modernen Thrashmetal" gibt, dann ist dieser hier zu hören, bzw zu spüren. "Let Me Be Your Tank" drückt von der ersten bis zur letzten Sekunde, mit "Exposed To Hatred" und "Sociopathically Insane" finden zwei Songs der ersten Platte "Flash-Burnt Crucifixes", neu eingespielt, ihr würdiges Comeback. An den Reglern saß Andy Classen und damit haben FINAL BREATH den Meister gefunden, um die druckvolle Mucke auch ebenso aus den Boxen ballern zu lassen. Nach dieser Granate kann man nur gespannt sein, wie die Franken sich da noch steigern wollen. Erstmal freue ich mich auf einen Konzertbesuch, um den Panzer auch live bestaunen zu können. Auf der Limited Edition von "Let Me Be Your Tank" gibt als Bonus übrigens noch das Debütalbum, sowie die erste Demo obendrauf. Neunundzwanig Songs finden sich so auf zwei CDs ein, da gibts nix zu meckern.
Target destroyed! - Mission accomplished, return to base.

10 von 10 Punkten (Björn)
31.07.2010
» D-Obersinn, Open Air

2.10.2010
» D-Lichtenfels, Stadthalle

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Modified: 29.09.2005




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